Landeck: Der Brückenbau geht zügig voran

Im April soll es so weit sein: Dann wird die alte Landecker Bahnbrücke ausgehoben und anschliessend gleich die neue eingeschoben. 

 

An der Lärmschutzwand gegenüber der Donau Chemie wird kräftig gewerkelt. Rund 35 Tonnen Stahl wurden zur Bewehrung der neuen Brücke eingebaut.

 

Foto: Renate Schnegg

 

Sie ist nicht ganz unproblematisch, die Land­ecker Bahnbrücke. Eigentlich hätte der Tausch der 105 Jahre alten Brücke gegen die neue Stahlbogenbrücke bereits im November vergangenen Jahres stattfinden sollen. Unterschiedlichste Umstände, von verschwundenen Stahlstangen bis hin zu unstimmigen Gewichtsberechnungen sorgten für eine saftige Verzögerung.

Damit ist jetzt Schluss. Der Druck ist groß, schon allein deshalb, weil die Arlbergbahn heuer ihr 125-Jahr-Jubiläum feiert. Die Arbeiten gehen zügig voran, der Stahlbogen ist geschweißt, jetzt laufen die Betonierarbeiten an der Fahrbahnplatte.

Sperre der Arlbergstrecke vom 22. bis 29. Apri 2009

Rund 35 Tonnen Bewehrung wurden in den letzten Tagen eingebaut. „Die Sperre der Arlbergstrecke erfolgt vom 22. bis 29. April“, erklärt Siegfried Moschen, zuständig für ÖBB-Neu- und Umbauten zwischen Ötztal und Feldkirch. „Bis 16. März kann der Beton aushärten. In der letzten Woche vor der Sperre fahren dann die riesigen Raupenkräne auf.“

Die sind nötig, um die 260 Tonnen schwere alte Brücke auszuheben und die rund 1400 Tonnen schwere neue Brücke einzuschieben. „40 Tieflader braucht es, um die Kräne aufzubauen“, schildert Moschen den gigantischen Umfang. Ein Vorgang, der sicher wieder zahlreiche schaulustige Landecker auf die Innbrücke locken wird. „Die neue Brücke ist für rund 80 bis 100 Jahre ausgelegt“, fügt Moschen an.

Kostenplan hält
Im Rahmen der Sperre werden auch die Lärmschutzwände entlang der Brücke angebracht. Bereits in Arbeit sind die Lärmschutzwände vom Bahnübergang bis zum Harrer.

War ursprünglich geplant, den Lärmschutz aus geschäumtem Glas zu bauen, „sind wir jetzt bei Alu-Wellblech angelangt“, sagt Moschen. Die kalkulierten Baukosten von 10,5 Millionen Euro werden laut Moschen eingehalten. Die durch die Verzögerung entstandenen zusätzlichen Kosten wollen die ÖBB nämlich auf den Verursacher abwälzen.

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