Wiener Büro gewinnt Architekturwettbewerb für den Bau der neuen ÖBB-Zentrale

56 Konzepte wurden eingeschickt, die Wiener gingen als Sieger hervor

Der EU-weit ausgeschriebene Architekturwettbewerb für den Bau der neuen ÖBB-Zentrale auf dem Wiener Hauptbahnhof ist entschieden. Die Jury kürte das Wiener Büro "Zechner & Zechner ZT GmbH" zum Sieger.

Nun wird verhandelt: Bis Herbst soll dann feststehen, ob das Siegerkonzept tatsächlich verwirklicht wird. Wenn ja, soll den Siegern auch die Generalplanung der Konzernzentrale übertragen werden. Diese umfasst im Wesentlichen Architektur, Haustechnik und Statik des Hauses.

Sollte eine Einigung doch nicht zustande kommen, wird mit dem Zweitplatzierten - dem Berliner Architekten Max Dudler - verhandelt. Insgesamt stellten sich 56 Einreichungen unter anderem aus Frankreich, England, Spanien und den USA dem Preisgericht unter der Leitung von Marcel Meili.

Zentraler für 1.600 Mitarbeiter
Der ÖBB-Hauptsitz wird am südlichen Vorplatz des künftigen Bahnhofsgeländes errichtet. Er soll rund 1.600 Mitarbeiter aus verschiedenen Teilen des Unternehmens beherbergen. Nach dem aktuellen Masterplan soll die Maximalhöhe des Gebäudes 88 Meter nicht übersteigen.

Ursprünglich hätte die Zentrale am nördlichen Vorplatz stehen und somit Teil der so genannten BahnhofCity sein sollen. Die Entscheidung für die Standortverlegung argumentierte die ÖBB im März mit ökonomischen Gründen: "Die südliche Fläche ist für uns genau so gut, wäre aber für eine wirtschaftliche Vermarktung weniger wert gewesen", erklärte damals eine Sprecherin. Deshalb wäre es unvernünftig gewesen, an den ursprünglichen Überlegungen festzuhalten.

Planungen für Geschäftsviertel
Abstriche machte die Immo-Tochter beim gegenüberliegenden Turm. Der soll nun - entgegen früherer Planungen von bis zu 100 Metern Höhe - ebenfalls nicht höher als 88 Meter werden.

Verhandelt wird bereits hinsichtlich des Verkaufs der so genannten InterCity. Das Geschäftsviertel, auf dem unter anderem Gastronomie, Büros und Wohnräume entstehen sollen, liegt zwischen der BahnhofCity und der künftigen Zentrale der Erste Bank. Ein Ergebnis soll es Ende September geben. Sowohl Konzernzentrale als auch Bahnhof- und InterCity entstehen unabhängig vom eigentlichen Bahnhofsgebäude.

Der Baustart für den Hauptbahnhof auf dem Gelände des jetzigen Südbahnhofs ist für 2010 angesetzt. Bereits 2012 ist eine erste Teilinbetriebnahme, 2013 die offizielle Eröffnung geplant. In Vollbetrieb soll die Anlage 2015 gehen.

 

 

 

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Mit dem erstgereihten Architekten Zechner & Zechner werden die Verhandlungen aufgenommen.


Der von der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH im Januar dieses Jahres gestartete Architekturwettbewerb für den Neubau der ÖBB-Konzernzentrale auf einer Teilfläche am südlichen Vorplatz des künftigen Hauptbahnhof Wien wurdeam gestrigen Donnerstag abgeschlossen.

Das 13-köpfige Preisgericht unter der Leitung von Architekt Prof. Marcel Meili, Zürich, hat den EU-weit ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb entschieden. Insgesamt haben 56 Architekturbüros u. a. aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Frankreich, England, Spanien, Portugal und den USA teilgenommen. Die Projekte folgender Planer haben die in den Ausschreibungsunterlagen gestellten Anforderungen am besten erfüllt:

1. Preis: Zechner & Zechner ZT GmbH, Wien
2. Preis: Max Dudler, Berlin
3. Preis: Holzbauer & Partner Ziviltechnikerges.m.b.H, Wien

Mit dem Büro Zechner & Zechner werden Verhandlungen über die Erbringung von Generalplanerleistungen aufgenommen. Spätestens im Herbst soll ein Abschluss erzielt werden.

Mit dem herausragenden Planungskonzept von Zechner & Zechner beabsichtigen die ÖBB am Standort Hauptbahnhof als Schlussstein der Standortkonzentration in Wien eine neue Konzernzentrale für circa 1.600 Mitarbeiter aus unterschiedlichen ÖBB-Konzerngesellschaften mit optimalen Arbeits- und Kommunikationsbedingungen zu schaffen.

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