Der Hochgeschwindigkeitszug Velaro RUS stellte einen Geschwindigkeitsrekord auf

Der Hochgeschwindigkeitszug Velaro RUS von Siemens Mobility hat einen Geschwindigkeitsrekord auf russischen Gleisen aufgestellt. Bei Tests des Fahrwerks und der elektrischen Systeme passierte der in Russland „Sapsan“ (Wanderfalke) genannte Hochgeschwindigkeitszug am 02. Mai 2009 den Streckenabschnitt Okulowka – Mstinski Most zwischen Moskau und Sankt Petersburg mit der Geschwindigkeit von 281 km/h.

 

„Eine solche Geschwindigkeit ist auf den Gleisen der russischen Eisenbahn zum ersten Mal erreicht worden“, sagte Valentin Gapanovich, Vize-Präsident der staatlichen Bahngesellschaft RZD.

Valentin Gapanovich, Vize-Präsident der RZD (Mitte), am Tag des Geschwindigkeitsrekords                                               Foto: Siemens

Die bisher durchgeführten Tests ergaben, dass der Zug im regulären Betrieb mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h fahren kann. Nach der Modernisierung der Infrastruktur auf einem Großteil der 645-Kilometer Strecke zwischen Moskau und Sankt Petersburg kann die Geschwindigkeit sogar auf 230 km/h erhöht werden.

Im Rahmen der Prüfungen erfolgt das „Einfahren“ des Zuges auch auf zwei weiteren Strecken. So finden zusätzlich Probefahrten auf der Prüfstrecke Belorechenskaya – Maikop der Nord-Kaukasus-Eisenbahn statt, danach sind Probefahrten auf den Gleisen der Gorkovskaya-Eisenbahnstrecke geplant.

Der Velaro RUS von Siemens Mobility                                         Foto: Siemens

 

Die Prüfungen sollen bis November dieses Jahres abgeschlossen sein. Danach findet die erste reguläre Fahrt zwischen Moskau und Sankt Petersburg statt. Die Fahrgäste werden dann nur noch 3 Stunden 45 Minuten für die Fahrt zwischen den beiden Metropolen benötigen. Das bedeutet eine Zeitersparnis von fast einer Stunde. Die durchschnittliche Umlaufzeit wird acht Stunden betragen. 

Der Termin für die Vertragsabnahme und Start des kommerziellen Betriebs ist auf Dezember 2009 gelegt. Siemens Mobility liefert acht Züge des Typs Velaro RUS an die RZD bis 2010. Den Auftrag für die Züge und deren Wartung über 30 Jahre hatte Siemens im Mai 2006 erhalten.

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