Die Erneuerung der SBB-Axentunnels ist abgeschlossen

Die Erneuerung der drei bergseitigen Axentunnels ist abgeschlossen. Die Züge verkehren wieder ohne Einschränkungen. Bis Ende vergangener Woche wurde abschliessend der provisorische Spurwechsel im «Franziskus» ausgebaut und die ursprüngliche Gleislage wieder hergestellt. Die bergseitigen Tunnels zwischen Brunnen und Flüelen wurden seit Herbst 2007 für knapp 30 Millionen Franken für weitere 50 Jahre auf den neusten Stand gebracht.

Die drei bergseitigen Axenbergtunnels sind saniert. Die Strecke Brunnen–Flüelen ist für den Bahnverkehr wieder uneingeschränkt befahrbar. Bereits am 7. September 2009, um 6.20 Uhr erfolgte die plangemässe Wiederinbetriebnahme des Stutzeck-Axenbergtunnels, des letzten der drei erneuerten SBB-Tunnels am Axen. Bis Ende vergangener Woche wurde abschliessend zwischen dem Morschach- und dem Fronalptunnel der provisorische Spurwechsel im «Franziskus» ausgebaut und die ursprüngliche Gleislage wieder hergestellt. Der Spurwechsel hatte es der SBB erlaubt, die Tunnelabschnitte einzeln zu sperren und so die Auswirkungen auf den Zugbetrieb auf ein Minimum zu beschränken.

Bei allen drei Tunnels – begonnen wurde im Herbst 2007 von Norden her mit dem Morschachtunnel, dann folgten der Fronalp- und schliesslich der Stutzeck-Axenberg-Tunnel – sanierten die Bauteams zuerst das Tunnelgewölbe. Sie besserten schadhafte Stellen im Tunnelgewölbe mit Spritzbeton aus, dichteten Wassereintritte ab oder fassten das Wasser in kontrollierte Gewölbeableitungen, welche nun in die neue Sickerleitung münden.

In einem nächsten Schritt baute ein Gleisbaukran die Schienen und Schwellen und ein Spezialbagger den alten Schotter aus. Danach brachen die Bauteams den bestehenden Entwässerungskanal ab und erstellen eine neue unterhaltsfreundliche Sickerleitung. Die Tunnelsohle wurde dafür grossflächig bis zu 30 Zentimeter abgefräst und neuer Sohlenbeton eingebaut. Auch der Kabelkanal seitlich der Gleise wurde erneuert. Nach Abschluss der Sohlenarbeiten richtete ein Gleisbauzug das neue Schotterbett her und baute die neuen Schienen und Schwellen ein.

Danach wurden die neuen Kabel- und Sicherungsanlagen eingebaut sowie die Stromschiene, welche anstelle einer herkömmlichen Fahrleitung montiert wurde. Die Stromschiene hat neben geringeren Unterhaltskosten auch den Effekt, dass das Tunnelprofil optimal ausgenützt werden kann. Parallel zu den Einbauarbeiten besserten die Bauteams die Tunnelportale aus. In den Portalbereichen wurden gleichzeitig Felssicherungsarbeiten ausgeführt. Den Abschluss der Arbeiten bildete der Einbau der Selbstrettungseinrichtungen mit Notbeleuchtungen, Handlauf und Fluchtbeschilderungen. Nach umfassenden Sicherheitsprüfungen mittels Messfahrten und diversen messtechnischen Aufnahmen nahm die SBB die Tunnel wieder in Betrieb.

Die Axentunnels wurden 1948 in Betrieb genommen, 66 Jahre nach dem seeseitigen Gleis am Axen, welches 1882, gleichzeitig mit der Gotthardbahn, eröffnet wurde. Das seeseitige Gleis hat die SBB in den Jahren 2003 und 2004 instand gestellt. Die bergseitigen Tunnels wurden nun für die nächsten 50 Jahre umfassend erneuert. So ist die Axenstrecke der SBB für die Aufnahme des NEAT-Verkehrs im Jahre 2017 gerüstet. Die SBB investierte rund 30 Millionen in die Erneuerung der Axentunnels.

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