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News Rhone - Zeitung

 

 

 

 

Briger Weihnachtsbaum steht
Am Montag wurde der traditionelle Weihnachtsbaum auf dem Briger Sebastiansplatz aufgestellt. Pünktlich zu Beginn der Adventszeit wird der traditionelle Weihnachtsbaum in der Briger Innenstadt funkeln. Am Montag wurde der Baum auf den Stadtplatz transportiert und aufgerichtet. Anders als in den Vorjahren wurde der Baum in diesem Jahr nicht per Helikopter eingeflogen, sondern per Lastwagen angeliefert und mittels Kran aufgerichtet.
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Walliser Drummer-Meister erkoren
Am Wochenende fand im Kollegium Spiritus Sanctus in Brig-Glis zum 7. Mal der Walliser Percussionisten- und Drummer Wettbewerb statt. Rund 130 Teilnehmer aus dem Wallis und der gesamten Schweiz trommelten sich in einem friedlichen Wettstreit um einen Platz auf dem Podest. Zum ersten Mal nahmen mehr Teilnehmer aus dem Unter- als aus dem Oberwallis am Wettbewerb teil. Den ganzen Tag über hatten die Jugendlichen bis zum 25. Altersjahr die Möglichkeit Ideen unter Gleichgesinnten auszutauschen, Anregungen zu erhalten und sich mit anderen Teilnehmern in den Kategorien Snare-Drum, Timpani, Xylophon, Vibraphon und Marimbaphon sowie Drum-Set zu messen. Die Teilnehmer, welche in drei Altersklassen antraten, wurden von ausgewiesenen Musiklehrern aus Konservatorien beurteilt. Am Abend wurden im Final der Bestplatzierten die Sieger erkoren. Walliser Meister im Drum Set ist Raphael Schnyder aus Brig-Glis. Stéphane Bertin aus Martigny ist Walliser Meister Klassische Schlaginstrumente „Felle“. Den Titel Walliser Meister in Klassische Schlaginstrumente „Platten“ konnte sich Till Lingenberg aus Sion sichern. Krönender Abschluss des 7. Walliser Percussionisten und Drummer Wettbewerb war der Auftritt des Schlagzeug-Ensembles der Schweizer Armeespiels. Die Musiker der Militärmusik Rekrutenschule 16-2 wurden eigens für den Wettbewerb zu einem Ensemble zusammengestellt und begeisterten das zahlreich erschienene Publikum unter dem Motto „BaRock me“ restlos.
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Impfung für die gesamte Bevölkerung
Der Kanton Wallis greift der Entwicklung der Pandemie vor und passt seinen Impfplan gegen die Grippe A(H1N1) an. Die Grippe A(H1N1) breitet sich in der Schweiz und im Wallis rasend schnell aus. Alle Einwohnerinnen und Einwohner, die sich gegen die Grippe A(H1N1) impfen lassen wollen, können dies im Oberwallis ab dem 25. November, im Mittelwallis ab dem 26. November und im Unterwallis ab dem 27. November tun. Der Kantonsarzt erinnert daran, dass die Impfung gegen die Grippe A(H1N1) nicht mit der Impfung gegen die saisonale Grippe verwechselt werden darf. Freiwillige und kostenlose Impfung Der Kanton Wallis bietet zum Schutz seiner Bevölkerung allen Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit, sich kostenlos impfen zu lassen. Die Impfung ist nicht obligatorisch, wird jedoch empfohlen. Ab dem 24. November ist die Impfung nicht mehr nur den Prioritätsgruppen und deren Umfeld vorbehalten, sondern wird schrittweise und im Rahmen der verfügbaren Dosen der gesamten Bevölkerung zugänglich gemacht. Um die Impfaktion so schnell wie möglich durchzuführen, bietet der Kanton Wallis zwei parallele Möglichkeiten an, sich impfen zu lassen: Erstens in Arztpraxen und zweitens in sechs speziell dafür eingerichteten Impfzentren, die ab dem 1. Dezember in den grösseren Städten geöffnet werden. Personen, die sich impfen lassen wollen, haben also die Möglichkeit, einen Termin bei ihrem Hausarzt zu vereinbaren oder sich in eines der sechs Impfzentren zu begeben. Impfung in der Arztpraxis ab dem 25. November Die Impfung gegen die pandemische Grippe H1N1 ist nicht mehr nur den Prioritätsgruppen vorbehalten. Die Ärztinnen und Ärzte können ab heute die Impfdosen für alle Patienten bestellen, die sich impfen lassen wollen. Die Ärztinnen und Ärzte impfen ihre Patienten gemäss ihrer Verfügbarkeit und der Verfügbarkeit des Impfstoffes. Die Impfung für die erweiterte Bevölkerung wird am Mittwoch, 25. November im Oberwallis, am Donnerstag, 26. November im Mittelwallis und am Freitag, 27. November im Unterwallis beginnen. Kinder bis zum 6. Lebensjahr (geboren nach dem 1. Januar 2003) werden beim Kinder- oder Hausarzt geimpft. Impfung im Impfzentrum ab dem 1. Dezember Ab dem 1. Dezember werden sechs Impfzentren geöffnet. Sie befinden sich in Brig, Visp, Siders, Sitten, Martinach und Monthey. Dort kann sich jedermann ohne Voranmeldung impfen lassen. Eine umfassende Information dazu wird am Donnerstag, 26. November in den Walliser Medien und auf www.vs.ch/pandemia veröffentlicht. Die Grippepandemie H1N1 hat das Wallis erreicht. Seit Anfang November steigt die Zahl der im Labor bestätigten Fälle stetig an (beinahe 300 Fälle innert drei Wochen). Die kummulierte Zahl der bestätigten Fälle beläuft sich also auf rund 600. Diese Zahlen sind jedoch nur die Spitze des Eisbergs, da nur Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko, hospitalisierte Personen, das Gesundheitspersonal, Lehrpersonen und Fälle einer Erkrankung in Schulen (>3 Fälle am gleichen Ort im gleichen Zeitraum) getestet werden. Wir möchten Sie daran erinnern, dass die Impfung gegen die saisonale Grippe keinerlei Wirkung gegen die pandemische Grippe (H1N1)/2009 hat. Es ist nicht nötig, zwischen der Impfung gegen die saisonale Grippe und der Impfung gegen die Grippe A(H1N1) einen zeitlichen Abstand einzuhalten.   (Foto: Pixelio.de/tommyS)
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Lonza-Jubilare auf den Spuren Stockalpers
Heute am Freitag durften 120 Jubilarinnen und Jubilare der Lonza in Visp insgesamt 3390 Dienstjahre feiern. Nach der Begrüssung durch Manuela Gsponer, der Vertreterin der Personalabteilung, reisten die 120 Jubilare nach Brig zum Stockalperschloss. Frau Stadträtin Sigrid Fischer hiess die Jubilaren im Stockalperschloss Willkommen und meinte: „Es gibt einige Parallelen und Gemeinsamkeiten zwischen Kaspar Jodok von Stockalper und der Lonza: Früher war Stockalper der grösste Unternehmer im Oberwallis, heute ist die Lonza der grösste Arbeitgeber im Oberwallis. Auf dem Höhepunkt seiner Aktivität hatte Stockalper 4800 Namen auf seiner Lohnliste. Im Lonzawerk in Visp arbeiten zurzeit mehr als 3000 Personen. Beide waren und sind somit für unsere Region von grösster wirtschaftlicher Bedeutung.“ Im Rahmen der kundigen Führung durch das Schloss, erfuhren die Jubilaren noch mehr Interessantes über Kaspar Jodock von Stockalper und bestaunten eines der markantesten weltlichen Barockgebäude der Schweiz. Im Anschluss daran lud die Lonza und die DSM die Jubilare zum Mittagessen ein. Stéphane Mischler, Werksleiter Lonza AG Visp und Nunzio Ravida, Werksleiter DSM Nutritional Products AG, bedankten sich bei den Jubilaren für ihren langjährigen und unermüdlichen Einsatz im Dienste der Firmen. Auf dem Weg zu den heutigen modernen Unternehmen hätten die Jubilare so manchen Meilenstein mitgestaltet. Seitens der Jubilare richtete Otto Ebener, Kommandant der Werksfeuerwehr der Lonza, Dankesworte an die Direktion und freute sich über die Anerkennung der geleisteten Dienstjahre. Der Nachmittag war dann der Kameradschaft und dem geselligen Beisammensein gewidmet. Für eine gute Stimmung sorgte auch die hauseigene Lonza Ländlerkapelle. Zufrieden und mit der Erinnerung an einen würdigen und feierlichen Jubilarentag 2009 kehrten die Jubilare nach Visp zurück.
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Jonas Müller verlängert seinen Vertrag
Jonas Müller wird auch in der kommenden Saison, mit Reto Lory, das Tor das EHC Visp verteidigen. Der 25-jährige, welcher zu Saisonbeginn vom SC Bern in Wallis stoss, hat seinen Vertrag frühzeitig um eine Saison verlängert und bleibt somit bis Ende April 2011 in der Lonzastadt.
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Der 6. Suppentag der Schweizer Tafel erbrachte 125 004 Franken ein
An 31 Standorten der Schweiz schöpften prominente Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft am Donnerstag Suppe und sammelten Spendengelder für die Schweizer Tafel. Das Projekt stammt von der Stiftung Hoffnung für Menschen in Not, die überschüssige Lebensmittel an soziale Institutionen verteilt. Das Sammelergebnis des Suppentags ist beachtlich: Gesamthaft kamen CHF 125'004.35 zusammen. Es wurden über 15’680 Portionen Suppe verteilt. Mit der Aktion ist es gelungen, die Schweizer Be-völkerung darauf aufmerksam zu machen, dass es auch in der Schweiz Menschen gibt, die auf Nah-rungsmittelhilfe angewiesen sind: Rund 250 000 Tonnen Nahrungsmittel werden in der Schweiz jähr-lich weggeworfen und vernichtet. Davon sind rund 25 000 Tonnen geniessbar und einwandfrei für die Arbeit der Schweizer Tafel geeignet. 2008 wurden von der Schweizer Tafel über 500 soziale Instituti-onen mit 2305 Tonnen Lebensmitteln im Wert von rund 15 Millionen Schweizer Franken beliefert. Das am Suppentag gesammelte Geld wird für die anspruchsvolle Logistik und Verteilung dieser begehrten Lebensmittelspenden verwendet. Weitere Infos zu der Schweizer Tafel und zum Suppentag unter www.schweizertafel.ch. Unterstützt wird die Schweizer Tafel von den Hauptpartnern Credit Suisse, Coop und Schindler Auf-züge AG. Auch renommierte Firmen wie McKinsey & Company und Sika Schweiz AG zählen zu ver-lässlichen und langjährigen Finanz- und Dienstleistungsspendern. Private Spender und Vereine wie Schweizer Tafel Fundraising und Freunde der Schweizer-Tafeln decken bereits einen Viertel des ge-samten Finanzbedarfs ab. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen! Mitarbeitende der Credit Suisse engagierten sich für den Suppentag Die Credit Suisse unterstützte den Suppentag auch dieses Jahr im Rahmen ihrer Partnerschaft mit der Schweizer Tafel im Bereich Corporate Volunteering. An 24 öffentlichen Standorten und in sechs Personalrestaurants organisierten und betreuten engagierte Mitarbeitende der Credit Suisse diesen nationalen Spendenanlass. Weitere Organisatoren An weiteren vier Standorten wurde der 6. Suppentag durch den Verein Schweizer Tafel Fundraising organisiert. In Bulle wurde der Anlass vom Lions Club La Gruyère, in Wettingen vom Rotary Club und in Thun von der AEK BANK 1826 organisiert und durchgeführt.
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Kantonaler Preis Alkoholzehntel 2009 an die Erziehungsanstalt Pramont
Der Staatsrat hat den mit Fr. 10'000.- dotierten kantonalen Preis «Alkoholzehntel» 2009 an das von Jugendlichen der Erziehungsanstalt Pramont realisierte Projekt «Accro à la vie» vergeben. In Anwesenheit seiner Amtskollegin, Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten, hat Staatsrat Maurice Tornay am Freitag diesen Preis an die Erzieher des Zentrums übergeben, damit sie die Realisierung eines Filmprojektes unterstützen. Der Jury wurden acht Projekte unterbreitet, fünf aus dem Mittel-/ Unterwallis, zwei aus dem Oberwallis und ein Projekt von ausserhalb des Kantons. Im Rahmen der Bekämpfung des Suchtmittelmissbrauches (Drogen, Alkohol, Rauchen), vergibt das Wallis alle 2 Jahre den Kantonalen Preis «Alkoholzehntel». Dieser Betrag stammt vom kantonalen Anteil des Alkoholzehntels der Eidgenössischen Alkoholverwaltung und muss für die Bekämpfung des Suchtmittelmissbrauchs verwendet werden. «Accro à la vie»; ein von Jugendlichen für Jugendliche realisiertes Erziehungsprojekt. Das Projekt «Accro à la vie» besteht aus einem kurzen Film, welcher 2010 realisiert wird. Dieser Film soll den pädagogischen Prozess im Erziehungszentrum Pramont (CEP) ergänzen, welcher den jungen Bewohnern einen neuen Weg in die Zukunft zeigt. Die Erzieher des CEP sind für die schulische Betreuung zuständig und bieten berufliche Orientierung und Weiterbildung an. Die Vorstellung dieses Films anlässlich von Treffen in den Walliser Schulen, wird eine Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit Jugendlichen in geschlossen Erziehungsanstalten bieten, mit dem Ziel, Schüler und Lernende für die Risiken aller Formen von Abhängigkeit zu sensibilisieren. Die Realisierung des Films «Accro à la vie» wurde ebenfalls durch die Dienststelle für Berufsbildung hinsichtlich seiner Vorführung in den Berufsbildungszentren des Kantons unterstützt.
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Neue Staumauer zerstört wertvolle Lebensräume
Die Umweltverbände WWF, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) und Pro Natura wehren sich mit einer Einsprache gegen die Vergrösserung des Ausgleichbeckens Chummibord. Bauvorhaben – Auswirkungen auf die Natur Die Gommer Kraftwerke AG planen die Vergrösserung des bestehenden Ausgleichsbeckens im Chummibord. Die Staumauer soll um zehn Meter erhöhrt und zudem muss ein Nebendamm aufgeschüttet werden. Die Umweltverbände bedauern, dass mit der Staudammvergrösserung eine Fläche von 10 Fussballfeldern unter Wasser gesetzt werden soll. Zusätzlicher Strom wird mit dem Projekt aber nur sehr wenig produziert werden. Über 30‘000 Quadratmeter gesetzlich geschützte Vegetationsflächen werden durch die Staumauererhöhung geflutet. Dies im regionalen Naturpark Binntal, welcher von nationaler Bedeutung ist und fürs Wallis einzigartige Lebensräume aufweist. Das Bauvorhaben liegt ausserdem in einem kantonalen Landschaftsschutzgebiet. Im Lengtalbach und seinen Zuflüssen herrscht heute Restwasser Null. Das Projekt soll ohne Anpassung der Konzession (Recht der Wassernutzung) realisiert werden, obwohl wesentliche Inhalte des Vertrages verändert werden. Somit bleiben die Bäche bis zum Jahr 2051 trocken! Daniel Heusser WWF Projektleiter Gewässerschutz fordert, die Bäche im Binntal brauchen wieder mehr Wasser, damit sie wieder lebendig werden.“ Die Umweltverbände sind der Meinung, dass hier bewusst versucht wird gültige Gesetze zu umgehen. Wasserkraft Ja, aber nicht um jeden Preis Die Nutzung der Wasserkraft, gilt bei entsprechender Anlagegestaltung und Betrieb als umweltfreundlich, sagt Ralph Manz vom WWF. „Das geplante Projekt im Chummibord entspricht diesen Anforderungen aber nicht. Mit grossem Erstaunen stellen wir fest, dass der landschaftliche, touristische und naturschützerische Wert des Chummibord in keiner Weise berücksichtigt wird. Wir fordern, dass in einem regionalen Naturpark von nationaler Bedeutung solche Projekte nicht weiterverfolgt werden“. Gesamtplanung für Wasserkraftanlagen gefordert Die Umweltverbände plädieren für eine Gesamtplanung der Wasserkraftanlagen im Kanton Wallis, analog wie es der Kanton UR und Bern macht. Es braucht klare Aussagen zur Erhaltung von intakten Wasserläufen und Kriterien, die aufzeigen, wo ein Ausbau von Wasserkraftwerken im Einklang mit der Natur noch machbar ist.   (Foto: zvg)
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Sylvia Eyer Fatah gewinnt Umstyling der Style Academy
Das Umstyling der Natischerin wird derzeit von Faces TV begleitet und bald in vier Sendungen auf Pro7 ausgestrahlt. Sylvia Eyer Fatah hat am Wettbewerb der Style Academy von Face TV teilgenommen und gewonnen. Zusammen mit 19 weiteren Bewerberinnen qualifizierte sie sich für das Casting und überzeugte die Jury. Bei ihrer Auswahl achtete die Jury darauf, welche Kandidatin am sympathischsten rüberkommt und sich am besten für ein Umstyling eignet. Als Gewinnerin erhält Sylvia Eyer Fatah Beratungen von Experten in Sachen Stil, Mode, Beauty, Gesundheit und Wohlbefinden. Ein Personal-Trainer stellt für sie ein Trainingsprogramm zusammen. Zwei komplette Outfits, ein neuer Haarschnitt samt Schminke gehören ebenso zum Gewinn wie Möbel im Wert von 5000 Franken. Die Beratungen und Umsylings werden gefilmt und in vier Sendungen jeweils um 20.00 Uhr auf Pro7 ausgesrahlt: - 27. November: Ausstrahlung des Berichts über das Casting - 4. Dezember: Ausstrahlung des Umstylings, Teil 1 - 11. Dezember: Ausstrahlung des Umstylings, Teil 2 - 18. Dezember: Ausstrahlung "Best of", beste Szenen der drei Sendungen.  
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Zusammenspiel von Beruf und Familie als Herausforderung für Unternehmen
Etwa 130 Unternehmen der Westschweiz haben einen Fragebogen dazu ausgefüllt. Die Hauptergebnisse der Studie liegen nun vor. Laut einer von der HES-SO Wallis im Auftrag des Sekretariats für Gleichstellung und Familie durchgeführten Studie stellt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine grosse Herausforderung für die Unternehmen der Westschweiz dar. Ca. 130 Unternehmen - die meisten davon mit weniger als 50 Angestellten - haben einen Fragebogen zu den Themen Arbeitszeitgestaltung, Arbeitsorganisation, Elternzeiten, Prämien, Unterstützung bei der Kinderbetreuung und Personalentwicklung ausgefüllt. Diese Unternehmen sind mehrheitlich im Handel, in der Industrie, im Handwerk oder im Bau aktiv. Hauptergebnisse dieser Studie mit dem Titel „Familienleben: eine neue Herausforderung für die Unternehmen?“ sind folgende: · Eine sehr breite Mehrheit der Firmenchefs und –cheffinnen bzw. der Personalleiter und –innen geben an, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtig ist, auch wenn es nur in wenigen Unternehmen jemanden gibt, der für dieses Thema zuständig ist. · Unternehmen, in denen Massnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie umgesetzt wurden, bestätigen einstimmig, dass ein positiver Effekt auf die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie auf das Ansehen und die Attraktivität des Unternehmens zu spüren war. · Haupthindernisse bei der Umsetzung der Massnahmen zu dieser Vereinbarkeit sind Personalmangel (76%), fehlende Finanzmittel (75%), Zeitmangel (73%) und das Unwissen über die umzusetzenden Massnahmen (71%). · Hauptmassnahmen für eine bessere Arbeitszeitgestaltung sind flexible Arbeitszeiten, die vorrangige Berücksichtigung von Familien bei der Festlegung der Urlaubszeiten und eine Vereinfachung bei der Änderung der Beschäftigungsrate. · Bei der Gestaltung der Arbeitsorganisation zielen die Massnahmen in erster Linie darauf ab, den Informationsfluss zu verbessern. · Urlaub für die Betreuung kranker Kinder ist der von den Eltern am häufigsten in Anspruch genommene Urlaub (45%). In einem Viertel der Unternehmen können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Elternurlaub nehmen. · 44% der Unternehmen zahlen keine zusätzlichen Prämien, 42% zahlen eine Geburtsprämie. · Bei der Betreuung der Kinder bietet die grosse Mehrheit der Unternehmen (74%) keine Unterstützung; 17% der Unternehmen informieren ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Möglichkeiten der Kinderbetreuung. · Mehr als ein Unternehmen von zwei bietet keine an die Familiensituation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angepasste Fortbildung an. Hauptziel des Sekretariats für Gleichstellung und Familie ist es, über die Massnahmen für eine gute Vereinbarkeit zu informieren. Ausserdem sollen die Unternehmen für dieses Thema sensibilisiert werden: ein Mittel, um dies zu erreichen, ist die Vorstellung von Beispielen. Das Sekretariat möchte die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auch daran erinnern, dass diese Aktionen Teil einer Unternehmensethik sind: auf diese Weise wird die Lebensqualität, ein Pluspunkt für unseren Kanton, einen hohen Stellenwert behalten. Sie wird z.B. bei der Einstellung von hochqualifiziertem Personal ein ausschlaggebender Punkt sein. Die Wirtschaft wird sich somit dank der Unterstützung der Unternehmenspolitik durch das Personal nachhaltig entwickeln können. (Foto: Pixelio.de/Dirk Schelpe)
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Der Kanton Wallis bezahlt 6,7 Millionen mehr Subventionsleistungen für Krankenkassenprämien
2010 verfügt der Kanton Wallis über ein Budget von 166.9 Millionen Franken, um die Prämien der Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen zu verbilligen. Um die heutigen Subventionsleistungen aufrecht zu erhalten, wurde der vorgesehene Betrag im Vergleich zum Vorjahr um 6.7 Millionen erhöht. Im Jahr 2010 werden rund 90'000 Personen für die Bezahlung ihrer Krankenkassenprämien die Hilfe des Kantons in Anspruch nehmen können, teilt der Kanton Wallis mit. Einkommensgrenzen bleiben gleich Die Subventionen werden auf der Basis des Einkommens gewährt und betragen zwischen 20% und 80% der kantonalen Durchschnittsprämie. Auch wenn die für 2010 vorgesehenen Prämienerhöhungen beträchtlich sind, hat der Staatsrat die gleichen maximalen Einkommensgrenzen wie im Jahr 2009 beibehalten können. Einzig die Empfänger von AHV- oder IV-Ergänzungsleistungen und die Sozialhilfeempfänger erhalten eine 100%ige Subventionierung der kantonalen Durchschnittsprämie. Die Subvention kann jedoch 100% der effektiven Prämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nicht übersteigen. Steuerveranlagung als Berechnungsgrundlage Ungefähr 65% der potentiellen Bezugsberechtigten erhalten am 1. Januar 2010 entsprechend der von der Steuerverwaltung bereits mitgeteilten Steuerveranlagungen 2008 eine Prämienverbilligung. Die anderen erhalten diese im Prinzip bis Ende Februar 2010. Personen, die ihre Steuerveranlagung 2008 noch nicht erhalten haben, werden über ihr Subventionsanrecht 2010 informiert, sobald die definitive Veranlagung bekannt ist. Ein effizientes Subventionssystem Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ist das Walliser Prämienverbilligungssystem eines der leistungsfähigsten der Schweiz. Für eine Familie mit einem jährlichen steuerbaren Einkommen von 75'000 Franken, drei Kindern und unter Berücksichtigung der Subventionen, betragen die Krankenkassenprämien 2010 ungefähr 4'000 Franken, also rund 5.4% des steuerbaren Einkommens. Ohne die finanzielle Unterstützung wäre diese Belastung höher als 10’000 Franken. Für eine allein stehende Person mit einem massgebenden jährlichen steuerbaren Einkommen von 55'000 Franken und zwei Kindern beläuft sich der Betrag für die Prämien auf zirka 1'650 Franken pro Jahr, also ungefähr 3.0% des steuerbaren Einkommens. Ohne die finanzielle Unterstützung würde dieser Betrag rund 5'500 Franken betragen.
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Kanton Wallis kauft 30 Eringer Zuchtstiere
Die fünf Besten werden nach einigen Monaten für die Zucht ausgemustert und für die Zucht durch künstliche Besamung eingesetzt. Gute Eringer Zuchtstiere sind im Wallis selten und für Züchter schwer erschwinglich geworden. Darum beteiligt sich der Kanton mit dem Zuchtverband ab 2010 zum ersten Mal am Selektionsverfahren der Bullen und kauft 30 Eringer Jungstiere. Martial Aymon, Präsident des Eringerverbands, begrüsst den Entscheid des Kantons, sich an der Zucht der selten gewordenen Eringer Rasse zu beteiligen. Tatsächlich dürfte das neue Selektionsverfahren der Zucht des Eringer Rinds, welches in der Schweiz als „Walliser Kampfkuh“ bekannt ist, neuen Auftrieb verleihen und den Fortbestand der Rasse gewährleisten. Denn obwohl nur 50 Prozent der Rinder mithilfe künstlicher Besamung gedeckt werden, war es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden, genügend Bullen für die Zucht durch künstliche Besamung zu finden. „Die Eringer Kühe in ihrer Ursprünglichkeit sind ein Symbol des wilden und ursprünglichen Wallis“, sagt Urs Zenhäusern, Direktor von Wallis Tourismus. Pierre-Yves Felley, Direktor der Walliser Landwirtschaftskammer fügt bei: „Die Eringer Kühe gibt es nur bei uns. (Quelle: Schweizer Bauer/mgt)
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Visper Junioren im Soll
Visp - Knapp die Hälfte der Qualifikation ist auch bei den Junioren Elite B gespielt. Trainer Daniel Wobmann zieht eine erste Zwischenbilanz. Die statistischen Werte können sich durchaus sehen lassen: Zwölf Spiele, sieben Siege, 23 Punkte und daraus resultierend der 2. Zwischenrang in der Westgruppe der Junioren Elite B. Daneben mit 66 Toren treffsicherstes Team und gleich mit vier Spielern in den Top 6 der besten Skorer vertreten. Aufsteiger Thun als Knacknuss «Ich bin überzeugt, dass wir noch besser klassiert sein könnten, wenn wir in den Spielen gegen Thun nicht unnötig Punkte verschenkt hätten», gibt sich Trainer Daniel Wobmann selbstkritisch. «Wichtiger als der Tabellenrang sind jedoch die individuellen und kollektiven Fortschritte, da gibt es sicher noch Steigerungspotenzial.» Etwas überraschend steht derzeit mit dem HC Dragon / EHC Thun der Aufsteiger an der Tabellenspitze: «Thun ist momentan die konstanteste Mannschaft, welche gut organisiert ist und mit gutem Kampfgeist, viel Geduld und Selbstvertrauen spielt. In den Vorbereitungsspielen haben wir diesen Gegner noch dominiert, in der Meisterschaft haben sie uns nun bereits acht von neun möglichen Punkten abgenommen. Aber so ist Eishockey …» Orientierung nach vorne Um die so genannte Champions Runde zu erreichen und damit auch vorzeitig die Qualifikation für die Playoffs zu schaffen, ist mindestens der 3. Platz nach der ersten Phase (25 Runden) nötig. «Für mich ist klar, dass wir mit unserem Team die Top 3 erreichen wollen und werden. Alles andere wäre für uns eine Enttäuschung. Um unser Ziel zu erreichen, müssen wir vorwärts in Richtung Thun schauen und nicht abwarten, welche Mannschaft uns vielleicht von hinten noch gefährlich werden könnte», erklärt Wobmann selbstbewusst. Während der ehemalige Siderser NLB-Spieler vor allem Charakterstärke, Teamspirit, Erfolgshunger sowie individuelle technische und kämpferische Klasse als Pluspunkte seiner Equipe anschaut, so sieht er andererseits vor allem im körperlichen und mentalen Bereich noch am meisten Entwicklungspotenzial. Arbeit und Spass Als nächste Aufgaben warten die Duelle gegen die beiden härtesten Verfolger. Dabei reist man am Freitag nach Lyss, am Sonntag empfängt man in der heimischen Litternahalle den EHC SenSee-Future. «Wir wollen weiterhin Spiel für Spiel in Angriff nehmen und dann am Ende der Qualifikation Bilanz ziehen. Dabei stehen Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit, verbunden mit Spass und Freude am Eishockey, im Vordergrund», führt Wobmann abschliessend aus.
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Wir mussten bei Tag und Nacht in die Bunker flüchten
Guttet-Feschel - Olga Wehrlin (74) ist in Niederösterreich aufgewachsen und erlebte den Zweiten Weltkrieg inmitten des Bombenhagels. «Es war furchtbar. Wir hatten ständig Angst und fürchteten um unser Leben.» Olga Wehrlin wischt sich eine Träne weg. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter kommt sie für kurze Zeit in ein Waisenhaus, ehe sie von einer Pflegefamilie adoptiert wird. Sie wächst in Böheimkirchen im Landkreis Niederösterreich in der Nähe von St. Pölten auf und bekommt den Krieg als kleines Mädchen hautnah mit. Ihre Kriegserinnerungen schildert die heute 74-Jährige der RZ: «Es regnete Silberfäden. Der graue Himmel war übersät von kleinen, silbernen Aluminiumstreifen, die in der Luft einen kunstvollen Tanz vollführten und lautlos zu Boden schwebten. Eine Massnahme der deutschen Luftabwehr, um den russischen Bombern die Sicht auf ihre Ziele zu erschweren. Für kurze Zeit hielten wir inne und schauten dem Schauspiel verängstigt und doch fasziniert zu. Doch das Brummen und Surren der herannahenden Motoren holte uns schnell aus der Lethargie. Fliegeralarm. Nichts wie ab in die Büsche. Noch heute sehe ich die Bilder, wie wir um unser Leben rannten. Wir waren vier Kinder aus unserem Dorf, die gemeinsam den langen Schulweg, rund drei viertel Stunden, unter die Füsse nehmen mussten. Dabei durchquerten wir einen grossen Park, der uns zugleich auch Schutz bot. Sirenen im eigentlichen Sinne gab es keine, das heisst, bei Gefahr wurde das Radio­programm immer von einem ‹Kuckuck› unterbrochen, dem die Durchsage folgte, man solle umgehend die Luftschutzkeller aufsuchen. Wenn man sich im Freien aufhielt, hat man sich an den Menschen orientiert, die plötzlich losliefen und irgendwo Schutz suchten. Mein Pflegevater arbeitete während dem Krieg bei der Zollwache in der Nähe von Salzburg, während meine Pflegemama beim Roten Kreuz als Schwester tätig war. Bei einem Fliegeralarm musste sie sofort ihr Fahrrad nehmen und sich bei der zuständigen Stelle melden. Mein drei Jahre älterer Pflegebruder und ich blieben dann allein zurück. Ich hatte immer ein kleines Köfferchen mit Dokumenten bei mir, während mein Bruder ein paar andere Habseligkeiten und Esswaren beaufsichtigte. Bei Fliegeralarm versammelten sich alle Leute, die im Dorf wohnten, in einem Luftschutzbunker. Ich kann mich noch erinnern, dass wir einmal beobachteten, wie meine Mutter auf ihrem Fahrrad beschossen wurde. Wir hatten wahnsinnig Angst um sie. Aber glücklicherweise passierte ihr nichts. Später einmal hat sie einen feindlichen Soldaten, der mit dem Fallschirm abgestürzt war, heimlich versorgt. Uns Kinder hat sie eingebläut, ja nichts zu verraten, da die Hilfe an feindlichen Soldaten strikt untersagt war und die Todesstrafe darauf stand. Später dann, nach Kriegsende, hat uns der Mann besucht und uns Geschenke mitgebracht. Immer wieder mussten wir die Luftschutzbunker aufsuchen. Auch während der Nacht wurden wir aus dem Schlaf gerissen und mussten in den Bunker flüchten. Das war eine psychische und physische Belastung, die man sich kaum vorstellen kann. Tagsüber wurden wir in einem Kellerverlies unterrichtet, obwohl wir uns kaum auf den Schulunterricht konzentrieren konnten. Nach der deutschen Herrschaft kam die ‹Befreiung› der Russen. Unter Beschuss musste ich mit drei anderen Familien auf einem Traktor flüchten. Nach einer sechsstündigen Fahrt kamen wir bei einem entlegenen Bauerngut an und haben uns dort in einem Keller versteckt. Eines Tages wurde die Kellertür aufgerissen und die Russen standen mit vorgehaltenen Waffen vor der Tür. Wir hatten alle schreckliche Angst und mussten weinen. Viele Frauen wurden abgeholt und vergewaltigt. Uns Kinder liess man glücklicherweise in Ruhe. Nach einigen Tagen konnten wir endlich wieder nach Hause fahren. Aber oh Schreck: Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Unser Haus war von russischen Soldaten besetzt und in unserem Garten war ein russisches Lazarett eingerichtet. Meine Mama, mein Bruder und ich mussten uns ein Zimmer in unserem eigenen Haus teilen. Weil meine Mutter die Frau des Kommandeurs von einer schweren Krankheit heilen konnte, wurden wir von den russischen Truppen sehr gut behandelt und hatten fortan immer genug zu essen.» Weil die Arbeit knapp ist und das Geld fehlt, kommt Olga Wehrlin nach Kriegsende in die Westschweiz. Hier arbeitet sie als Kindermädchen. In Lausanne lernt sie ihren späteren Mann kennen. Heute leben die beiden mit ihrer Tochter Andrea und Schwiegersohn Walter in Guttet-Feschel. Trotz der schrecklichen Geschehnisse hat Olga Wehrlin ihren Lebensmut nie verloren: «Während des Krieges erlebte ich viele Ängste und Spannungen. Heute geht es mir dank der Liebe meiner Familie sehr gut. Darum möchte ich ihr an dieser Stelle herzlich danken.»
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Rotes Kreuz betreut kranke und verletzte Kinder daheim
Region - Wenn das Kind erkrankt, greift das Rote Kreuz Wallis berufstätigen Eltern unter die Arme. Berufstätige Eltern geraten oftmals in Bedrängnis, wenn sich das Kind verletzt oder erkrankt. Damit Kinder dann trotzdem in gewohnter Umgebung umsorgt werden können, bietet das Rote Kreuz Wallis Kinderbetreuung zu Hause an. Innert vier Stunden vor Ort «Innert vier Stunden können wir in sämtlichen Regionen im Oberwallis eine ausgebildete Kinderbetreuerin vermitteln», erklärt Sylvie Zumofen, stellvertretende Geschäftsführerin vom Roten Kreuz Wallis. Das Angebot versteht sich als kurzfristige Lösung, die nicht in Konkurrenz mit den Angeboten der Kinderspitex oder der sozialmedizinischen Zentren steht. Es richtet sich an Eltern von Kindern bis 12 Jahre. Getreu dem solidarischen Gedanken des Roten Kreuzes soll das Angebot für alle zugänglich sein. Sylvie Zumofen: «Wir verlangen darum lediglich fünf Franken pro Stunde.» Die Kosten seien damit natürlich nicht gedeckt. Darum sei man auf Spenden und die Unterstützung des Kantons sowie der IV-Stelle angewiesen. Keine Haushaltshilfe Die Kinderbetreuerinnen umsorgen und pflegen das Kind, verabreichen ihm wenn nötig Medikamente und bereiten ihm Mahlzeiten zu. «Sie ist aber keine Haushaltshilfe. Es geht ausschliesslich um die Pflege des Kindes», betont Sylvie Zumofen. Die Betreuer / innen haben vielfach selber Kinder und haben eine 4-tägige Ausbildung gemäss den Richtlinien des Roten Kreuzes absolviert. Auch Familien in Notsituationen – beispielsweise wenn die Tagesmutter kurzfristig ausfällt – vermittelt das Rote Kreuz Kinderbetreuer / innen. In diesem Fall wird dies innert einem Tag und gegen einen Unkostenbeitrag von zehn Franken pro Stunde angeboten. In einem viertägigen Kurs schult das Rote Kreuz künftige Kinderbetreuer / innen. Interessierte sind jederzeit willkommen. Für die Vermittlung von Betreuer / innen ist das Rote Kreuz wie folgt erreichbar: am Sonntag zwischen 19.00 und 20.00 Uhr sowie werktags zwischen 7.30 und 12.00 Uhr unter der Nummer 027 924 55 32.
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Streitfrage- Wem gehört der Weg durch Ammern
Blitzingen - Der kleine Wei­ler Ammern liegt grösstenteils im Privatbesitz von Karolin Wirthner. Wem der Durchgangsweg gehört, soll nun das Kantonsgericht entscheiden. Mit ihrem Lebenspartner Helmut Kiechler lebt Karolin Wirthner im Weiler Ammern bei Blitzingen. «Karolins Vater, Hermann, wollte das damals sterbende Dorf erhalten. Er begann darum Haus für Haus zu kaufen», erzählt Kiechler. Heute umfasst der Privatbesitz zehn Hektaren Land und ein Dorf. Karolin und Helmut haben sich den Erhalt von Ammern zur Lebensaufgabe gemacht. Ihr Ziel ist es, die landwirtschaftliche Ursprünglichkeit aus dem Goms zu bewahren und die alten Lebensformen und ehemaligen Landwirtschaftstechniken wieder sichtbar zu machen. So werden im Eco-Museum des Dorfes traditionelle Produktionsketten vorgeführt. Die alten Getreidesorten beispielsweise werden noch nach alter Manier gedrescht und im original Kornspeicher gelagert. Nach Beendigung der geplanten Sanierung der Mühle soll das Getreide vor Ort gemahlen werden «Ammern ist nicht nur ein Dorf, es ist auch eine Lebensphilosophie», schwärmt Helmut Kiechler. Lebensphilosophie auf der Kippe Das Projekt Ammern scheint nun, laut Wirthner, auf der Kippe zu stehen. Die Gemeinde Blitzingen hat bei der amtlichen Vermessung öffentliche Wege festgelegt, die durch Ammern führen sollen. Dagegen wehrt sich Karolin Wirthner. Es seien keine öffentlichen, sondern private Wege. Ein öffentlicher Weg durch Ammern gefährde ihr Projekt, so Wirthner. Das Paar stützt sich bei ihrer Argumentation auf so genannte Bauernrechte: «Früher konnten die Eigentümer die Wege nutzen, um ihr Land zu bewirten. Nachdem aber die Bauern ihre Betriebe aufgegeben hatten, verloren sie damit auch die Durchgangsrechte.» Dieser Argumenta­tionsweise widerspricht die Gemeinde: Schon früher sei der Weg durch Ammern von der Allgemeinheit begangen worden, so zum Beispiel als Kirchweg nach Niederwald. Davon würden mehrere Zeugen berichten, teilt Hans-Peter Jäger, der Anwalt der Gemeinde, mit. Für die Gemeinde bleibt Wirthners Aussage, ein öffentlicher Weg gefährde das Projekt Ammern, unverständlich. Dorfbrand vernichtete Dokumente Die Situation wird noch komplizierter, weil Blitzingen im Jahr 1932 niederbrannte. «Der Brand vernichtete wichtige Pläne und Dokumente. Später wurde es versäumt, alles wieder ordentlich nachzutragen», glaubt Kiechler. Eine Einigung mit der Gemeinde konnte bisher nicht erzielt werden. Valentin Pfammatter, Wirthners Anwalt, geht davon aus, dass der Fall im Verlauf des nächsten Jahres behandelt wird. «Es müssen nun verschiedene Indizien vorgebracht werden, um darzulegen, warum das Eigentum meiner Mandantin gehört und nicht der Gemeinde. Dazu gehört die Nutzung und der Unterhalt des Eigentums und vieles mehr», erläutert Pfammatter das weitere Vorgehen. Das endgültige Urteil wird aber das Kantonsgericht fällen.
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Grabbriefe auf Natischer Gräbern
Naters - Seit der vergangenen Woche fordert die Bauverwaltung der Gemeinde Naters Hinterbliebene auf, Reihengräber, deren Frist abgelaufen ist, zu räumen. Diese Vorgehensweise wird nicht überall goutiert. «Die Grabruhe ist abgelaufen. Dürfen wir Sie bitten, die Bepflanzung und das Kreuz bzw. den Grabstein zu entfernen.» Mit dieser Aufforderung wendet sich die Bauverwaltung an die Hinterbliebenen. Und weiter: «Falls das Grab bis Ende Dezember 2009 nicht geräumt wird, würden wir uns erlauben, dieses durch den Werkhof aufzuheben.» Dass die Vorgehensweise etwas harsch ist, gesteht auch Armin Imhof von der Bauverwaltung ein: «Bereits früher haben wir zwar den Betroffenen ein Schreiben hinterlassen, jedoch mit der Aufforderung sich bei der Bauverwaltung zu melden. Dieses Schreiben hier ist etwas unglücklich.» Grabbriefe inzwischen entfernt Die Grabruhefrist laufe bei Reihengräbern nach 25 Jahren ab. Bei vielen Gräbern sei diese Frist bereits seit mehreren Jahren abgelaufen, meint Imhof. Trotzdem wolle man die Nachkommen vor einer Räumung informieren. Auf die Frage, warum man den Hinterbliebenen das Vorhaben der Gemeinde nicht über andere Wege kommuniziere, meint Imhof: «Wir haben Schwierigkeiten alle Nachkommen ausfindig zu machen.» Inzwischen wurden die Grabbriefe von den Gräbern jedoch entfernt.
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Neues TV-Studio in Brig
Brig-Glis - Die Oberwalliser Fernsehlandschaft bleibt in Bewegung: An der Briger Bahnhofsstrasse ist ein neues TV-Studio geplant. Während die Studiopläne des gebührenfinanzierten Lokalsenders Kanal 9 in Brig nur schleppend voran kommen, gibt der private Sender TV Oberwallis Gas. An der Bahnhofstrasse in Brig ist ein rund 200 Quadratmeter grosses Studio geplant. Das entsprechende Baugesuch liegt gegenwärtig öffentlich auf. TV Oberwallis: Ausbaupläne «Wir wollen hier vor allem auch Live-­Sendungen produzieren», erklärt Dieter Zuber, Leiter der BSP Studio GmbH, welche unter anderem für die Herstellung der «Alpenwelle» verantwortlich ist. Erst kürzlich hat er für die Produktionen von TV Oberwallis einen Reportagewagen gekauft. Und das mit gutem Grund: «Wir wollen das Programmangebot schrittweise weiter ausbauen.» Es bestehen konkrete Pläne für eine wöchentliche clubähnliche Diskussionsrunde. Bis im Sommer 2010 will TV Oberwallis den Eigenproduktionsanteil auf 16 Stunden pro Woche erhöhen. Mehr Livesendungen Überhaupt soll das Live-Element für TV Oberwallis und den Unterhaltungssender «Alpenwelle» weiter verstärkt werden, wie Zuber der RZ auf Anfrage erklärt: «Das neue Studio wird es uns erlauben, für TV Oberwallis, aber auch für die Alpenwelle Direktsendungen aus dem Briger Studio zu senden.» Dazu fehlte im provisorischen Studio an der Briger Furka der Platz und die Infrastruktur. So verfügt das neue Studio an der Bahnhofstrasse auch über einen direkten Glasfaseranschluss. Kurzum: Für Bewegung in der Oberwalliser TV-Landschaft ist gesorgt.
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Die Palästinenser sind müde geworden, sich zu wehren
Baltschieder - Während drei Monaten leistete Daniel Berchtold im Westjordanland einen Friedenseinsatz. Eindrücke von einem Alltag zwischen zwei Fronten. Seit knapp zwei Wochen sind Sie wieder in der Schweiz. Haben Sie sich bereits wieder eingelebt? Mit einem Bein bin ich immer noch drüben. Der Einsatz war ein 24-Stunden-Job, der einen voll und ganz einnahm. Da ist es klar, dass einem die Geschehnisse und die Situation der Menschen im Westjordanland auch nach der Rückkehr beschäftigen. Stimmt das Bild, welches die Medien über die Zustände vor Ort vermitteln? Das Bild vor Ort und jenes der Medien unterscheidet sich schon. Die Medien vermitteln ein verzerrtes Bild. Sie berichten zwar über politische Entscheide, aber wie die israelische und palästinensische Autorität vor Ort entscheidet, erfährt man durch die Medien leider nicht. Seit in den Medien diskutiert wird, dass der Siedlungsbau gestoppt oder zumindest eingefroren werden soll, wachsen sie in Wahrheit schneller als zuvor. Palästinensische Städte, Dörfer und Bildungseinrichtungen werden zum Ghetto. Die israelische Regierung zeigt sich nach aussen hin noch konsensbereit, macht im eigenen Land aber, was ihr passt. Haben die Journalisten vor Ort überhaupt die Möglichkeit, wahrheitsgetreu über Begebenheiten zu informieren? In Israel herrscht Pressefreiheit. Es hat sehr viele Journalisten im Land und es wird alles sehr genau dokumentiert. Komischerweise deckt sich dieses Material aber nicht mit dem, was wir dann hier in der Schweiz der Presse entnehmen. Wie ist es mit den inländischen Medien? Auch die Medien vor Ort geben die Informa­tionen nur gefiltert weiter. So wissen die wenigsten Israelis und Palästinenser, was auf der «anderen Seite der Mauer» vor sich geht. Was haben Sie vor Ort gemacht? Sehr häufig waren wir bei den so genannten Checkpoints als neutrale Beobachter im Einsatz. Gewöhnlich sind wir dafür um 3.30 Uhr aufgestanden, damit wir um 4.15 Uhr beim Checkpoint sein konnten. Die palästinensischen Autonomiegebiete sind durch eine neun Meter hohe Mauer von Israel getrennt. Die Checkpoints sind vom israelischen Militär, Polizei und Sicherheitspersonal überwachte Durchgangsterminals. Tausende Palästinenser müssen diese täglich passieren, um ihrer Arbeit in Israel nachgehen zu können. Die Armut und Arbeitslosigkeit auf der palästinensischen Seite ist gross, so sind sie auf diese Arbeit angewiesen. Dabei sind die Palästinenser dem Willen des israelischen Arbeitgebers ausgeliefert. Denn nicht der Arbeitnehmer hat das Recht, nach Israel arbeiten zu gehen, sondern der Arbeitgeber hat das Recht, einen Palästinenser einzustellen. Es kann sein, dass er die Arbeit verliert, wenn er zu spät zur Arbeit kommt. Diesen immensen Druck kann man sich nicht vorstellen, wenn man die morgendlichen Szenen nicht beobachtet hat. Was für ein Bild hat sich Ihnen bei diesen Checkpoints präsentiert? Bereits um zwei Uhr morgens warten hunderte Palästinenser in der Schlange. Sie sitzen da, schlafen, singen, beten und hoffen auf ein schnelles Durchkommen. Offiziell öffnet der Checkpoint dann um 5.00 Uhr, aber niemand weiss genau, wann und vor allem für wie lange er öffnet. Und niemand ist sich sicher, ob er wirklich durchgelassen wird. Dafür kann es viele Gründe geben. Es kann schon ausreichen, wenn ein Cousin einmal Probleme mit der Polizei hatte oder auch nur als verdächtig eingestuft wird, damit die ganze Familie auf der schwarzen Liste steht und ihr somit die Einreise nach Israel verwehrt wird. Mitarbeiter von Organisa­tionen wie «Peace Watch» können hier vermitteln und durch Nachfragen an Informationen gelangen, die der Betroffene selber nicht erhalten hätte. Kommt es auch zu Gewalt an den Checkpoints? Ja, vor allem seitens der isrealischen Sicherheitskräfte. Die Präsenz von internationalen Organisationen kann hier viel bewirken. Wir haben erlebt, wie sich ein Sicherheitsbeamter einen Palästinenser aus einer Gruppe herauspickte und grundlos auf ihn eindrosch. Als er bemerkte, dass wir ihn beobachten, ging er mit ihm hinter eine Mauer und verprügelte ihn dort weiter. Neben der grundlosen Gewalt hat mich vor allem das lethargische Verhalten der Palästinenser rund herum geschockt. Die Palästinenser sind müde geworden, sich gegen die Isrealis zu wehren. Was geschieht, wenn der Checkpoint dann öffnet? Dann drückt eine Masse von mehreren hundert Männern gegen die Zäune, um rasch zu ihrer Arbeit zu gelangen. Da kann es vorkommen, dass ein Mann bewusstlos zu Boden fällt und es eine Weile dauert, bis dies bemerkt wird und er hinausgezogen werden kann. Es kam vor, dass mir israelische Soldaten den Durchgang gewährten, um solchen Menschen helfen zu können. Auch sie sind Menschen und verhalten sich nicht alle gleich. Was können internationale Organisationen konkret bewirken? Ich war mir immer bewusst, dass ich an der politischen Situation nichts verändern kann. Aber ich konnte durch die Gespräche viel bewirken. Seitens der Palästinenser, indem man ihnen zuhört und ihren Anliegen Gewicht gibt. Als ich einem Palästinenser einen meiner Beiträge in der RZ zeigte, hat er sich so gefreut, dass er den Artikel eingerahmt und in seinem Geschäft aufgehängt hat. Es mag nicht nach viel klingen, aber wenn man schon nur den Tag eines einzigen Menschen vereinfachen konnte, indem man ihn beispielsweise unterstützt, von der Schwarzen Liste gestrichen zu werden, ist das schon viel wert. Hatten Sie auch Kontakt zu Isrealis? Ja, gerade mit israelischen Studenten habe ich viele Gespräche geführt. Man muss auch ihre Seite verstehen und die Angst, die in ihnen geschürt wird, indem man ihnen einbläut, dass in jedem Palästinenser ein potenzieller Selbstmordattentäter steckt. Nur ein kleiner Teil der Isrealis ist sich bewusst, was ihre Regierung da macht. Alles läuft unter dem Deckmantel der Sicherheit. Beide Seiten sind vom jahrelangen Krieg traumatisiert. Auf beiden Seiten ist viel Unrecht geschehen. Und beide Seiten wünschen sich Frieden. Neben den morgendlichen Einsätzen am Checkpoint: Was hatten Sie sonst noch für Aufgaben? Wir hatten bei der Gestaltung unseres Tages ziemlich freie Hand. Mir war der Kontakt zu den palästinensischen Jugendlichen sehr wichtig. Gerade bei Besuchen von Flüchtlingslagern habe ich oftmals den Kontakt zu ihnen gesucht. Neben ernsten Gesprächen haben wir auch zusammen Musik gemacht. Die Situation in diesen Lagern war sehr eindrücklich, in den Augen eines Schweizers hat es etwas ghetto-ähnliches. Viele Leute auf engstem Raum, überall Dreck. An den Wänden sah man oft Schriftzüge wie «We will come back» und dann die Namen all der Dörfer, aus denen die Menschen vertrieben und die inzwischen zerstört wurden. Die Hoffnung schwindet, aber sie ist noch da. Haben Sie auch palästinensische Dörfer besucht? Ja. Dort haben wir Organisationen wie der UNO geholfen, eine Bedürfnisaufnahme zu machen. Wir haben vor Ort erfasst, an was es den Menschen am meisten fehlt, und somit wofür die Hilfsgelder eingesetzt werden. Inzwischen haben viele von ihnen fliessend Wasser, aber es fehlt ihnen an Strom, weil ihnen die Erlaubnis für den Bau einiger Solarpanels verwehrt wird, obwohl dies einige hundert Meter weiter bei einer isrealischen Siedlung erlaubt wird. Wir haben viele Ungerechtigkeiten erlebt. So mussten wir auch ansehen, wie Palästinensern unbegründet die Häuser enteignet und auf eigenen Kosten zerstört wurden, obwohl sie diese auf legalem Weg erworben haben. Und all unsere Beobachtungen haben wir auch stets dokumentiert. Ein grosses Ziel von «Peace Watch» ist eben auch, von Einsatzkräften vor Ort über die Situation vor Ort zu berichten und dies in die Welt hinauszutragen. Was wünschen Sie sich für die Menschen vor Ort? Ich wünsche mir für die Palästinenser eine starke Führungspersönlichkeit, die ihnen Mut gibt und mit der sie sich identifizieren können. Die Palästinenser erleben Mahmud Abbas als schwachen Führer, der sich nicht mit Herz für sein Volk einsetzt. Seiner Regierung wird viel Korruption und Geschäfte mit den Isrealis nachgesagt. Die Palästinenser sagten mir, dass ihnen Jassir Arafat – auch wenn er viele Fehler gemacht hat – das Gefühl gegeben hat, sie zu führen und sich für sie einzusetzen. In der jetzigen Situation fehlt ihnen der Zusammenhalt und eine starke Führungspersönlichkeit, die ihnen Hoffnung und Orientierung gibt. Werden Sie sich auch weiterhin für die Palästinenser einsetzen? Ja. Ich bemühe mich, meine Erlebnisse und Sichtweise vom Konflikt im Nahen Osten weiterzugeben. So stelle ich beispielsweise am 26. November ab 20.00 Uhr meine Fotos, die ich während des Einsatzes gemacht habe, im Jazzkeller in Visp aus und werde dort auch Interessierten erzählen, was ich erlebt habe. Werden Sie eines Tages wieder zurückgehen? Ja. Es ist zwar ein Konfliktgebiet, aber die Leute begegnen einem mit so viel Herzlichkeit. Das hat mich sehr berührt.
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Ich war dem Alkohol verfallen
Staldenried - «Ich war 18 Jahre lang dem Alkohol verfallen», gesteht Ewald Abgottspon (57). Seit zwei Jahren ist der dreifache Familienvater nun trocken. «Ich hatte selten einen Vollrausch. Ich war eher ein so genannter Pegeltrinker.» Ewald Abgottspon spricht ruhig. Immer wieder hält er inne und lässt eine Begebenheit Revue passieren. 18 Jahre konsumierte er regelmässig Alkohol. Heute, zwei Jahre nach seinem Entzug, fühlt er sich «besser denn je». Erste Entzugserscheinungen «Die Sache mit dem übermässigen Alkoholkonsum hat sich schleichend angebahnt», erinnert sich Abgottspon. Er habe wohl regelmässig «ein, zwei Gläser getrunken», habe sich aber nichts weiter dabei gedacht. Dann, an einem Sonntagmorgen, zeigen sich erste Entzugserscheinungen. «Es war am Morgen vor dem Hochamt. Ich war allein in der Stube und hatte plötzlich das dringende Bedürfnis, etwas Alkoholisches zu trinken. Ich habe regelrecht gezittert», erinnert er sich. Abgottspon nimmt sich ein Bier. Danach geht es ihm wieder besser. «Ich schenkte diesem Vorfall denn auch keine weitere Beachtung.» Er trinkt weiter, vorwiegend abends. «Wenn ich nach Hause kam, habe ich zwei, drei Gläser Wein oder zwei, drei Bier getrunken. Dann fühlte ich mich sofort gleich wohler.» Zwischendurch hält er sich mit Trinken zurück, um dann umso intensiver dem Alkoholkonsum zuzusprechen. «Vier, fünf Bier pro Abend waren dann keine Seltenheit.» «Sie sind alkoholkrank» Als Ewald Abgottspon eines Tages zum Hausarzt geht, um sich «checken» zu lassen, schickt ihn dieser zur weiteren Abklärung ins Spital. «Hier sagte man mir, meine Leberwerte seien nicht in Ordnung. Schliesslich sagten mir die Ärzte, ich sei alkoholkrank.» Abgottspon will es nicht wahrhaben. «Ich konnte nicht glauben, was ich da hörte. Auch meine Frau fiel aus allen Wolken.» Nach einem kurzen Spitalaufenthalt lässt er sich ein halbes Jahr vom Hausarzt behandeln, bevor er es wieder «schlittern» lässt. «Ich hatte zu diesem Zeitpunkt recht viel um die Ohren. Ich baute ein Eigenheim, war Konsumverwalter, und zugleich in vier, fünf Vereinen tätig. Der Alkohol war für mich wie eine Flucht zum ‹erliwwä›. Wenn ich zwei, drei Gläser getrunken habe, bin ich viel lockerer geworden», sucht er nach Gründen für seine Alkoholsucht. Der übermässige Alkoholkonsum nimmt stetig zu, bis er eines Tages einen totalen Absturz erlebt. Die Folge: Abgottspon wird von seinem Hausarzt erneut ins Spital eingewiesen. Aufenthalt im Via Gampel «Diesmal wurde mir mit meinem Einverständnis das Medikament Antabus (ein Vergällungsmittel, welches die Aversion gegen Alkohol unterstützt) verschrieben. Trotzdem fing ich nach meinem Spitalaufenthalt wieder an zu trinken.» Seine Frau und die Kinder leiden seelisch unter der Alkoholsucht des Mannes und Vaters. Trotzdem wird daheim nicht oft darüber gesprochen. «Ich war nie aggressiv oder wurde handgreiflich, im Gegenteil: Wenn ich zuviel getrunken hatte, schloss ich mich einfach ein und habe den Kater ausgeschlafen.» Die gutgemeinten Ratschläge seiner Familie lassen den gelernten Mechaniker kalt. Nicht aber die Interven­tion am Arbeitsplatz: «Als ich nicht mehr nüchtern zur Arbeit erschienen bin, hat mir mein Vorgesetzter geraten, etwas dagegen zu unternehmen.» Abgottspon nimmt sich die Worte seines Chefs zu Herzen und geht für drei Monate zur Therapie ins Via Gampel, einer stationären Institution für Menschen mit Suchtpro­blemen. Trotz fachlicher Betreuung und professioneller Beratung schafft er es nicht, über seine Alkoholpro­bleme hinwegzukommen. «Insgeheim habe ich immer gehofft, endlich davon loszukommen. Die Krankheit war jedoch stärker.» Inzwischen weiss das ganze Dorf um das Leiden von Abgottspon. Dennoch wagt es niemand, ihn darauf anzusprechen. «Ich habe mich in der Öffentlichkeit auch nicht geniert. Schliesslich habe ich niemanden verletzt, vielleicht mit Ausnahme meiner Familie», gibt er sich einsichtig. Seit zwei Jahren trocken Vor zwei Jahren erreicht Abgottspons Alkoholsucht ihren traurigen Höhepunkt: Nach einem weiteren Absturz wird er wieder ins Spital eingeliefert. Wegen Alkoholmissbrauch wird ihm auch noch sein Permis entzogen. Auch sein Arbeitgeber und die Sozialberatung setzen jetzt Druck auf. Das ist auch der Moment, wo die Alkohol- und Drogenberatungsstelle LVT zugezogen wird und Ewald Abgottspon ihre Hilfe anbietet. Dieser nimmt dankend an und verschreibt sich freiwillig einem erneuten Entzug mit Antabus. Anderthalb Jahre nimmt er regelmässig das Medikament, bevor er es am 1. Juli dieses Jahres absetzt. «Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt», ist Abgottspon überzeugt. «Mir geht es super auf jedem Gebiet. Sowohl familiär, beruflich wie auch sozial. Ich akzeptiere meine unheilbare Krankheit.» Regelmässig besucht er die Treffen der Anonymen Alkoholiker (AA). Für ihn ein wichtiger Ausgleich zu seinem abstinenten Leben. «Ich hole bei diesen Treffen Motivation und Kraft, weiterhin trocken zu bleiben. Die letzten 18 Jahre hatte mich der Alkohol im Griff, jetzt habe ich den Alkohol im Griff», meint er stolz.
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