Die CFL feierte 150 Joer Eisebunn zu Lëtzebuerg

Tausende Besucher kamen am vergangenen Wochenende zum Volksfest auf das CFL-Wartungsgelände.

Auf eine Rekordgeschwindigkeit von knapp 575 km/h brachte es der TGV Anfang April 2007 und wurde damit seiner Bezeichnung „train à grande vitesse“ einmal mehr gerecht. Ganz so schnell unterwegs waren seinerzeit Dampfmaschinen zwar nicht, und dennoch galt diesen schwarzen Ungetümen an diesem Wochenende die fast uneingeschränkte Aufmerksamkeit beim großen Volksfest zur 150-Jahr-Feier der Eisenbahn in Luxemburg.

Foto: Matthias Müller                                                                 © www.swistrail.de

Es war ein Bild, wie man es bei Veranstaltungen in Luxemburg nur höchst selten erlebt und ein Cliché, das man eigentlich eher mit Touristen aus dem ostasiatischen Raum in Verbindung bringt: Mit Fotoapparaten und Kameras „bewaffnete“ Zeitgenossen, das Zielobjekt „Zug“ jederzeit fest im Visier und ständig bereit, einen „Schuss“ darauf abzulassen.

Das Zielobjekt „Zug“ fest im Visier
Besonders großes Gedränge herrschte am Samstagnachmittag allerdings an der Drehscheibe im Depot, wo um kurz nach 14.30 Uhr eine aus Frankfurt kommende Schlepptender-Lokomotive aus dem Jahre 1934 einlief – im Schlepptau der Luxemburger 5519, die die deutsche Lok der Baureihe 01 in Wasserbillig in Empfang genommen hatte. Jeder wollte (sich) ein Bild machen von der Ent- und Bekohlung der ersten in Serie gebauten Eindampflok, die heute in einem Frankfurter Museum steht. Doch auch die 5519 der CFL, die von 1948 bis 1964 im täglichen Einsatz war, begeisterte junge wie betagtere Semester.

„Wenn ich das sehe, schlägt mein Herz höher“, seufzte ein Endvierziger, dessen Augen beim Anblick der robusten Mechanik funkelten. Überhaupt bot die Rotunde mit ihrem 180-Grad-Blick an diesem Wochenende einen fast kompletten Überblick über die nicht nur äußerliche Weiterentwicklung der „Zugmaschinen“ der vergangenen 100 Jahre und darüber hinaus.

 

Gäste von Technik beeindruckt
Im Gegensatz dazu fuhren die Züge am anderen Ende des Geländes rasant gen Zukunft. Und wie die aussieht, hat Eric Pieczak bereits erleben können. Der Lokführer der SNCF steuerte nämlich jenen TGV, der vor zwei Jahren mit 574,8 km/h unterwegs war.

Stolz sei er darauf, diese Mission habe erfüllen zu können, erzählte Pieczak den Besuchern, die er durch den zweigeschossigen TGV der jüngsten Generation führte. Die Technik im Führerhaus beeindruckte die Gäste, auch wenn viele den Panoramablick im gegenüberstehenden ICE bevorzugten, worauf wiederum das Bordpersonal der DB „nicht wenig stolz ist“, wie Zugführer Jörg Pawlak zugab.
Zu entdecken gab es viel in Bonneweg . Neueste Sicherheitstechnologien wurden präsentiert, es gab Infos zum „Luxtram“ und natürlich war auch für Essen und Trinken bestens gesorgt. Und vielleicht wird der eine oder andere auf
dem Nachhauseweg bereits daran gedacht haben, seine Spielzeugeisenbahn wieder auszupacken oder, sofern er noch keine hat, sich schnellstens eine anzuschaffen. 

 

 

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