Archiv der Beiträge vom Juni 2009

 

 

 

 

Di

30

Jun

2009

Sieben tote Schwäne auf der Traisenbrücke bei St.Pölten

Angefütterte Wasservögel verirren sich auf die Gleise der Westbahn und werden dort von den Zügen überrollt.

 

„Jetzt ist es schon wieder passiert.“ Christian Hofbauer, Triebfahrzeugführer bei den ÖBB, ist schockiert. Wieder hat er einen Schwan auf der Traisenbrücke überfahren. „Selbe Stelle, selbe Strecke. Das war der siebente Schwan seit Anfang April, der auf unserer Traisenbrücke getötet wurde.“

Warum sich die schönen Wasservögel gerade an dieser Stelle auf die Westbahnstrecke verirren, ist ziemlich klar: „Sie werden beim Steg angefüttert. Und sie knallen an die Lärmschutzwand oder landen auf den Geleisen, weil sich die Wand zu wenig von der Umgebung abhebt.“

Klar gibt es auch immer wieder andere Tiere, die das Überqueren der Geleise nicht überleben, aber „es ist ein Unterschied, ob mir ein Hase reinspringt oder ob ich einen Schwan überfahre“, sagt Christian Hofbauer. Denn die Schwäne können nicht wegfliegen. Sie sitzen am Gleis und zeigen auch kein Fluchtverhalten. „Der eine hat nur den Kopf eingezogen - dann hab ich ihn schon überfahren.“ Eine Notbremsung ist nicht möglich - erstens weil die Geschwindigkeit zu hoch ist, und jede Notbremsung eine Gefährdung der Fahrgäste darstellt.

ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif ist der Ansicht, dass die Tiere sich nach einiger Zeit an die Gegebenheiten anpassen, also ihre Flugroute ändern werden. Dem widerspricht Prof. Hans Frey, Wasservogelexperte der Veterinär-Uni in Wien: „Das ist ein falscher Schluss. Die sterben vorher weg.“ Denn die Bahntrasse ist zu eng, dass gelandete Schwäne wieder abheben können. Professor Frey: „Das muss analysiert und dann schnell eine Lösung gefunden werden.“ Dass es Lösungen gibt, davon ist Christian Hofbauer überzeugt: Auffallender gefärbte Lärmschutzwände und auch Bewegungsbänder oder Blechtafeln wie in der Fahrleitung der U6 in Wien würden helfen.

„Mich stimmt es wirklich traurig, wenn ich zum Entspannen an die Traisen gehe und mich an den Schwänen erfreue - und am nächsten Tag fahr‘ ich sie dann über den Haufen.“

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Mo

29

Jun

2009

So kommt der Dreck aus der Durchmesserlinie am Zürcher Hauptbahnhof

Die Durchmesserlinie am Zürcher Hauptbahnhof ist eine der grössten Baustellen der Schweiz. Bis zu 350'000 Kubikmeter Erdreich müssen von dort abtransportiert werden.

Während sich die Bauingenieure auf der Ost-Baustelle des Hauptbahnhofes noch die Köpfe zerbrechen, wie sie die einbetonierte Bohrmaschine wieder aus dem Untergrund befreien, wird der neue Tiefbahnhof Löwenstrasse weiter ausgebaggert. Bis zu 350'000 Kubikmeter Erdreich müssen in den kommenden Jahren unter den bestehenden Gleisen 3-9 abtransportiert werden. Die SBB haben dazu zwei neue Gleise entlang der Zollstrasse, einen Senkrechtförderer von 18 Metern Höhe sowie mehrere Hundert Meter Förderband installiert, um den Aushub aus dem Untergrund bis zum Umladeplatz an der Zollstrasse zu bringen. 11'000 Bahnwagen werden bis Bau-Ende in die SBB-Deponie in Wilchingen abtransportiert.

Der Senkrechtförderer und vorne das Förderband entlang der Zollstrasse

                                                                                           Fotos: Marcel Manhart

 

Stadttunnel-Brache dient als Umschlagplatz
Blickfang auf der Baustelle gut zehn Meter unter der Erde ist eine riesiger, betonierter Durchgang. Es ist der bereits vor Jahren gebaute Tunnel für die Stadtautobahn, die dereinst unter dem Hauptbahnhof durchführen soll - sofern sich das Volk dafür erwärmen wird. Die SBB nutzen die Bau-Brache als Umschlagsplatz ihrer unterirdischen Aushub-Stellen. Hier wird die Erde auf das Förderband geschüttet und quer unter den Gleisen zur Seite Landesmuseum geführt. Ein Senkrecht-Transporter hievt den Dreck dann vier Stockwerke in die Höhe, um neuerdings auf einem Förderband zu landen.

An der westlichen Aushubstelle direkt unter der Passage Sihlquai sind bereits vier Meter Erdreich ausgehoben worden, sechs weitere geht es noch runter. Der Boden der Fussgängerpassage ist zugleich die Decke des neuen Tiefbahnhofes Löwenstrasse, die Liftschächte ragen bereits tief in den Raum.

Der unbenutzte Durchgang für die Stadtautobahn wird als Umschlagsplatz genutzt. 

 

 

 

 

Foto: SBB 

16 Meter unter den Gleisen
Der neue unterirdische Durchgangsbahnhof Löwenstrasse bildet das Herzstück der Durchmesserlinie Altstetten-Zürich Hauptbahnhof- Oerlikon. Gebaut wird er 16 Meter unter den Gleisen des Hauptbahnhofs. Die Arbeiten finden bei laufendem Bahnbetrieb statt und dauern gemäss SBB bis Ende 2013.

2015 folgt dann die Einweihung der gesamten Durchmesserlinie. Die gesamten Projektkosten sind auf gut 2,03 Milliarden Franken veranschlagt. Bund und Kanton teilen sich die Kosten nach einem genau festgelegten Schlüssel. Einen grossen Teil des Bundesbeitrags schiesst der Kanton dem Bund vor.

 

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So

28

Jun

2009

Der SBB Bahnhof Maienfeld wird endgültig geschlossen

Die SBB wandelt den Bahnhof Maienfeld per 29. Juni 2009 wie angekündigt in einen Selbstbedienungsbahnhof um. Am Billettautomaten können weiterhin Billette und Mehrfahrtenkarten gelöst werden. Gemäss Angaben der SBB lösen schweizweit bereits heute mehr als zwei Drittel der Bahnkunden ihren Fahrschein an den Billettautomaten mit Berührungsbildschirm....

Bahnhof Maienfeld                                                                  Foto: Marcel Manhart

 

Die SBB hat vom Bund den Auftrag erhalten, das Unternehmen nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen zu führen. Im Rahmen dieser Abklärungen hat die SBB beschlossen, den Bahnhof Maienfeld per 29. Juni 2009 als Selbstbedienungsstation weiterzuführen. Felix Faccini, der Stationshalter von Maienfeld, geht nach langjähriger Tätigkeit für die SBB in den wohlverdienten Ruhestand.

Für persönliche Beratungen beim Billettkauf oder für die Planung von Reisen und Ausflügen ist das Verkaufsteam von Bad Ragaz und Landquart gerne behilflich.

Für telefonische Beratungen und Bestellungen von Bahnbilletten ist zudem der Rail Service unter der Telefonnummer 0900 300 300 (CHF 1.19/Min.) rund um die Uhr erreichbar. Fahrausweise und Auskünfte zum Fahrplan sind auch über die Homepage www.sbb.ch erhältlich. Neu steht Handybesitzerinnen und -besitzern zudem der SBB Mobile-Ticket-Shop zur Verfügung. Informationen dazu sind im Internet unter www.sbb.ch/mobileworld erhältlich.

Die SBB weist ausserdem gerne darauf hin, dass unter www.sbb.ch/billettautomat eine Demoversion der Automatenoberfläche verfügbar ist. Hier besteht die Möglichkeit, den Automaten einfach mal auszuprobieren.

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Sa

27

Jun

2009

Trenitalia eröffnet Repräsentanz in Deutschland

Trenitalia, früher besser bekannt unter dem Namen FS (Ferrovie dello Stato), ist das staatliche Eisenbahnunternehmen Italiens und kann ab sofort auf eine neue Repräsentanz in Deutschland in den Bereichen Marketing und Sales zählen.

Die neue Vertretung auf dem deutschen Markt - Aviareps - ist ein internationaler Dienstleister im Airline- und Tourismus-Management und steigt mit Trenitalia nun auch ins Bahngeschäft ein. Darüber hinaus werden über die Vertretung in München auch elektronische Tickets von Trenitalia erhältlich sein.

Gerade von München aus bestehen bereits heute die wichtigsten Bahnverbindungen nach Italien. In Kooperation mit der Deutschen sowie Österreichischen Bahn existieren die Tageslinien nach Mailand, Verona, Bozen, Rimini und Venedig. Die Nachtlinien hingegen fahren nach Bologna, Florenz und Rom. Des Weiteren gibt es direkte Verbindungen nach Italien mit internationalen Zügen von Frankfurt, Bonn, Köln und Düsseldorf.

Ein Zug der FS Trenitalia                                                     Foto: Marcel Manhart

Dank der Zusammenarbeit mit zahlreichen europäischen Bahngesellschaften bietet Trenitalia ebenso Verbindungen nach Amsterdam, Barcelona, Budapest, Ljubljana, Belgrad. Paris, Prag, Wien, Zürich, Genf und Zagreb an.

Zudem ist das Angebot von Trenitalia optimal für Reisen innerhalb Italiens, ganz egal ob für touristische oder geschäftliche Zwecke. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug “Frecciarossa” kann die Strecke von Mailand nach Rom in dreieinhalb Stunden zurückgelegt werden und ab Dezember wird sich die Fahrtdauer sogar auf drei Stunden verkürzen.

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Fr

26

Jun

2009

Graufahrer - Ein SBB-Kondukteur auf Hetzjagd

Ein SBB-Angestellter bläst im Internet zur Jagd auf einen «Graufahrer», der sich erfolgreich ­gegen eine Busse wehrte.

«Wohin wird es ihn ­(hoffentlich nicht im wahrs­ten Sinne des Wortes) als Nächstes verschlagen?» Mit Sätzen wie diesem eröffnete Kondukteur Andreas Hobi in seinem vielbeachteten Blog schweizweit.net eine Hetzjagd gegen den Bahnreisenden Ranil Jayanetti. Dieser hatte den Zorn des SBB-Angestellten auf sich gezogen, weil er sich erfolgreich dagegen gewehrt hatte, dass ihn die Bahn wie einen Schwarzfahrer behandelte, als er irrtümlich in der ersten Klasse sass. Reisende mit falschem Billett dürften aber nicht gleich bestraft werden wie Schwarzfahrer, befand das Bundesamt für Verkehr (siehe Artikel zum Thema «Schwarzfahren: Bundesamt pfeift SBB zurück»). Abschliessend entschieden ist noch nichts, die Bahn zog den Entscheid weiter.

Doch sollte es dabei bleiben, sind die Folgen für den bloggenden Kondukteur jetzt schon klar: Die Bussen für «100-prozentiges Schwarzfahren» müss­ten steigen. Jayanetti könnte so zum Sündenbock werden und «ernsthafte Schwierigkeiten mit anderen Schwarzfahrern bekommen, sobald er seine Wohnung verliesse». Den Artikel ver­linkte Hobi mit einem Bericht über einen Taucher, der sich die eigene Harpune in den Kopf schoss, angerei­chert mit dem Kommentar, auch bei Jayanetti könnte der Schuss nach hinten losgehen. Es folgen Angaben darüber, wie man Jayanetti findet. Das Ganze liest sich wie die Anleitung für einen Schlägertrupp. «Unter dem Vor­wand, sich um sein Wohlergehen zu sorgen, droht der Blogger dem Opfer – und das massiv», so die Einschätzung von Hans Stutz, Journalist und Beobachter der rechtsextremen Szene.

SBB: «Unangebrachter Artikel»
SBB-Sprecher Daniele Pallecchi distanziert sich vom Blog-Eintrag. «Den Artikel erachten die SBB vor dem Hintergrund des hängigen Verfahrens als un­angebracht.» Kondukteur Hobi selbst sieht sich nicht als Brandstifter. «Die Absicht hinter meinen Aussagen war keinesfalls, Herrn Jayanetti zu drohen oder ihm Schrecken einzujagen. Vielmehr wollte ich aufzeigen, dass es nicht nur positive Seiten hat, wenn man mit einer Sache so offensiv in die Medien geht.» Ganz so sicher war sich der Kondukteur dann aber offenbar doch nicht. Kaum hatte sich der Beobachter eingeschaltet, nahm er den Artikel vom Netz – im Schnellzugstempo. 

 

 

Mehr zum Thema:

Schwarzfahren - Bundesamt pfeift SBB zurück

Die SBB bestrafen Reisende mit falschem Billett härter als Schwarzfahrer. Dagegen wehrte sich ein Passagier. Das Bundesamt für Verkehr gibt ihm Recht und pfeift die SBB zurück. 

Ranil Jayanetti war sich keiner Schuld bewusst, als er kurz nach Mitternacht in der S-Bahn von Zürich nach Schaffhausen in eine Kontrolle geriet. Er zeigte sein Billett. Doch die Kontrolleure erklärten ihm, er sitze hier in der ersten Klasse, sein Fahrausweis jedoch sei nur für die zweite gültig. Jayanetti sass in einem Doppelstockwagen mit zweiter Klasse oben und erster Klasse unten. «Erst da merkte ich, dass ich im Erstklass-Bereich sass. Bei offener Tür hatte ich nur ‹2. Klasse› angeschrieben gesehen. Selbst die Sitze hatten dieselbe Farbe. Da ich während der Fahrt gelesen hatte, war mir nichts aufgefallen», sagt er. Doch die Kontrolleure blieben hart und bestraften ihn mit einem Zuschlag von 80 Franken, weil er ohne gültige Fahrkarte unterwegs war.

Das wollte Ranil Jayanetti nicht auf sich sitzen lassen und beklagte sich beim Bundesamt für Verkehr (BAV). Als Aufsichtsbehörde des öffentlichen Verkehrs leitete das Amt ein Verfahren ein und hob den Zuschlag gegen ihn auf. Grund: Mit ihrer Zuschlagspraxis hätten die SBB gegen das Transportgesetz verstossen. Denn der Bahn ist es egal, ob ein Reisender ohne Billett schwarz fährt, in der falschen Klasse sitzt oder nur eine Tarifzone zu wenig gelöst hat – jeder wird konsequent mit 80 Franken gebüsst. Das aber geht nicht, entschied das BAV: Wenn alle Reisenden ohne gültiges Billett über denselben Leisten geschlagen würden, würden Schwarzfahrer gegenüber Reisenden mit falschem Billett sogar noch belohnt, da sie ja keine Kosten für ein Billett hätten. Ob dieser Grundsatzentscheid des Bundesamts die SBB zwingen wird, künftig differenzierter zu bestrafen, ist noch offen. Die Bundesbahn will den Entscheid vor Bundesverwaltungsgericht anfechten.

Noch härter packten die SBB Hansjörg Maag an. Wäre der 65-Jährige schwarz gefahren, hätte er 80 Franken bezahlt, stattdessen stellt ihm die Bahn 237 Franken in Rechnung. Sein Vergehen: Er hatte sein Abonnement vergessen, informierte den Kontrolleur darüber und zeigte ihm eine Kopie seines Abos. «Die Kopie hatte ich im Portemonnaie. Ich zeigte sie, damit der Kontrolleur überprüfen konnte, dass ich die Wahrheit sagte», so Maag. Doch die SBB taxierten seine Kopie als «Fälschung» und büssten ihn deswegen. Mediensprecher Roland Binz rechtfertigt das Vorgehen: «Um Missbräuche zu verhindern, gelten Kopien von Billetten und Abonnementen nicht als gültiger Fahrausweis. Denn wir können nicht kontrollieren, ob gleichzeitig jemand anderer das Original-Abo benutzt.»

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Do

25

Jun

2009

Die Tauernbahn wird 100 Jahre alt

Am 5. Juli 1909 wurde die Tauernbahn von Kaiser Franz Joseph als Teil der "Neuen Alpenbahnen" feierlich eröffnet. Zum Jubiläum gibt es in Mallnitz einen Festakt und einige Sonderfahrten der ÖBB.

Bahnbauprogramm der K. u. K. Monarchie
Die Tauernbahn war Teil der so genannten "Neuen Alpenbahnen", die 1901 per Gesetz verordnet wurden. Neben der Tauernbahn wurden damals auch die Karawankenbahn (Klagenfurt/Villach –Rosenbach – Jesenice), die Pyhrnbahn (Linz – Selzthal), die Wocheinerbahn (Jesenice –Görz), Karstbahn (Görz –Triest) und die Wechselstrecke (Aspang – Hartberg – Fehring) errichtet.

Das Alpenbahnprogramm war zugleich auch das letzte grosse Bahnbauprogramm der K. u. K. Monarchie und wurde von Karl Wurmb geleitet. Wurmb erlebte aber die Fertigstellung der Tauernbahn nicht mehr und verstarb 1907.

Elektrifizierung in den 30-er Jahren
Der Einsatz von Dampflokomotiven auf den langen Rampenstrecken brachte betrieblich große Probleme mit sich und so wurde die Tauernbahn bereits in den 30-er Jahren elektrifiziert. Die Fahrleitungsanlagen werden seitdem von einem Bahnstromkraftwerk in Obervellach im Mölltal mit elektrischer Energie versorgt.

Zweigleisiger Ausbau wurde nötig
Die steigenden Verkehrsströme von Nord nach Süd erforderten bereits Mitte der 1960-er Jahre einen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur über den Tauern-Hauptkamm. Als erstes zweigleisig ausgebautes Teilstück wurde die Pfaffenberg Zwenberg Brücke durch eine neue Stahlbeton-Bogenbrücke ersetzt. Sie ist übrigens auch die größte Eisenbahn Stahlbeton-Bogenbrücke Europas.

Insgesamt wurden acht große Stahlbeton-Bogenbrücken errichtet, die neunte und letzte ist in Angertal im Bau. 2009 erfolgt der Lückenschluss des zweigleisigen Ausbaus der Tauernbahn Südrampe.
   
Alt fährt neben Neu
Am Sonntag, dem 5. Juli, findet zum Jubiläum in Mallnitz ein großer Festakt statt. Insgesamt drei Sonderzüge (St. Veit, Linz, Salzburg) werden dazu eingesetzt. Als Highlight ist eine Parallelfahrt eines modernen ÖBB-Railjet neben einer nostalgischen Garnitur auf der zweigleisig ausgebauten Tauernbahn Südrampe geplant. In Spittal beginnen die Feierlichkeiten um 10.00 Uhr, die Jubiläumsfeier in Mallnitz findet ab 12.30 Uhr statt.

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Mi

24

Jun

2009

Neu ab diesem Sommer: Mit Webcodes noch rascher zu detaillierten Informationen gelangen

In den neuen Basisbroschüren der SBB zu den Themenkreisen Öffentlicher Verkehr, Abonnemente und Billette, Angebote für die Freizeit, Angebote für Familien, Gruppen und Vereine sowie Angebote zur kombinierten Mobilität finden Sie die wichtigsten Informationen rund um den Öffentlichen Verkehr in Kürze beschrieben. 

Webcodes

Um zu weiterführenden Informationen zu gelangen, führen Webcodes direkt zu den gewünschten Inhalten. Tippen Sie dazu auf der SBB-Homepage den Webcode direkt in das Suche-/Webcode-Eingabefeld.

Derzeit existieren unter anderem die folgenden Webcodes

 

Aus der Broschüre "Auf Schienen, Strassen und zu Wasser"

 

10100  Halbtax-Abo mit Visa Karte für Fr. 125.--

 

10105  SBB Mobile Ticket Shop

 

10200  Reisen über die Schweizer Grenzen hinaus

 

10205  Der Online-Fahrplan

 

10210  Der Bahnschalter

 

10215  Der mobile Online-Fahrplan

 

10220  Der SBB Rail Service

 

10225  Die SBB Reisebüros

 

10230  Das SBB Call Center für Reisende mit einem Handicap

 

10235  SBB NaviGo

 

10240  SBB Online-Fahrplan iPhone

 

10245  SMS Fahrplan

 

10300  Gewöhnliche Billette des öffentlichen Verkehrs

 

10305  Mehrfahrtenkarten

 

10310  Rail Away Kombi Angebote

 

10315  Tageskarte zum Halbtax Abonnement

 

10316  9-Uhr Tageskarte zum Halbtax Abonnement

 

10317  Multi Tageskarte

 

10320  Das Generalabonnement

 

10325  Das Halbtax Abonnement

 

10330  Die Juniorenkarte für Kinder und Jugendliche

 

10335  Streckenabonnemente

 

10340  Verbundabonnemente (Innerhalb eines Tarifverbundes)

 

10345  Inter Abonnemente (Zwischen zwei verschiedenen Tarifverbünden)

 

10350  Online im SBB Ticket Shop

 

10355  Am Billettautomaten

 

10360  Persönlich am Schalter

 

10365  Billette und Abos mit dem Mobiltelefon

 

10370  Billette und Abos telefonisch beim Rail Service

 

10400  Die aktuelle Betriebslage im Internet

 

10405  Reisegepäck Schweiz

 

10410  Schnelles Reisegepäck

 

10415  Reisegepäck International

 

10425  Fluggepäck (Check-in am Bahnhof)

 

10430  Fly Rail Baggage (Fluggepäck aus der ganzen Welt an Ihren Bahnhof)

 

10500  Park + Rail

 

10505  Rail Taxi

 

10510  Bike & Rail (Velo-Abstellplätze an den Schweizer Bahnhöfen)

 

10515  Mietauto am Bahnhof

 

10520  Car Sharing (Mobility)

 

10525  Mietvelo am Bahnhof

 

10600  Die Dienstleistungen und Öffnungszeiten der Bahnhöfe in der Schweiz

 

10605  SBB Rail City (in den 8 grössten Bahnhöfen in der Schweiz)

 

10610  Mindestangebot in den 23 weiteren Bahnhöfen in der Schweiz

 

10615  Trotz Handicap den Weg im Bahnhof finden

 

10620  Der Schalter mit viel Service (Schalter für alles)

 

10625  Der Schalter für Eventtickets

 

10630  Ferien im SBB Reisebüro am Bahnhof buchen

 

10635  Geld in über 50 Währungen am SBB Change wechseln

 

10640  Western Union (An ca. 180 Bahnhöfen Geld ins Ausland transferieren)

 

10645  Reisegepäck aufgeben

 

10650  Pakete an rund 70 SBB Gepäckschaltern per Kurier versenden

 

10655  Postpakete an rund 76 SBB Bahnhöfen (Gepäckschaltern) abholen

 

10660  Hotspots in 31 SBB Bahnhöfen

 

10700  Das Rollmaterial der SBB

 

10705  Die Züge ins europäische Ausland

 

10710  Selbstkontrolle im Zug

 

10715  Nachtzuschlag für die Benützung von Spätverbindungen

 

10720  Verpflegung beim Reisen

 

10725  Businesszone in der 1. Klasse

 

10730  Breitband-Internet zwischen Zürich und Bern

 

10735  Ruhezonen bzw. Ruhewagen (Ungestört reisen)

 

10740  Familienwagen

 

10745  Velos selbstständig verladen

 

10800  Verlustmeldung für einen verlorenen Gegenstand

 

 

Aus der Broschüre "Abonnemente, die sich wirklich lohnen":

 

20100  Halbtax Abonnement mit Visa Karte für Fr. 125.--

 

20105  SBB Mobile Ticket Shop

 

20200  Abo-Finder: Für Pendler

 

20201  Abo-Finder: Für die Freizeit

 

20202  Abo-Finder: Für die Familie

 

20203  Abo-Finder: Für die befristete Nutzung

 

20300  Das Generalabonnement

 

20355  Kostenlos in die Railteam Lounge

 

20400  Halbtax Abonnement

 

20405  Geltungsbereich Halbtax Abonnement

 

20500  Gleis 7 (Das Abonnement für Jugendliche bis 25 Jahre)

 

20505  Geltungsbereich Gleis 7

 

20600  Das Streckenabonnement

 

20700  Tarifverbünde (Karte)

 

20705  Die 20 regionalen Tarifverbünde in der Schweiz

 

20800  Das Inter Abonnement (zwischen zwei Tarifverbünden)

 

 

 

 

Aus der Broschüre "Einsteigen und die freie Zeit geniessen":

 

30100  Halbtax Abonnement mit Visa Karte für Fr. 125.--

 

30105  SBB Mobile Ticket Shop

 

30200  Ideen für Tagesausflüge

 

30205  Entdecken Sie die Schweiz (SBB, RailAway, Schweiz Tourismus)

 

30210  Einen Tag unterwegs mit der Tageskarte zum Halbtax Abonnment

 

30215  Tagesausflüge ins nahe Ausland

 

30300  Velotouren durch das Land

 

30400  Zugfahren auf Panoramastrecken (schönste Zugreisen der Schweiz)

 

30500  Tickets für Events gibts am Bahnhof

 

30600  RailAway - Das Kombi-Billett zum Event

 

30605  Mit RailAway-Kombis günstig an die Messe

 

30610  RailAway - Mit Snow'n 'Rail auf die Piste

 

30700  Gruppenreisen und Extrafahrten

 

30710  Schulreisen und Exkursionen

 

30800  Bahnreisen Ausland: Zum Vergnügen mit dem Zug ins Ausland

 

30805  Bahnreisen Ausland: Ein kurzer Städteplausch (City-Hit von RailAway)

 

30810  Bahnreisen Ausland: Fremdwährungen und Travel Cash Card

 

30815  Bahnreisen Ausland: Billette und Reservierungen

 

30820  Bahnreisen Ausland: Mehr Zug mit "Railteam"

 

30825  Bahnreisen Ausland: Bequem in der Nacht reisen

 

30830  Bahnreisen Ausland: Mit dem InterRail (auch für Erwachsene !)

 

30900  Das SBB Reisebüro für schöne Ferien

 

31000  Die Ferien im Online-Reisebüro sofort buchen

 

 

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Di

23

Jun

2009

Bewaffnete Kantonspolizisten sollen künftig in den Zügen für Ordnung sorgen

Noch immer fehlt eine gesetzliche Grundlage für die Bahnpolizei. Nun liegt ein neuer Vorschlag auf dem Tisch: Die Kantonspolizei soll die Aufgaben der Bahnpolizisten übernehmen.

Bewaffnete Kantonspolizisten auf Patrouille im IC von Zürich nach Bern? Das könnte bald Realität werden, wenn es nach dem Zürcher Polizeidirektor Markus Notter geht. Notter. Präsident der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren, schlägt vor, die bahnpolizeilichen Aufgaben auf die Kantonspolizisten zu übertragen. «Es macht keinen Sinn, für jede Spezialaufgabe eine Spezialpolizei zu erfinden», sagt er gegenüber Radio DRS. Es gebe bereits eine Polizei in der Schweiz, diese solle die Aufgabe von Securitrans übernehmen, der Bahnpolizisten von SBB und Securitas.

Vorlage gescheitert
Derzeit fehlt eine gesetzliche Grundlage für die Bahnpolizisten, nachdem das Parlament Nein gesagt hat zu einer privaten Bahnpolizei. Eine unheilige Allianz von SP und SVP hatte eine entsprechende Gesetzesvorlage zum Absturz gebracht. Die Konferenz will nun bis im Sommer zwei Modelle ausarbeiten: Das eine sieht vor, die Aufgaben zwischen privaten und öffentlichen Polizeidiensten aufzuteilen. Im zweiten Modell würde die Kantonspolizei alle bahnpolizeilichen Aufgaben übernehmen. Notter bevorzugt klar die zweite Variante. Denn damit würde sich auch die Streitfrage um die Bewaffnung erledigen. Gespräche mit den SBB und anderen Transportunternehmen sollen Klarheit bringen, so auch über die Kosten. 

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Mo

22

Jun

2009

Ab Herbst kein Personenverkehr mehr mit der Gesäuse-Bahn

Die ÖBB stellen den Personenverkehr auf der Gesäuse-Bahn ab 1. September 2009 ein. Die Passagiere werden dann mit Bussen transportiert, das Angebot soll jedoch ausgeweitet werden.

Von der Bahn auf den Bus heisst es ab Herbst für die Fahrgäste auf der Gesäuse-Strecke der Bundesbahnen. Ab 1. September 2009 wird der Personentransport im Zug eingestellt. Der Grund ist die zu geringe Auslastung. Waren und Güter werden weiterhin auf der Bahnstrecke expediert.

Gespräche

Die Pläne, erklärt ÖBB-Konzernsprecher Alfred Ruhaltinger, wurden den Bürgermeistern der an der Bahnstrecke gelegenen Gemeinden bekannt gegeben. Am 29. Juni 2009 soll es detaillierte Gespräche geben. In den Gemeinden herrscht Aufregung, die regionalen Landtagsabgeordneten stemmen sich gegen das Vorhaben der Bahn. Der gemeinsame Tenor: Busse könnten die Bahn nicht ersetzen. Bei den ÖBB scheint der Zug abgefahren, Ruhaltinger sagt: "Die Umstellung ist heuer am 1. September 2009 geplant."

Wenige Einsteiger

Die ÖBB nennen aus ihrer Sicht schlagende Argumente. Die Gesäuse-Strecke sei vor allem für den Güterverkehr bedeutend, berichtet Verena Harrasser, ÖBB-Sprecherin in der Steiermark. Nur zwischen "zwei und 17 Einsteiger" würden die Strecke pro Tag im Personenverkehr nutzen. Die Aufrüstung der Strecke für schnellere Personenzüge würde zudem um die 15 bis 20 Millionen Euro kosten, sagt Ruhaltinger.

Klimaanlage als Anreiz für Busse

Für die Busse führen die ÖBB als positiv an, dass es eine bessere Anknüpfung an Liezen gebe, die Anschlüsse würden von 22 auf 44 verdoppelt. Eine zusätzliche Verbindung führe über den Buchauer Sattel. Eingesetzt würden moderne Fahrzeuge mit Klimaanlage, Behindertenlift und Fahrradträgern.

Verlust

Die Gesäuse-Strecke verursacht den ÖBB einen jährlichen Verlust von 2,2 Millionen Euro: "Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Erhaltung der Zugstrecke in derzeitiger Form für den Personenverkehr nicht vernünftig." Die Busse fahren die Ortszentren an, die ÖBB gehen davon aus, dass deswegen mehr Kunden auf den öffentlichen Verkehr umsteigen. Daher sei die Buslösung pro Fahrgast auch umweltfreundlicher als ein schlecht ausgelasteter Zug.

 

 

 

 

 

 

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So

21

Jun

2009

Grünes Licht für Benedikt Weibels Privatbahn

Mit der Westbahn greift der ehemalige SBB-Chef Benedikt Weibel die österreichische Staatsbahn ÖBB an. Gegenüber «10vor10» bestätigt Weibel erstmals: «Die Finanzierung der Westbahn steht, wir haben die Betriebskonzession erhalten». Erste Züge wurden bei Stadler Rail definitiv gekauft.

Bisher war die Finanzierung der österreichischen Privatzüge offen - jetzt zeigen Recherchen von «10vor10»: Der ehemalige SBB-Chef Benedikt Weibel hat die Finanzierung für die Westbahn AG sichergestellt.

«Die Finanzierung steht, wir legen los»
Weibel ist bei der privat finanzierten Westbahn AG Aufsichtsrats-Vorsitzender und kümmert sich selbst auch um Fragen des Designs und der Gestaltung der Züge. Weibel sagt gegenüber «10vor10»: «In Zeiten der Finanzkrise war ich erstaunt, dass wir vier Finanzierungsvarianten haben und jetzt eine realisieren können. Die Finanzierung der Westbahn steht, alles ist auf Gleis, um übernächstes Jahr loszulegen.»

Bestellung für 150 Millionen Franken bei Stadler Rail
Die private Westbahn kann somit ab Ende 2011 Züge im Stundentakt zwischen Wien und Salzburg fahren lassen. Damit konkurrenziert Weibel die österreichischen Bundesbahnen (ÖBB): Die Strecke Wien - Salzburg ist deren Paradestrecke, wie Bern - Zürich in der Schweiz. Mitte Juni hat Westbahn-CEO Stephan Wehinger beim Zugbauer Stadler Rail in Altenrhein (SG) den entscheidenden Vorvertrag unterschrieben, wie «10vor10»-Recherchen zeigen. Die Österreicher bestellen sieben moderne Doppelstockzüge für insgesamt 150 Millionen Franken. 

Weibels Kondukteure kontrollieren nicht nur die Billette
Zum Service in den neuen Zügen sagt CEO Wehinger: «Unsere Zugbegleiter machen den Ticketverkauf in den Zügen, servieren Kaffee und reinigen die Züge. Das ist neu in Europa und günstiger als normale Kondukteure.» Die österreichische Eisenbahngewerkschaft vida begrüsst die Westbahn als Konkurrentin zu den ÖBB – auch weil Weibels Privatbahn gegenüber der Gewerkschaft vida zugesichert hat, sich an in Österreich üblichen Löhne zu halten.

 

   Video 10vor10

 

   Link "Westbahn"

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Sa

20

Jun

2009

Rail Cargo Austria muss 150 Millionen Euro einsparen

Die Rail Cargo Austria (RCA), die Güterverkehrstochter der ÖBB, reagiert auf den Einbruch der Nachfrage. Im ersten Quartal ist das Frachtvolumen um rund ein Fünftel zurückgegangen und es wird nicht mehr ausgeschlossen, dass das der Rückgang im Gesamtjahr stärker ausfällt, als die bisher prognostizierten -15 Prozent. Der Aufsichtsrat habe daher vor zwei Wochen ein 150 Mio. Euro schweres Sparpaket abgesegnet, sagte Rail-Cargo-Vorstandschef Friedrich Macher zur APA. Dass die Gütertochter zu spät mit dem Sparen begonnen habe, wie das interne Kritiker behaupten, bezeichnet er als "absoluten Bullshit". Bereits seit Oktober werde gegengesteuert.

Nur so sei es gelungen, das operative Ergebnis 2008 - ohne Einmaleffekte - trotz der Rückgänge im Frachtgeschäft im letzten Quartal auf Vorjahresniveau zu halten, sagte Macher. 2007 hatte die Rail Cargo ein Betriebsergebnis (EBIT) von 24,67 Mio. Euro erwirtschaftet. Unter Einrechnung der bilanztechnisch notwendigen Sonderabschreibungen sackte das EBIT 2008 allerdings auf minus 40 Mio. Euro ab, das Vorsteuerergebnis drehte sogar von 13,4 Mio. Euro (2007) auf minus 301,78 Mio. Euro.

Im ersten Quartal 2009 habe sich das Ergebnis zum Vergleichszeitraum verschlechtert, räumt der Rail-Cargo-Chef ein. Grund dafür sei nicht zuletzt, dass die Kostensenkungen erst zu wirken begannen. Details zu den Quartalszahlen gebe man aber nicht bekannt.

Dem Vernehmen nach soll im ÖBB-Konzern von Jänner bis März ein operativer Verlust von rund 80 Mio. Euro angefallen sein, der größere Teil davon im Güterverkehr, der kleinere im Personenverkehr. Im Gesamtjahr 2009 wird bei der RCA mit einem Minus beim Frachtaufkommen von 15 Prozent und einem Umsatzrückgang um 130 bis 150 Mio. Euro gerechnet. 2008 setzte die Rail Cargo knapp 2,5 Mrd. Euro, die MAV Cargo 88 Mrd. Forint (304 Mio. Euro) um.

Sparpaket
Er bedauere, dass die "strategischen Erfolge" im Güterverkehr in der Aufregung um die ÖBB-Bilanzverluste untergegangen seien, sagte Macher. Die Rail Cargo sei durch die Übernahme der MAV Cargo Marktführer in Osteuropa und auf dem Weg zur mengenmäßigen Nummer 2 im europäischen Güterverkehrsmarkt, hinter der französischen Bahn. Die derzeitige Nummer 2, die polnische PKP, sei von der Krise jedenfalls stärker betroffen als die ÖBB.

Das Sparpaket sieht unter anderem eine weitere Abschlankung der in Folge der vielen Zukäufe in den vergangenen 10 Jahren komplizierten Strukturen im Güterverkehrssegment vor. Im Vorjahr seien bereits 30 der rund 100 GmbH fusioniert, aufgelöst oder verkauft worden, heuer sollen es wieder weniger werden, sagte Macher ohne genaue Zahlen zu nennen.

Weiter Einsparungen soll die stärkere Integration und Koordination mit der im Vorjahr übernommenen MAV-Cargo bringen. Allein heuer seien bereits 15 Mio. Euro an Synergieeffekten erzielt worden, bis 2012 sollen es 47 Mio. Euro jährlich sein. Unter anderem ersparten sich die ÖBB durch den Zukauf das Anmieten von Güterwaggons und könnten die Züge besser auslasten. Zudem haben sich die Grenzaufenthalte um Stunden verkürzt.

Am stärksten, konkret um 70 bis 80 Mio. Euro, sollen laut Macher aber die variablen Kosten wie die Ausgaben für Verschub, Traktion oder Energie sinken, einerseits wegen des geringeren Geschäftsvolumen, andererseits etwa durch bessere Zugplanung. Diese Einsparungen im Güterverkehr senken allerdings die Einnahmen in anderen Konzerngesellschaften, daher sei das Sparpaket der RCA nur teilweise auf die geplanten Einsparungen im Konzern von 200 Mio. Euro anzurechnen.

Stellenabbau
Der Personalstand soll durch den großräumigen Verzicht auf Nachbesetzungen auch heuer "um einige Hundert" verringert werden, sagte Macher. Der Geschäftsrückgang im Zuge der Wirtschaftskrise führe natürlich zu Überkapazitäten, denen man mit Überstunden- und Urlaubsabbau begegne. Auch eine weitere Verschiebung von Mitarbeitern in den Infrastrukturbereich, wo sie dringend gebraucht werden, sei denkbar. 2008 beschäftigte die Güterverkehrssparte der ÖBB im Schnitt 9.989 Mitarbeiter, um 130 weniger als im Jahr davor, die MAV Cargo hatte stabil 3.845 Beschäftigte.

Mit diesem Kostenreduktionskonzept, das großteils erst im zweiten Halbjahr wirkt, werde die Rail Cargo Austria jedenfalls gestärkt aus der Krise hervorgehen, ist der seit Jänner 2008 amtierende Macher überzeugt. Sollte die Marktnachfrage wieder anspringen und der Gütertransport sich stärker auf die Schiene verlagern, weil bestimmte Vorteile für den Lkw-Verkehr fallen, sei sogar ein Börsegang der Rail Cargo Austria denkbar: So in zwei bis drei Jahren und natürlich vorausgesetzt, dass der Eigentümer grünes Licht für die Privatisierung gibt. Infrastrukturministerin Doris Bures hat eine Privatisierung der RCA am heutigen Mittwoch aber ausgeschlossen, zumindest für diese Legislaturperiode. Jetzt gehe es um die Stärkung des Unternehmens, durchaus auch mit strategischen Partnerschaften, nicht um einen Verkauf, sagte sie.

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Fr

19

Jun

2009

Der französiche Zugbauer Alstom will expandieren

Die Franzosen setzen nun verstärkt auf Österreich

Der französische Infrastruktur-Konzern Alstom will auf dem österreichischen Markt stärker Fuss fassen. Zwar gibt es das eine oder andere Vorzeigeprojekt wie etwa bei der Montafonerbahn, in wirklich grossem Umfang konnte man bisher freilich keine Aufträge für Züge, Straßenbahnen oder Eisenbahntechnik an Land ziehen. "Wir möchten uns in dieser Hinsicht gern verbessern", sagt Phillipe Mellier, Chef der Alstom-Transportsparte. Traditionell seien die globalen Mitbewerber Siemens und Bombardier hierzulande extrem stark vertreten. "Österreich ist sehr schwer zu bearbeiten." In Deutschland hingegen ist man gut unterwegs, rund die Hälfte der Regionalzüge stammt mittlerweile dem Unternehmen zufolge von Alstom.

Grosse Hoffnungen setzten die Franzosen auf eine Ausschreibung der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) für Eisenbahnsignaltechnik. Es geht dabei um das – europaweit einheitliche – European Train Control System (ETCS), wobei ETCS-Geräte sowohl auf den Strecken als auch in den Zügen angebracht werden. Dem Vernehmen nach soll Alstom bei den Strecken leer ausgegangen sein, die ETCS-Ausschreibung für die Züge läuft jedoch noch und könnte Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das Volumen des noch zu vergebenden ÖBB-ETCS-Auftrags beläuft sich auf 50 bis 100 Millionen Euro.

Wachsende Branche
Die Franzosen erwarten global einen stabilen bis leicht wachsenden Infrastrukturmarkt. Insbesondere die Staatspläne, aufgrund der Krise Schienenprojekte vorzuziehen, wirkten sich positiv aus, so Mellier.

Alstom war 2004 vom damaligen Wirtschaftsminister Nicolas Sarkozy gegen Widerstand aus Berlin und Brüssel mit einer Milliardenhilfe gerettet worden. Mit seinen Hochgeschwindigkeitszügen (AGV/TGV) und klassischen Zügen sowie Kraftwerksanlagen ist Alstom derzeit weltweit gut im Geschäft. Zuletzt punkteten die Franzosen mit Aufträgen für den Neigezug Pendolino in Grossbritannien und dem AGV in Italien, U-Bahnen in Nordamerika und Regionalzügen in Australien. Dazu kam die Ausrüstung von Gaskraftwerken in Europa, Asien und Afrika sowie Kernkraftwerken in China. Mit dem russischen Bahntechnikkonzern Transmashholding (TMH) wurde eine Partnerschaft geschlossen. Alstom erwarb die Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie an TMH.

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Do

18

Jun

2009

Kabeldiebe legten die Schnellbahn in Wien lahm

Fehlende Erdungskabel trugen dazu bei, dass ein Blitzschlag das ÖBB-Stellwerk in Süssenbrunn völlig verschmoren liess

Die dicken Erdungskabel aus Kupfer erzielen auf den Schwarzmärkten in Osteuropa hohe Preise!

Foto: Franz Eder

 

 

Es war nur eine Frage der Zeit, bis so etwas passiert. Im Stellwerk der ÖBB in Süssenbrunn schlug der Blitz ein und schleuderte die Bundesbahn auf den Strecken in Richtung Wien-Leopoldau, Gänserndorf und Mistelbach zurück in die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Der Blitz liess die Steuerungsanlagen der ÖBB und zahllose Kabel verschmoren. Die katastrophale Folge: Jedes Signal, jede Weiche muss derzeit per Hand bedient werden, die Lokführer müssen auf Sicht fahren. Seit Tagen stöhnen Bahnpendler über Verspätungen, der Informationsfluss der ÖBB war suboptimal. Die Schadensbehebung wird Monate dauern.

Buntmetall
Bahn-Insider wundert die Katastrophe nicht. Sie rechneten seit geraumer Zeit damit. Es war nur eine Frage des Wo und Wann. Denn seit Jahren sind die ÖBB das "Materiallager" für Buntmetalldiebe aus Osteuropa. Mit Bolzenschneidern kappen sie nahezu zu jeder Tages- und Nachtzeit die dicken - und damit schweren - Kupferkabel, mit denen Gleisanlagen, Oberleitungen, Treibstoff- und Gas-Waggons geerdet sind, und verkaufen sie zu sehr guten Preisen auf dem Schwarzmarkt. In Süßenbrunn wurde das Erdungskabel eines Strommasten gestohlen - so konnte der Blitz weitaus stärker einfahren. 

Einige Zeit lang versuchten die ÖBB, fehlende Erdungskabel umgehend zu ersetzen, inzwischen hat man diesen aussichtslosen Kampf gegen die Kabeldiebe jedoch weitgehend aufgegeben. "Durch die fehlenden Erdungskabel können die Folgen von Blitzeinschlägen nicht mehr abgeschätzt werden", so ein Bundesbahner.

ÖBB-Pressesprecher Herbert Ofner ist derzeit nicht in der Lage, die mit dem Neubau des Stellwerkes Süssenbrunn verbundenen exorbitant hohen Kosten abzuschätzen: "Liegen die Anbote vor, dann müssen die erst den Aufsichtsrat passieren."

Die ÖBB versuchen, die Auswirkungen des ausgefallenen Stellwerks - nur ein Gleis statt der üblichen drei stehen zur Verfügung - geringzuhalten. Zwischen Leopoldau und Gerasdorf ist mit bis zu zehn Minuten Verspätung zu rechnen, zwischen Süssenbrunn und Stadlau wurde der Bahnverkehr eingestellt, die S-Bahnzüge von Wien nach Wolkersdorf fallen aus. Alle Züge der Nordbahn werden über Meidling- Wien-Mitte-Floridsdorf umgeleitet, was 30 Minuten Verspätung zur Folge hat.

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Mi

17

Jun

2009

Höhere Billettpreise beim ZVV stossen auf Widerstand

Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) will die Billettpreise anheben. Damit gerät er in die Kritik: SBB und ZVV-Partner wollen die Kaufkraft der Kunden in der Krise nicht schmälern.

Kritik aus allen Richtungen:

Der ZVV will die Billetpreise per Ende 2010 erhöhen                    Foto: SBB 

ZVV-Direktor Franz Kagerbauer wiederholte Dienstag vor Behördenvertretern in Winterthur, was er tags zuvor schon in Wallisellen gesagt hatte: Als Reaktion auf die Wirtschaftskrise erwägt er, die Ticketpreise per Ende 2010 zu erhöhen. Im letzten Jahr sind die Einnahmen beim ZVV zwar um mehr als 25 Millionen Franken gestiegen. Doch nun ist laut Kagerbauer «ahnbar», dass die Einkünfte aus dem Billettverkauf weniger stark steigen werden als erwartet. Seine korrigierte Prognose der Nettoerträge zeigt eine Differenz von 25 bis 50 Millionen Franken bis ins Jahr 2014.

Matthias Gfeller (Grüne), als Stadtrat in Winterthur für die Busse verantwortlich, stellte Kagerbauers Prognose dabei entschieden infrage: «Wenn die Leute weniger Geld haben, steigen sie möglicherweise vom Auto auf Bahn und Bus um. Die Krise beschleunigt unter Umständen das Wachstum im ZVV noch.» Er bezweifle, so Gfeller, dass die Prognose solid sei. Die Kritik ist brisant, weil Gfeller dem Verkehrsrat angehört – dem Verwaltungsrat des ZVV.

Kunden üben Kritik
Kritik kommt aber auch von Kundenseite. Der Verein Pro Bahn Schweiz taxiert die Pläne des ZVV als «kundenfeindlich». «Es geht nicht an, dass die Bahnfahrer in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit zur Kasse gebeten werden», sagt Präsident Edwin Dutler. Der ZVV, so kritisiert er, zeige vorauseilenden Gehorsam gegenüber dem Kantons- und Regierungsrat, dem er Rechenschaft über seine Einnahmen und Ausgaben ablegen müsse.

Irritation herrscht auch im Kanton Aargau. «Eine Billettverteuerung ist jetzt nicht angebracht», sagt Martin Osuna, der Geschäftsführer des Tarifverbundes A-Welle. Die Preispolitik des ZVV möchte er nicht weiter kommentieren. Osuna sieht erhöhten Tarifen im Kanton Zürich gelassen entgegen – er befürchtet nicht, dass die A-Welle finanziell unter Druck gerät, weil der ZVV einen Teil der Kosten von verbundübergreifenden Leistungen auf die Aargauer überwälzen könnte. Jeder Tarifverbund sei eigenständig, sagt Osuna. Eine Änderung in der Tarifgestaltung sei letztlich eine politische Frage.

Kanton soll ZVV mehr Geld geben
Im Kanton Zürich provoziert der Vorschlag des ZVV gemischte Reaktionen. Peter Anderegg, Vizepräsident der Zürcher Sektion des Verbands öffentlicher Verkehr (VöV), hält eine Preiserhöhung mit Blick auf das düstere konjunkturelle Umfeld für «denkbar schlecht». «Die Kunden zur Kasse zu bitten, ist falsch», sagt Anderegg, der für die SP im Kantonsrat politisiert. Falls künftig weniger Geld in die ZVV–Kasse fliessen sollte, müssen nach Ansicht von Anderegg der Kanton und die Gemeinden den Fehlbetrag übernehmen und den Rahmenkredit für den ZVV – er beträgt für 2008/2009 über 700 Millionen Franken – aufstocken. Einigkeit herrscht im VöV Zürich aber nicht. Präsident Gerhard Fischer, Kantonsrat der EVP, kann mit einer massvollen Erhöhung leben. Die Reisenden, ist er überzeugt, akzeptierten die ZVV-Strategie der kleinen Schritte.

Auch die SBB fahren auf einer anderen Schiene als der ZVV. Bis mindestens Ende 2010 sehen sie von einer Anhebung der Billettpreise ab. «Wir möchten damit einen Beitrag leisten und die Kaufkraft der Bevölkerung erhalten», sagt Sprecher Roland Binz. Die SBB rechnen nicht mit sinkenden Einnahmen im Ticketbereich. Im Gegenteil. Noch nie sind in der Schweiz so viele Reisende mit dem Zug gefahren wie 2008. Die SBB haben die Zahl der beförderten Passagiere abermals steigern können, und zwar auf 322,6 Millionen – ein Plus von 5,2 Prozent gegenüber 2007.

Dieser Trend hat sich heuer fortgesetzt, dies trotz Wirtschaftskrise. «Die Nachfrage hat weiter zugenommen», sagt SBB-Sprecher Roland Binz. Der Befund trifft für die Schweizer Zugreisenden zu. Einen leichten Rückgang verzeichnen die SBB hingegen bei den Bahnfahrern aus dem Ausland, die es laut Binz offenbar wegen der Wirtschaftskrise weniger in die Schweiz zieht als 2008. Unter dem Strich, sagt Binz, sei das Passagieraufkommen im ersten Jahresdrittel aber gestiegen.

Billigangebote ausbauen
Dass die Wirtschaftskrise den Schweizern das Bahnfahren nicht vergällt, begründen die SBB mit der hohen Zahl von Pauschalfahrausweisen: 380'000 Generalabos und über 2,2 Millionen Halbtax-Abos sind derzeit im Umlauf. Die Bahnfahrer, so Binz, seien treue Kunden – und preissensitiv. Dies zeigt sich laut Binz an der «gut verkauften» 9-Uhr-Tageskarte, mit der es sich ab 45 Franken durch die Schweiz fahren lässt. Für diese «preisbewussten Kunden» wollen die SBB das seit 2002 bestehende Click-and-Rail-Angebot ausbauen.

Anders als der ZVV sehen die SBB in der Krise auch eine Chance: Sie versprechen sich von dieser Erweiterung neue Bahnkunden und eine Entlastung der Züge in den Hauptverkehrszeiten. Haben die Reisenden weniger Geld im Portemonnaie, werden sie laut Binz möglicherweise noch preissensitiver, was sich in einer starken Nachfrage nach diesem Angebot niederschlagen könnte. 

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Di

16

Jun

2009

Historischer Eisenbahnwagen aus dem Jahr 1933 zerstört

Der historische Wagen B 11 wurde 1933 von der SIG in Neuhausen gebaut und war jahrelang im Appenzeller Land auf den Schmalspur- strecken im Einsatz. Mittlerweile ist er schon längere Zeit ausser Dienst gestellt und war für das Nostalgie Programm des Dampfloki-Vereines Appenzeller Bahnen vorgesehen. Trotz Intervention des Vereins wurde der historische Eisenbahnwagen für eine Notfallübung der Feuerwehr verwendet, bei der er dann am 9. Juni 2009 in Gais zerstört wurde. Unklar ist warum gerade ein historisches Schienenfahrzeug dafür ausgewählt wurde. Zudem wurde der Wagen in den 80er Jahren auch noch generalüberholt.        Foto: Ute Schaad 

Für den Dampfloki-Verein ist dies ein herber Rückschlag. Dort herrscht völliges Unverständnis, dass ein 76 Jahre alter Eisenbahnwagen, der sich in einem technisch guten Zustand befindet für diese Übung verwendet wurde und die Appenzeller Bahnen als Eigentümer des Wagens ihr Einverständnis zu dessen Zerstörung ohne Rücksprache mit den Verantwortlichen des Vereins gegeben haben.

Der Verein ist Eigentümer der Schmalspurdampflok G 3/4 aus dem Jahre 1902 und möchte diese zusammen mit 2 historischen Personenwagen auf eigene Kosten instandsetzen. Damit plant der Verein den Betrieb eines historischen Dampfzuges von Herisau nach Wasserauen. Dazu wäre dieser Wagen dringend benötigt worden, da von der benötigten Platzzahl her lediglich ein weiterer passender Personenwagen existiert. Die ehrenamtlichen Eisenbahnfreunde stehen nun vor einem Scherbenhaufen ihrer Arbeit. Aufgeben wollen sie jedoch nicht so die Aussage des Präsidenten Andreas Schaad „jetzt erst recht – lautet das Motto“. Möglicherweise müssen sie sich aber einen neuen Partner suchen nachdem sie von den Appenzeller Bahnen in Stich gelassen wurden.

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Mo

15

Jun

2009

Das 125-jährige Bahnjubiläum am Arlberg lockte tausende Menschen an

Riesengrosser Publikumsansturm auf modernen railjet und Nostalgiezug in Landeck und Bludenz 4.000 Kunden bei Gratisfahrten – 250 Lokführerscheine für Kinder – 100 Hebefahrten mit Turmwagen.

Die ÖBB luden gemeinsam mit ihren Partnern zum Fest anlässlich des 125 jährigen Bestehens der Arlbergbahn und tausende Menschen folgten dem Aufruf und kamen zu den Festen in Landeck und Bludenz. Publikumsmagnet war der moderne railjet-Zug der bei seinen vier Fahrten über die legendäre Arlbergbahn „voll ausgebucht“ war.

Publikumsmagnet nummer eins: Die nigel-nagel neue railjet-Garnitur

Foto: Marcel Manhart

Ebenso der Nostalgiezug der mit 10 Wagen geführt wurde und an der Spitze die legendäre Lokomotive Reihe 1020 (bekannt als Arlberglok) hatte. „In Summe zählten wir an die 4.000 Kunden die mit den Gratiszügen eine Bahnfahrt über den Arlberg genossen“, so Wolfgang Bachler und Adalbert Burtscher die beiden Koordinatoren in Landeck und Bludenz.

Grossen Andrang gab es zudem auf den Lokomotivführerschein, denn die kleinen Eisenbahnfreunde bei einer Fahrt mit der 10.000 PS starken Taurus machen konnten. „Über 200 Führerschein haben wir heute ausgestellt, den Kindern hat es gefallen und mir auch.“, so Harald Waldner der rund 100mal mit der Lok eine Publikumsfahrt am Bahnhof in Landeck machte.

Einfahrt in den Bahnhof Feldkirch, aus der Sicht des Lokführers.

Foto: Marcel Manhart 

Den modernen Bahnhof von oben erleben konnten die Interessierten im Hebekran des modernen ÖBB-Motorturmwagens. Das Fahrzeug wird normalerweise für Reparaturen von Fahrleitungen verwendet – das 500 PS starke Gerät kann bis zu 16 Meter in die Höhe fahren. „Das Interesse war enorm und wir sind sicher mehr als 100mal auf- und niedergefahren – wichtig ist Bahn zu erleben und das ist gelungen.“, so Norbert Lettenbichler Norbert von der ÖBB-Infrastruktur.

Nicht fehlen durfte am Bahnhof natürlich ein Dampfzug – diesmal aber nicht als grosse Lok sondern in Form der Minidampf Tirol die mit ihrer Gartenbahn für Spass bei Gross und Klein sorgte.

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So

14

Jun

2009

Die SBB lehnen ihre eigene Kreditkarte ab

Mit viel Trara werben die SBB für ihr Halbtaxabonnement mit Kreditkarte. Doch die Bahn akzeptiert ihre Visa-Karte nicht einmal in den eigenen Zügen.

Wer in der Bahn

die falsche Karte hat, muss bar bezahlen: Die Prepaid-Visa-Karte der SBB kommt nicht zum Zug.

Foto: SBB 

 

 

Die Freude von Rolf Buholzer währte nur kurz: Er hatte seinen Anschlusszug gerade noch erwischt, als er aus Deutschland nach Hause fuhr. Mit seinem brandneuen Halbtaxabo inklusive Visa-Karte wollte Buholzer im Zug ein Billett für die Schweizer Strecke nachlösen. Doch die Kondukteurin erklärte dem verdutzten Passagier, dass sie diese SBB-Karte nicht akzeptieren könne. Da Buholzer nicht mehr genug Bargeld bei sich hatte, schickte ihm die Bahn schliesslich eine Rechnung mit einem Zuschlag von 30 Franken. «Diesen hohen Zuschlag empfand ich als Busse», sagt er.

Seit letztem Herbst gehen die SBB bei ihren über zwei Millionen Halbtaxabonnenten mit der Kreditkarte auf Kundenfang; das Abo mit Visa bietet sie gar 25 Franken günstiger an als jenes ohne. Zusätzlichen Auftrieb bekam die Karte, als sie diesen Frühling in einem breit angelegten Vergleich des Internetdienstes Comparis in Zusammenarbeit mit der TV-Sendung «Kassensturz» sehr gut abschnitt.

Kein Kredit für die Prepaidkarte
Wer sich für das Halbtax mit Visa-Karte entscheidet, kann zwischen zwei Varianten wählen: einer Kredit- und einer Prepaidkarte. Die Prepaid-Variante wird mit Guthaben aufgeladen und ist deshalb streng genommen gar keine Kreditkarte. Trotzdem wird sie von den SBB als «vollwertige Visa-Karte» angepriesen.

Anders als bei der konventionellen Kreditkarte muss der Verkäufer mit einem Lesegerät online überprüfen, ob die Prepaidkarte genügend Guthaben aufweist. Aber ausgerechnet die eigenen Kondukteure haben die SBB nicht mit Lesegeräten ausgerüstet. Konventionelle Kreditkarten dürfen sie deshalb blind annehmen, aber nur bei kleineren Beträgen.

Nach unbestätigten Informationen des Beobachters müssen sie die Karte ab einem Betrag von 80 Franken überprüfen – und zwar telefonisch, wie in den Anfangszeiten der Kreditkarten. Bei den Prepaidkarten funktioniert dies nicht, weshalb das Zugpersonal sie generell nicht annimmt.

Dennoch leitet SBB-Sprecher Reto Kormann daraus gar einen Vorteil ab: «Falls einem Kunden einmal eine Karte abhandenkommen sollte, kann ein ‹Finder› im Zug keine Dienstleistungen auf Kosten des Kartenbesitzers bezahlen.» So gesehen müssten Kartenbesitzer dankbar sein für jede Verkaufsstelle, die ihre Karte nicht akzeptiert.

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Sa

13

Jun

2009

Zukunft am Zug - UITP-Weltkongress in Wien

Wien war Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs:

2000 Experten tagten am UITP-Weltkongress

Die Öffis. Damit hatten die Dolmetscher bei der Eröffnungsfeier des 58. UITP-Weltkongress für den öffentlichen Personenverkehr Anfangs Probleme. Wie den Spitznamen für die öffentlichen Verkehrsmittel für die rund 2000 Teilnehmer aus 40 Ländern übersetzen?

Inzwischen kennen die Teilnehmer - ob aus Argentinien oder Usbekistan - Öffis und BIM (= Straßenbahn). Und viele Details. Denn: Seit drei Tagen dreht sich am Wiener Messegelände alles um Transport. Das Motto: "Öffentlicher Verkehr: Die richtige Verkehrsmittelwahl."

Wissensaustausch
In 27 Workshops wird derzeit die Zukunft des Transports geschmiedet. Sicherheit, Schnelligkeit, Leistbarkeit, Umweltfreundlichkeit und Komfort stehen im Vordergrund. Mehr als 100 Experten halten Vorträge über Brandschutz, barrierefreies Reisen, Hybrid-Technologien. Die Theorie.

Wer die Praxis sehen will, wird im Ausstellungsbereich fündig. Mehr als 300 Firmen stellen auf rund 26.000 Quadratmetern vor. Die Kongressgastgeber Wiener Linien, VOR und die ÖBB präsentieren sich auf einem Gemeinschaftsstand. Es gibt Einblicke in eine Wiener-Linien-Leitstelle, bei der ÖBB einen Railjet-Simulator. Ein paar Stände weiter präsentiert Siemens seinen Flughafenzubringer Airval. Eine Weltpremiere.

"Wir profitieren bei der Messe vor allem vom Dialog mit unseren Kunden und Partnern", sagt Hans-Jörg Grundmann, CEO Mobility Division der Siemens AG. "Man trifft sich, diskutiert, fragt, antwortet - und kommt schließlich auch ins Geschäft."

Für den sozialen Austausch der internationalen Transportvertreter gestalteten die Gastgeber das passende Rahmenprogramm: Zum Auftakt gab es eine BIM-Fahrt um den Wiener Ring, ein großes Gala-Dinner, eine Kulturfahrt nach Schönbrunn und Belvedere. Wien präsentiert sich. Alle zwei Jahre findet die Messe an einem anderen Austragungsort statt.

Wirtschaftsfaktor
"Wiens öffentliche Verkehrsmittel funktionieren ausgezeichnet", lobt Roberto Cavalieri, Präsident des Brüssler Transportfachverbands UITP. Er bekommt bestätigendes Nicken von den Teilnehmern. Der Großteil ist zur Messe mit der Linie U2 angereist, die demnächst ausgeweitet wird. "Durch den Ausbau des Verkehrsnetzes können wir nicht nur die Mobilität erhöhen, sondern auch Beschäftigungen sichern", sagt Verkehrsministerin Doris Bures. In Wien werden etwa durch den Ausbau der U-Bahn bis 2013 26.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Experten denken auch an die langfristige Zukunft. "Urbanisierung, demografischer Wandel, Globalisierung und Klimawandel setzen für die Zukunft Konzepte voraus, um die Mobilität zu erhöhen, die - Emissionen aber zu senken", weiß Grundmann.

Das Auto dürfte in diesen Konzepten eine kleine Rolle einnehmen: Der - Ausstoß ist 12-mal so hoch wie bei Bussen und 38-mal so hoch wie der Ausstoß der Bahn.

INFO: www.uitp.org/vienna2009 

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Fr

12

Jun

2009

Am Montag 15. Juni 2009 eröffnen die SBB im Bahnhof Olten ein neues Personalrestaurant

Im Zuge der Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Olten erstellt die SBB auf dem Perron zwischen Gleis 4 und 7 ein modernes, öffentlich zugängliches Personalrestaurant namens «Pendolino». Das Selbstbedienungsrestaurant mit 112 Sitzplätzen und Café-Bar öffnet seine Türen nächsten Montag und bietet ein reichhaltiges Buffetangebot, Snacks und Kaffeespezialitäten.

Die SBB bauen den Bahnhof Olten bis Ende 2009 zu einem attraktiven Bahnreise- und Dienstleistungszentrum um. Unter anderem erhält der Bahnhof ein modernes, öffentlich zugängliches Personalrestaurant namens «Pendolino».

Das Selbstbedienungsrestaurant mit Café-Bar wird am Montag, 15. Juni 2009, eröffnet.

Das neue Restaurant befindet sich auf dem Perron zwischen den Gleisen 4 und 7 und verfügt über 112 Sitzplätze. Mitarbeitende, Reisende und Passanten bedienen sich im Restaurant nach freier Wahl am warmen Buffet und am Salatbuffet. Neben Tagesspezialitäten und Menus werden Snacks zum Mitnehmen angeboten. Das Restaurant ist von Montag bis Freitag jeweils von 9.00 bis 14.00 Uhr offen und bietet von 10.30 bis 14.00 Uhr warme Küche. In der räumlich vom Restaurant abgetrennten Café-Bar werden von Montag bis Samstag jeweils ab 5.00 Uhr morgens bis 1.00 Uhr nachts Kaffeespezialitäten und Snacks serviert.

Die SBB investiert insgesamt rund 27 Millionen Franken in die Modernisierung des Bahnhofs Olten. Die Gebäude auf der Insellage werden baulich aufgefrischt und die Perronanlage erneuert. Zudem gestaltet die SBB den Zugang zur Bahnhofsinsel offener und attraktiver.

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Do

11

Jun

2009

Zürcher Verkehrsverbund: Den Anschluss nicht verpassen

 

 

Immer über die aktuellen Umsteigemöglichkeiten und Anschlüsse der öffentlichen Verkehrsmittel informiert sein: Das ist keine Vision mehr, sondern Wirklichkeit. An insgesamt 115 Bahnhöfen im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) werden seit kurzem Anschlussinformationen zwischen S-Bahn, Tram und Bus ausgetauscht. Der Austausch der Fahrplandaten zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln wird laufend optimiert und den Kundenbedürfnissen angepasst.

 

 

 

Foto: Marcel Manhart 

Wer beispielsweise mit dem Bus am Bahnhof Bülach ankommt, sieht bereits auf den Bildschirmen im Fahrzeug, wann die nächsten S-Bahnen fahren und ob diese pünktlich sind. Dank diesen Informationen weiss der Reisende, ob er gemütlich zum Perron spazieren kann, oder ob er ein sportliches Tempo anschlagen muss. Dasselbe gilt auch für die S-Bahnen beim Umsteigen auf Tram oder Bus. An 115 Bahnhöfen im ZVV werden seit kurzem solche Anschlussinformationen zwischen der SBB und den Unternehmen VBZ, VZO, VBG, SZU-Bus, Postauto und Stadtbus Winterthur ausgetauscht.

Innovation bringt verbesserte Fahrgastinformation
Der Austausch von Fahrplaninformationen zwischen verschiedenen Fahrzeugen ist eine Innovation. Möglich macht dies eine Schnittstelle zwischen den Betriebsleitsystemen der SBB und des ZVV. Die Qualität der Anschlussinformationen hängt stark von der Prognose-Genauigkeit der Verkehrsmittel ab. Diese wurde daher vor der Aufschaltung gezielt verbessert.

Laufende Optimierungen nötig
Mit der Aufschaltung der Anschlussinformationen an 115 Umsteigebahnhöfen im ZVV ist die Arbeit noch nicht abgeschlossen. Verschiedene Optimierungen am neuen System sind noch nötig, um den Kundinnen und Kunden die nützlichsten Anschlussinformationen zu liefern. So fehlen zurzeit gewisse S-Bahn-Anschlüsse, die für den Fahrgast von Bedeutung wären, noch auf den Bildschirmen in den Bussen. Trotzdem können die Kundinnen und Kunden bereits jetzt vom grossen Zusatznutzen profitieren. Das System wird gleichzeitig laufend verfeinert und wo nötig korrigiert.

Nächstes Ziel: Anschluss-Sicherung
Der Austausch von Echtzeitdaten zwischen den verschiedenen Verkehrsunternehmen bildet die Grundlage für einen weiteren geplanten Meilenstein: Die Anschluss-Sicherung. Künftig wird ein Buschauffeur darüber informiert, ob er einen wichtigen Anschluss abwarten soll oder nicht. Damit und dank der Informationen für die Fahrgäste wird die Reisekette im Zürcher Verkehrsverbund noch verlässlicher.

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Mi

10

Jun

2009

Neues Rollmaterial für die RBS

Der erste von sechs neuen Zügen des Regionalverkehrs Bern-Solothurn ist in Worblaufen angekommen: Der Niederflur-Express-Triebzug NExT wird nach einem intensiven Testbetrieb auf der Strecke Solothurn–Bern eingesetzt. Bis Ende Jahr sollen alle sechs Züge auf dieser Strecke im Einsatz sein. Den Fahrgästen bringen die neuen Fahrzeuge höheren Komfort und in den Spitzenzeiten schrittweise einen ausgebauten Fahrplan.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:

 

R B S

Bevor der erste neue Zug im regulären Fahrgastbetrieb zum Einsatz kommt, muss er eine Reihe verschiedener Tests bestehen und durch das Bundesamt für Verkehr (BAV) abgenommen werden. Der Testbetrieb dauert voraussichtlich bis August. Weitere fünf neue Züge werden in den nächsten Monaten in Worblaufen eintreffen. Auch diese müssen eine Testphase durchlaufen. Bis Ende 2009 sollen – nach aktuellem Projektstand – alle sechs neuen Fahrzeuge in normalem Betrieb sein.

Eingesetzt werden die sechs neuen Fahrzeuge auf der Strecke Solothurn–Bern: Über 10000 Fahrgäste täglich benutzen heute das RBS-Angebot auf dieser Strecke. Der Halbstundentakt genügt zu den Spitzenzeiten nicht mehr. Deshalb soll der Fahrplan zwischen Solothurn und Bern schrittweise zu einem Viertelstundentakt verdichtet werden – ab Dezember 2009 sind in der Morgen- und Abendspitze weitere Entlastungszüge geplant. Für diese Angebotsverbesserung benötigt der RBS die neuen Züge.

Die sechs NExT wurden (und werden) von Stadler Rail in Altenrhein entwickelt und gebaut. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 120 km/h sind es die schnellsten Meterspur-Fahrzeuge der Schweiz. Besonderen Wert gelegt wird ausserdem auf einen hohen Fahrgastnutzen und eine maximale Funktionalität: Bequeme Sitze mit viel Beinfreiheit und sehr grosse Fenster zeichnen den neuen Zug aus. Der NExT ist klimatisiert und mit Videoüberwachung, Notrufstellen und einer Brandmelde- und Löschanlage ausgestattet. Ausserdem sind die Fahrzeuge durchgehend begehbar, was ebenfalls zur Sicherheit beiträgt.

Die Beschaffungskosten für die sechs neuen Züge (inkl. Reservematerial) belaufen sich auf gesamthaft 53,4 Millionen Franken. Mit den neuen Zügen wird die bestehende Zugflotte des RBS verjüngt.

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Di

09

Jun

2009

Neu bei den ÖBB: Die Grafische Sitzplatzreservierung

Was ist die grafische Reservierung?
Egal, ob Sie eine Fahrkarte im Internet kaufen und gleich einen Sitzplatz mitreservieren wollen oder Fahrkarten am Schalter gekauft haben und nur noch die Reservierung benötigen, Sie können dies jetzt für Plätze in den railjet-Zügen einfach und übersichtlich auf der neuen grafischen Reservierungsseite im Internet tun. Mit der grafischen Sitzplatzreservierung haben Sie die Möglichkeit in einem System, wie man es bereits von Fluglinien oder Kinos kennt, den Sitzplatz auf einer Grafik direkt auszusuchen.

Wie komme ich zur grafischen Reservierung?
Sie wählen im ÖBB-Internet im Online-Ticket unter dem Punkt Sitzplatzreservierung "mit" oder "nur" Reservierung. Wollen Sie einen Platz in der Premium Class zu reservieren, müssen Sie die 1. Klasse wählen. Auf der nächsten Seite wählen Sie die passende Verbindung. Fällt die Wahl auf eine Verbindung mit einem railjet-Zug erscheint der Button

Klicken Sie auf diesen und Sie kommen direkt zur grafischen Sitzplatzreservierung.

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Mo

08

Jun

2009

Steiermark: Eine Erfolgsregion für Stadler

Bericht auf Bahnonline                                            Bild: Stadler Rail Group

Das Bundesland Steiermark beschert Stadler Rail erneut Erfolg: Nach Aufträgen der Grazer Verkehrsbetriebe und der Graz-Köflacher-Bahn haben nun auch die Steiermärkischen Landesbahnen (STLB) Züge bei Stadler Rail bestellt. Am 28. Mai 09 haben die STLB den Auftrag für 6 Gelenktriebwagen (GTW) an Stadler Rail vergeben. Die Fahrzeuge werden ab Oktober 2010 ausgeliefert und im S-Bahn-Verkehr Großraum Graz eingesetzt. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 21 Mio. Euro. Je drei der Züge sind mit dieselelektrischem bzw. elektrischem Antrieb (15 KV Wechselstrom) ausgerüstet.

Einheitliche Fahrzeugflotte
Ende 2007 wurde die S-Bahn im Großraum Graz aus der Taufe gehoben. Einen Teil der Verkehrsleistungen wickeln die STLB ab. Seit der Startphase haben die STLB neben den Altfahrzeugen auch gemietete Triebwagen im Einsatz. Da diese jedoch Ende 2010 zurückgegeben werden müssen, haben die STLB eine europaweite Ausschreibung zur Bestellung neuer Fahrzeuge durchgeführt. Für die S 11 (Übelbach – Peggau – Graz) wurden nunmehr 3 elektrische GTW (EMU) bei Stadler Rail bestellt. Zusätzlich umfasst die Bestellung 3 dieselelektrische GTW (DMU). Diese sollen primär auf der Strecke Weiz – Gleisdorf – Graz zum Einsatz gelangen. Die 6 GTW sind zweiteilig und können in Vielfachsteuerung verkehren. Die EMU unterscheiden sich von den DMU nur hinsichtlich Antrieb und Heizung. „Durch den großen Anteil von Gleichteilen ergeben sich darüber hinaus für uns viele Synergien bei der Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge“, stellt Dr. Helmut Wittmann, Geschäftsführer der STLB, fest.

Die Züge für die STLB sind eine Weiterentwicklung der vierten GTW-Generation, die bereits seit 2006 für Arriva in Holland erfolgreich im Einsatz ist. Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing and Sales von Stadler Rail, freut sich über den Erfolg: „Dies ist der vierte Auftrag aus Österreich in etwas mehr als einem Jahr und wir hoffen, dass wir in nächster Zeit weitere Erfolge in unserem östlichen Nachbarland feiern können.“ Damit hat Stadler inzwischen 470 GTW in zehn Ländern verkauft.

Modernes und komfortables Fahrzeug
Die STLB haben sich mit dem GTW für ein bewährtes Fahrzeug aus dem Hause Stadler entschieden. Die Züge sind klimatisiert, verfügen über ein behindertenfreundliches, geschlossenes WC-System und einen Niederfluranteil von über 75%. In den hellen Fahrgastabteilen mit großen Fenstern stehen pro Zug 93 Sitzplätze und 8 Klappsitze zur Verfügung. Bis zu vier Züge können gemeinsam in Vielfachsteuerung verkehren. Die Fahrzeuge werden in Aluminium-Leichtbauweise hergestellt und verfügen somit über ein geringes Gewicht. Dadurch werden höhere Beschleunigungswerte erzielt und die Betriebskosten erheblich gesenkt.

Die Steiermärkischen Landesbahnen sind ein Verkehrsunternehmen, das dem Land Steiermark gehört. Die STLB betreiben insgesamt 6 Eisenbahnlinien, wozu die Strecken Gleisdorf – Weiz, Peggau – Übelbach und Feldbach – Bad Gleichenberg (Normalspur) sowie Unzmarkt – Tamsweg und Weiz – Oberfeistritz (760 mm – Schmalspur) gehören. Die STLB-Strecken haben insgesamt eine Länge von rund 150 km. Daneben sind die STLB noch Betriebsführer des Güterterminals Graz Süd/Werndorf. Gemeinsam mit der Tochterfirma Steiermarkbahn Transport und Logistik GmbH führen die STLB Logistikdienstleistungen (Ganzzugverkehre, Baustellenverkehre, Werkverschubtätigkeiten) auf dem gesamten österreichischen Eisenbahnnetz durch. Bei den STLB sind derzeit über 230 Mitarbeiter beschäftigt. Zur Bewältigung der Transportaufgaben verfügen die STLB über 35 Lokomotiven und Triebwagen, 35 Reisezugwagen sowie über 300 Güterwagen.

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So

07

Jun

2009

Das Leid der Lokführer bei Suizidfällen

Selbstmörder und S-Bahn-Surfer erleben viele Lokführer in ihrer Berufslaufbahn. Doch manche können einen solchen "Unfall" nicht verarbeiten. Lehrlokführer Rolf-Dieter Windeln berichtet aus seiner Laufbahn.

Rolf-Dieter Windeln mit seiner alten Lokführer-Mütze an einer Bahnhaltestelle. Der Lehrlokführer hat bereits viele Suizidfälle und S-Bahn-Surfer erlebt.

Foto: Detlef Ilgner

 

Dieses Geräusch wird er nie vergessen, sagt Rolf-Dieter Windeln mit einer erstaunlichen Gelassenheit. Die hat er sich in knapp vier Jahrzehnten als Lokführer erarbeitet. Aber damals, als er gerade in der Ausbildung war und auf der Strecke Kempen-Krefeld seinen ersten "Unfall" hatte – so werden Selbstmörder genannt – war das nicht so einfach. "Ein unwahrscheinliches Geräusch, wenn ein Mensch von einer Lokomotive verarbeitet wird", sagt Windeln. Oder wenn ein Bahn-Surfer zu nah an die Stromleitung kommt und 15 000 Volt durch seinen Körper fließen, so wie jüngst bei einem jungen Viersener im Mönchengladbacher Hauptbahnhof geschehen.

Der 68-jährige Windeln ist Lehrlokführer, seine Lieblings-Lok ist die 103er; er hat bei der Bahn jahrelang Lokführer ausgebildet und sie danach im Berufsleben begleitet. Für rund 700 Kollegen in NRW war er zuständig. Und in dieser Zeit hat er viele Suizid- und Surfer-Fälle miterlebt. "Es gibt heute wesentlich mehr "Unfälle" als noch vor 30 Jahren", sagt er. Kollegen sind gekommen und gegangen, Windeln blieb und versuchte, es den Lokführern so erträglich wie möglich zu machen, wenn es wieder mal einen "Unfall" gegeben hatte.

"Wenn jemand auf den Schienen steht, haben wir überhaupt keine Chance", sagt Windeln. Der Bremsweg einer Lokomotive ist 700 bis 1000 Meter lang, und Ausweichen geht nicht. Sein Lehrer gab ihm deshalb den Tipp, den er heute weitergibt: "Bremsen und weggucken." Und auf Hilfe warten. Damit werden einige seiner Kollegen nicht fertig. Oft leiden sie jahrelang unter einem solchen "Unfall", allein, wenn sie die Stelle erneut passieren, krabbelt die Kälte den Rücken hoch. "Bei vielen hat es sehr lange gedauert, bis sie wieder Fuß gefasst haben. Manche haben so etwas überhaupt nicht weggesteckt", sagt Windeln. Weil Lokführer lange mit ihren Problemen alleine waren, setzten er und einige Kollegen vor zehn Jahren einen psychologischen Dienst durch. Doch auch der kann nicht immer helfen.

Er erinnert sich an einen Kollegen und Freund, der in der gemeinsamen Ausbildung mit Windeln noch Klassenbester gewesen war. Wenig später jedoch hatte er den ersten "Unfall" – vier Wochen Pause, die Lokführer nennen das krank machen. Keine fünf Tage, nachdem er wieder eine Lok bestiegen hatte, da überfuhr er den nächsten Selbstmörder – ein halbes Jahr Pause, krank gemacht, diesmal mit therapeutischen Behandlungen. Und wieder ein paar Tage später nach seinem Dienstbeginn der dritte Selbstmörder – der Mann fuhr nie mehr einen Zug. "Als Lokomotivführer war er nicht mehr zu gebrauchen", erinnert sich Rolf-Dieter Windeln. Für den 68-Jährigen steht allerdings fest: Ein Selbstmord ist in dieser Form die egoistischste Form des Lebens.

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Sa

06

Jun

2009

Benedikt Weibel fordert Österreichs Staatsbahn heraus

Der ehemalige SBB-Chef Benedikt Weibel tritt im Nachbarland mit einem kühnen Projekt an – und sollte es gelingen, hegt er noch grössere Pläne.

Jetzt, nach 13 Jahren an der Spitze der SBB, sei er «back to the roots», sagt Benedikt Weibel: «Ich bin wieder dort, wo ich herkomme: Beim Personenverkehr, beim Marketing». Weibel residiert in einer umgebaute Wohnung an der Wiener Mariahilferstrasse, zwei Zimmer, ein Konferenzraum, spartanische Einrichtung.

Ein Chef und drei Angestellte arbeiten hier in einem Mini-Unternehmen namens Rail Holding an einem ehrgeizigen Projekt. Sie wollen auf der Hauptachse des österreichischen Schienennetzes, der Westbahn zwischen Wien und Salzburg, mit privaten Personenzügen dem bisherigen Staatsmonopolisten Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) Konkurrenz machen. Weibel ist Verwaltungsratspräsident. Er macht Antrittsbesuche bei Behörden und «bringt sich stark mit Ideen ein», sagt Stefan Wehinger, Chef der Rail-Holding.

Weibel operiert neu in der Nische
Der 43-jährige Wehinger leitete vier Jahre lang den Personenverkehr der ÖBB, bis er aus politischen Gründen gehen musste. Man könnte sein Projekt «Westbahn» also durchaus als Rache an der Staatsbahn betrachten. Benedikt Weibel spricht lieber von einer «kleinen, sehr interessanten Nische». Und von neuen Erfahrungen für jemanden, der bei der Bahn schon fast alles gemacht habe. «Nur bei einer Privatbahn war ich noch nie tätig». 

Bis jetzt sind private Eisenbahnunternehmen in Österreich entweder auf eigenen Trassen oder im Güterverkehr tätig. Die Liberalisierungspolitik der EU zwingt die ÖBB, ab 2010 auch private Personenzüge auf ihrem Netz zuzulassen. Die Rail Holding wurde Anfang 2009 von Wehinger gemeinsam mit dem Chef des Baukonzerns Strabag, Hans-Peter Haselsteiner, gegründet. Die Strabag baute bis jetzt vor allem Autobahnen in Osteuropa, in der Schweiz ist sie am Bau des Eisenbahntunnels durch den Gotthard beteiligt.

Wehingers Konzept «Westbahn» sieht einen Stundentakt ab Dezember 2011 auf der 310 Kilometer langen Strecke von Wien über Linz nach Salzburg vor. Die sieben Züge dafür kommen von Stadler Rail aus der Schweiz und entsprechen den Doppelstocktriebwagen «Dosto», die ab 2011 für die Zürcher S-Bahn geliefert werden. Die österreichische Version soll jedoch statt 160 km/h eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h erreichen und auch in der 2. Klasse Sitze mit dem Komfort der 1. Klasse bekommen.

Wehinger träumt von der «idealen Bahn»: «Barrierefrei im Zugang und im Vertrieb, mit einem Zugbegleiter pro Waggon, der im Zug die Fahrkarten verkauft». Die Züge sollen geleast, der Rahmenvertrag soll im Juni abgeschlossen werden. Dass er Weibel das Präsidium des Verwaltungsrats antrug, sei nahe liegend gewesen, sagt Wehinger: «Er ist der Bahnexperte Nummer eins in Europa und er stand zur Verfügung: Weibel ist unsere Messlatte.»

Noch fehlt dem Unternehmen der rechtliche Status eines Eisenbahnverkehrsunternehmens (EVU), und die Wirtschaftskrise könnte die Finanzierung ins Wanken bringen. Sollte der Fahrplan aber eingehalten werden, wäre das eine Revolution für Österreichs öffentlichen Verkehr. «Das Beste, was den ÖBB passieren kann», ist Weibel überzeugt: «Die Konkurrenz wird die Staatsbahn anspornen, da liegt ja unheimlich viel Potential brach».

ÖBB kämpft mit schlechtem Image
Die ÖBB hatten den Personenverkehr vernachlässigt und auf den Güterverkehr gesetzt. In den vergangenen Jahren wurde zwar wieder mehr investiert, dennoch haften der Bahn die Attribute langsam, schmutzig und verspätet an. Ständige politische Interventionen machen eine Führung des Unternehmens nach wirtschaftlichen Kriterien unmöglich. Unter der konservativen Koalition wurden die ÖBB in fünf Aktiengesellschaften unter einer schwachen Holding zerschlagen. Die neu geschaffenen Führungsposten bekamen Parteisoldaten.

Als der Sozialdemokrat Werner Faymann dann das Verkehrsministerium übernahm, wurden die meisten mit einem «Golden Handshake» verabschiedet und durch rote Manager ersetzt. Jetzt soll die Bahn-Reform von 2002 zum Teil wieder rückgängig gemacht werden. Geblieben sind der Bahn finanzielle Altlasten durch Spekulationsgeschäfte. Vor kurzem gab die neue Führung ein Rekorddefizit von 970 Millionen Euro und eine Fahrpreiserhöhung ab Juli bekannt. Die Gewerkschaft wehrt sich gegen Sparmassnahmen und Personalabbau. Ohne Zustimmung der Gewerkschaft läuft bei den ÖBB gar nichts.

An Erfahrung mit den Gewerkschaften mangelt es Weibel nicht. Auf politische Befindlichkeiten muss jedoch auch das Projekt «Westbahn» Rücksicht nehmen: Ausser dem Schweizer Bahnexperten Weibel sitzen im Verwaltungsrat noch Vertreter der regierenden Parteien. Wie die Österreicher ticken, weiss der ehemalige SBB-Chef spätestens seit seiner Funktion als Delegierter des Bundesrates für die Fussball-Europameisterschaft im vergangenen Jahr. Dort habe die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert, sagt Weibel, wenn auch bei völlig anderem Arbeitsstil: «Wir Schweizer versuchen, den Anteil der Improvisation stets auf ein Minimum zu reduzieren. In Österreich hingegen herrscht grundsätzlich das Prinzip der Improvisation. Wer bei einer Bahn nach dem Prinzip Improvisation arbeitet, fällt aber mit Sicherheit auf die Nase». Deshalb könne ihn nun auch das plötzliche Auftauchen eines Konkurrenten auf der Westbahn nicht verunsichern.

Anonyme Investoren als Konkurrenz
Vor einem Monat kündigte die «Badner Bahn», eine Lokalbahn im Besitz der Stadt Wien zur Überraschung aller an, sie werde bereits 2010 Schnellzüge zwischen Wien und Salzburg führen. Und zwar im Auftrag eines Unternehmens namens Fairtrain, dessen Besitzer anonym bleiben wollen. Seither rätselt die Fachwelt, wer dahinter steckt: Ein ausländisches Bahnunternehmen? Private Investoren?

Für zwei Anbieter gebe es auf der Westbahn genügend Kunden, sagt Alfred Horn, Herausgeber der Zeitschrift «Eisenbahn», bei drei Anbietern aber «könnte es für die Rail Holding eng werden». Fairtrain sei bloss «more of the same», gibt sich Benedikt Weibel gelassen: Den echten Qualitätsschub werde erst seine «Westbahn» bringen. Sollte sich das Konzept bewähren, denkt das kleine Team in der Wiener Mariahilferstrasse an eine Ausweitung des Betriebs. Zum Beispiel in Richtung München oder Bratislava. 

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Fr

05

Jun

2009

Erstklassig entspannen in der neuen SBB Lounge Zürich

Am Montag, 8. Juni 2009, öffnet die erste Bahn-Lounge der Schweiz im Zürcher Hauptbahnhof. An Flughäfen und grossen europäischen Bahnhöfen gibt es solche Lounges seit längerem, für die SBB und Zürich ist es eine Premiere. Gäste mit 1.-Klasse-GA, internationalem Billett der 1. Klasse und Railteam-Vielfahrer können dort vor und nach der Reise entspannen und arbeiten – bei kostenlosen Getränken, Zeitungen und Internet. Ein erster Augenschein zeigt: Die denkmalgeschützten vier Räume im Südtrakt des Bahnhofes erstrahlen in neuem Glanz, in den SBB-Farben rot, schwarz und weiss.

Am 8. Juni 2009 ist es soweit: Die SBB Lounge im Zürcher Hauptbahnhof öffnet ihre Türen. Europas führende Bahnen haben sich unter der Marke «Railteam» zum Ziel gesetzt, das internationale Bahnangebot besser zu vernetzen und Reisen für die Kunden noch komfortabler und einfacher zu machen. Lounges an den grössten europäischen Bahnhöfen gehören zu den Serviceleistungen von Railteam.

Für die SBB und die Schweiz ist die Lounge in Zürich eine Premiere: Andere europäische Bahnen und Airlines kennen solche Aufenthaltsräume schon länger. Ob Zürich der einzige Standort in der Schweiz bleibt, wird sich zeigen: «Wir sind gespannt auf die Nachfrage», so Vincent Ducrot, Leiter SBB Fernverkehr.

Zahlreiche Service-Leistungen
Zugang zur SBB Lounge haben Inhaberinnen und Inhaber eines General-Abos 1. Klasse mit einer Begleitperson, international Reisende mit einem Billett der 1. Klasse sowie Railteam-Vielfahrerinnen und -fahrer. Die Lounge befindet sich im Südtrakt beim Restaurant «Au Premier» im 2. Stock und ist gut ausgeschildert. Sie ist täglich von 6.00 bis 21.00 Uhr geöffnet, rollstuhlgängig und bietet Platz für 50 Personen.

Die Reisenden können in ruhiger Atmosphäre ihre Wartezeit verbringen oder arbeiten. Zwei Computer-Arbeitsplätze mit Internet-Zugang und Drucker stehen zur Verfügung. Zudem kann in der gesamten Lounge mit dem eigenen Laptop drahtloses Internet genutzt werden. Dazu gibt es kostenlose alkoholfreie Getränke von der SBB Gastronomietochter Elvetino sowie Zeitungen und Zeitschriften.

«Ich freue mich auf die neue Herausforderung», sagt Käthy Nauer, Teamcoach der Lounge. Sie betreut die Reisenden zusammen mit einem Team von 16 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, die sowohl in der Lounge als auch in verschiedenen Bereichen des Bahnreisezentrums arbeiten. Das Loungeteam stellt den Gästen vor Ort Fahrausweise und Reservationen aus und nimmt Umbuchungen vor.


Sorgfältiger Umgang mit der denkmalgeschützten Substanz
Der CEO des Generalplaners Avireal, Marko Virant, erklärt: «Die Pracht des Altbaus bleibt dank einem sorgfältigen Umgang mit der denkmalgeschützten Substanz in der Lounge spürbar.» So setzen Architektur und Haustechnik die Verbindung von Alt und Neu subtil und zurückhaltend um.

Vielbeschäftigte Reisende finden in der Lounge Ruhe vor der Betriebsamkeit des grössten Bahnhofs der Schweiz. Insgesamt bieten vier Räume mit 44 Sesseln, 4 Bar- und 2 Arbeitsplätzen genügend Raum für Gespräche und Entspannung.

Weitere Informationen sowie Fotos gibt’s im Internet auf www.sbb.ch/lounge und www.sbb.ch/foto sowie auf der Fotogalerie von Bahnonline.

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Do

04

Jun

2009

Ab 2011 rollen private Züge auf der ÖBB-Westbahn

Bericht Salzburger Nachrichten

Wettbewerb auf den Gleisen: Die ÖBB bekommen Konkurrenz 

Spätestens 2011 werden die Bahnkunden auf der Strecke Wien – Salzburg zwischen den ÖBB und einem privaten Zugbetreiber wählen können. Der Bauindustrielle Hans Peter Haselsteiner und Ex-ÖBB-Vorstand Stefan Wehinger bekamen für ihre Westbahn Management GmbH die für den Eisenbahnbetrieb nötige Konzession.

Der Railjet bekommt schon bald Konkurrenz                      Foto: Marcel Manhart

 

Damit ist der Weg frei für den privaten Zugsverkehr auf der Strecke Wien – Salzburg. Geht es nach Haselsteiner und Wehinger, sollen ab Dezember 2011 auf der Westbahn strecke im Stundentakt private Züge fahren, mit Zwischenstopps in St. Pölten, Amstetten, Linz, Wels und Attnang-Puchheim.

Das Rennen um Kunden ist damit eröffnet. Haselsteiner und Wehinger versichern, ihre Fahrgäste würden in Erster-Klasse-Qualität reisen – zum Preis der zweiten ÖBB-Klasse. Die ÖBB wiederum setzen auf Tempo. Bis 2012 soll sich die Fahrzeit des Railjet auf der Strecke Wien – Salzburg, mit einem Zwischenstopp in Linz, von derzeit rund zweieinhalb Stunden auf 2 Stunden, 15 Minuten verkürzen. Bereits ab Dezember 2009 wird der Railjet im Zwei-Stunden-Takt fahren. Zum zweiten setzen die ÖBB auf Verbesserungen beim integrierten Taktfahrplan mit attraktiveren Verbindungen auch zwischen Zügen und Bussen.

Dass die Westbahn Management GmbH weitere Verbindungen in Österreich aufnehmen könnte, sei „nicht ausgeschlossen“, sagt Wehinger. Für die Benützung der schienen muss jeder private Betreiber ein Benützungsentgelt an den Infrastrukturbetrieb der ÖBB zahlen.

Die Wiener Lokalbahnen AG wollte bereits im März 2010 in den privaten Personenverkehr auf der Westbahn einsteigen. Aus diesen Plänen wird vorerst jedoch nichts. Die „Badner Bahn“ hat den Antrag auf Zuteilung einer Trasse zurückgezogen. Der vorgsehene Betreiber könne die für den Betrieb nötigen Steuerwagen nicht rechtzeitig bereit stellen, sagte Betriebsleiter Johannes Prandstätter.

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Mi

03

Jun

2009

Fahrplanentwurf 2010 auf dem Internet veröffentlicht

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die Konsultation zum Fahrplan 2010 er-öffnet. Vom 2. bis 16. Juni 2009 haben Interessierte die Möglichkeit, zum Fahrplanentwurf 2010 Stellung zu nehmen. Die Entwürfe für den ab 13. Dezember 2009 gültigen neuen Fahrplan von Bahnen, Seilbahnen, Schiffen und Autobussen sind auf dem Internet unter www.fahrplanentwurf.ch veröffentlicht.

Im Fahrplanverfahren geht es darum, eventuelle fahrplantechnische Unstimmigkeiten zu verbessern. Konzeptionelle Anliegen wurden bereits früher im Rahmen des Angebotskonzepts behandelt. Stellungnahmen sind mit dem vorbereiteten Online-Formular direkt an die für den öffentlichen Verkehr zuständigen Stellen der Kantone zu richten. Diese werden die Eingaben prüfen und wenn möglich berücksichtigen oder als Planungsgrundlage für die kommenden Fahrplanjahre vormerken.

Nach den grossen Angebotssprüngen von BAHN 2000 (Dezember 2004), der Lötschberg-Basislinie (Dezember 2007) und den Reisezeitgewinnen ins Tessin im vergangenen Dezember sind im Fernverkehr im neuen Fahrplan keine grösseren Veränderungen vorgesehen.

Der Online-Fahrplan der SBB ist ab Ende Oktober 2009 verfügbar, der erste Verkaufstag des Kursbuches ist der 28. November 2009. Der gesamte Kursbuchinhalt in elektronischer Form wird ab dem 16. November 2009 auf www.fahrplanfelder.ch aufgeschaltet. Dort sind auch Angaben zu Reisemöglichkeiten im Rollstuhl im öffentlichen Verkehr mit Bus, Tram, Eisenbahn, Schiff und Seilbahn zu finden.

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Di

02

Jun

2009

Die Badner Bahn will ab 2010 bis nach Salzburg fahren

- Rätselraten um Auftrageber und Marke "Fair Train"
- Lokalbahnen  hoffen auf grünes Licht von den ÖBB

Schon ab März kommenden Jahres könnte die Badner Bahn die Strecke Wien-Salzburg bedienen und damit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) Konkurrenz machen. "Wir planen, im Drei-Stunden-Takt zu fahren", sagt Robert Hierhold, Sprecher der Wiener Lokalbahnen, der "Wiener Zeitung". Insgesamt sollen zwei Züge mit jeweils fünf bis sechs Waggons auf der Westbahn verkehren, die Garnituren werden mit der Marke "Fair Train" versehen sein.

"Wir übernehmen als Dienstleister die Traktion für einen Auftraggeber." Wer dahinter steckt, wollen die Wiener Lokalbahnen nicht verraten. Nur soviel: "Es ist ein privates inländisches Unternehmen." Dass die niederländische Bahn der geheimnisvolle Kunde wäre, dementiert Hierhold.

Dem Vernehmen nach soll kein Konsortium, sondern ein Einzelgesellschafter Eigentümer der Marke und mithin zukünftiger ÖBB-Mitbewerber sein. Die Rail Holding, ein neu gegründetes Unternehmen des Bauunternehmers Hans-Peter Haselsteiner und des Ex-ÖBB-Personenverkehrsvorstands Stefan Wehinger, hat zuvor Gerüchte zurückgewiesen, wonach sie etwas mit "Fair Train" zu tun habe.

Entscheidung in den kommenden Wochen
Um die Trassen ist bereits bei der zuständigen ÖBB-Betrieb-AG angefragt worden, die Entscheidung erwarten die Wiener Lokalbahnen für die nächsten Wochen. Man werde die Sache "wohlwollend prüfen", hieß es aus den ÖBB. Der Antrag der Lokalbahnen sei hinterlegt worden, allerdings müsse noch kontrolliert werden, ob das Wagenmaterial den Sicherheitsbestimmungen entspreche.

Hierhold betont, dass sich Stadtwerke-Chefin Gabriele Payr – sollte die Trassenzuteilung tatsächlich erfolgen – als ÖBB-Aufsichtsrätin zurückziehen werde, um eine etwaige Unvereinbarkeit mit anderen Ämtern zu vermeiden. Payr sitzt derzeit sowohl im Aufsichtsrat der Wiener Lokalbahnen als auch im Kontrollgremium des ÖBB-Personenverkehrs.

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Mo

01

Jun

2009

Direkte Züge Niebüll - Esbjerg ab Dezember 2010

Ab Dezember 2010 verkehren alle Züge von Niebüll in Deutschland bis nach Esbjerg in Dänemark. Das Umsteigen in Tønder ist ab dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 nicht mehr notwendig.

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dr. Jörn Biel hat kürzlich in Kiel bekannt gegeben, dass ab Dezember 2010 alle Züge zwischen Niebüll und Tønder bis nach Esbjerg durchfahren. „Mit diesem Verkehrsangebot eröffnen sich neue Perspektiven für den grenzüberschreitenden Wirtschaftsverkehr, für den Güterverkehr und den Tourismus“, so Biel. Der immer wieder geforderte Wunsch aus der Region werde damit endlich Wirklichkeit. Wer zwischen Hamburg und dem dänischen Esbjerg mit der Bahn fährt, müsse zukünftig nur noch ein Mal in Niebüll umsteigen.

Darüber hinaus werde auch die Qualität verbessert. Das Unternehmen Arriva setze ausschließlich moderne barrierefreie Niederflur-Triebwagen ein. Biel: „Ich hoffe, dass es zu einem weiteren Anstieg der Fahrgastzahlen kommen wird.“ Auch quantitative Verbesserungen sind geplant. So wird montags bis freitags zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr ein Stundentakt angeboten. In den übrigen Zeiten werden die Züge weiterhin alle zwei Stunden verkehren.

Im Rahmen der Ausschreibung des dänischen Westjütlandnetzes für den Zeitraum von Dezember 2010 bis Dezember 2018 hatte der Dänische Aufgabenträger Trafikstyrelsen den Zuschlag an den bisherigen Betreiber Arriva erteilt. Die grenzüberschreitende Strecke Tønder - Niebüll war als Option in dieser Ausschreibung enthalten. Aufgrund des attraktiven Angebots von Arriva hat sich Schleswig-Holstein entschieden die Option anzunehmen und Trafikstyrelsen gebeten, einen entsprechenden Verkehrsvertrag mit Arriva zu schließen.

Seit dem 6. April 2003 fahren wieder täglich Züge zwischen Niebüll und Tønder. Seit dem 12. Juli 2008 gibt es in der Sommersaison an den Wochenenden umsteigefreie Verbindungen zwischen Niebüll und Esbjerg. Die Direktzüge werden auch in diesem Jahr und 2010 - von jeweils Mitte März bis Ende Oktober – an den Wochenenden angeboten.

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