Die ÖBB setzen den Rotstift bei Haltestellen an

Der Haltestelle Ederbauer an der Westbahn bei Strasswalchen droht das Aus.Die Haltestelle könnte dem neuen Fahrplan der ÖBB zum Opfer fallen. Auch im Pinzgau überlegen die ÖBB Einsparungen.

 

Die Arbeiten am neuen Fahrplan laufen bei den Österreichischen Bundesbahnen auf Hochtouren. Ab Dezember 2009 wird er gültig sein. Der eine oder andere Bahngast wird eine böse Überraschung erleben, wenn er erstmals einen Blick darauf wirft.

 

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Susanna Pollstötter

Etwa im Flachgau. Dort könnte die Haltestelle Ederbauer bei Strasswalchen nicht mehr angefahren werden. ÖBB-Pressesprecher Johannes Gfrerer: „Ja, das stimmt. Aber die Überlegungen reichen von weniger Zugstopps bis zur Schließung.“ Grund für diese Überlegung ist zum einen die niedrige Pendlerfrequenz, zum anderen gibt es Pläne, die Regionalexpresszüge von Strasswalchen nach Salzburg direkt weiter nach Taxham zum Einkaufszentrum Europark zu führen. „Um diese Verbindung anbieten zu können, muss die Strecke beschleunigt werden.“

Nach Angaben der ÖBB nutzen täglich 35 Personen einen der 32 Züge, die von Salzburg oder Linz kommend in Ederbauer halten. „Das ist etwas mehr als ein Pendler pro Zug.“ Das überrascht den Straßwalchener Bürgermeister Fritz Kreil (ÖVP) nicht. „Kein Wunder, dass so wenige diese Züge nützen.“ Die Station Ederbauer sei in den vergangenen Jahren systematisch ausgehungert worden. „Immer weniger Züge bleiben stehen. Die Leute können zwar fortfahren, haben aber oft keinen passenden Zug mehr nach Hause.“ Dennoch sei die Verbindung wichtig. „Die nächste Bushaltestelle ist zwei Kilometer entfernt.“

Christa Hattinger, Wirtin des Gasthofs Ederbauer neben der Haltestelle, will für deren Erhalt kämpfen. „Nicht auszudenken, wenn kein Zug mehr stehen bleibt. Früher sind viele Gäste mit dem Zug gekommen. Seit abends kaum noch einer stehen bleibt, nicht mehr.“ Auch im Pinzgau stehen Veränderungen bevor. Schwach frequentierte Haltestellen wie Gries (zwischen Bruck und Taxenbach), Gerling (Saalfelden) oder Eschenau (Taxenbach) stehen zur Diskussion. Auch hier spricht Gfrerer von zu wenig Auslastung. „Man muss sich überlegen, ob dort bei der niedrigen Frequenz so viele Züge halten müssen.“

Doch auch hier müssen die ÖBB mit Gegenwehr rechnen. Der Taxenbacher Bürgermeister Franz Wenger (ÖVP) fordert vehement, dass keine weiteren Züge an den genannten Haltestellen eingespart werden. „Egal, ob 30 oder 300 Pendler diese Züge nützen, die ÖBB müssen diese Verbindungen anbieten.“ Wenger ruf den Bund in die Pflicht. „Anschluss an den Zugverkehr zählt zu unseren Grundbedürfnissen.“ Und das müsse auch für die 84.000 Pinzgauer gelten. „Nur weil die ÖBB nur noch überregionale Interessen verfolgen, dürfen sie die regionalen nicht einfach beiseite schieben.“

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

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