Chris Lohner ist seit 30 Jahren die ÖBB-Stimme

Sie ist seit 30 Jahren angesagt beziehungsweise sagt an: Chris Lohner informiert ÖBB-Kunden in ganz Österreich mit ihren Durchsagen. Zum Jubiläum moderierte sie am Donnerstag 5. Februar 2009 am Praterstern "ihren" Zug an. Die Schnellbahngarnitur namens "Chris Lohner" soll in Wien regelmäßig unterwegs sein. Die Flotte der neuen Nahverkehrszüge ist damit komplett. Im Raum Wien sind jetzt 56 neue rote Ganituren unterwegs.

 

Erste Aufnahmen im Gewölbekeller
Die Stimme blieb über drei Jahrzehnte die selbe, nicht aber die Technik: Es begann in einem Gewölbekeller in der Laxenburger Straße, dem Studio der damaligen Fernmeldestreckenleitung der ÖBB. Aufgenommen wurden die Ansagen damals auf Bänder.

Bei einer Österreichrundfahrt wurden dann alle Audiodateien an die Rechenzentren von Spittal a. Millstättersee über Mallnitz bis nach St. Pölten und Wien verteilt. Heute verfügen die ÖBB Österreichweit über mehr als 200 Recheneinheiten ausschließlich für die Ansagen.

Längst vorbei sind also die Zeiten, in denen die Zugbegleiter mit Kassettenrekorder ausgestattet ihren Dienst antraten und das Gerät an die Lautsprecheranlage im Zug angeschlossen werden musste.

                                                                                        Fotos: ORF

 "Jeder Satz muss frisch klingen"
"Ich hatte keine Ahnung, dass es 30 Jahre werden", so Lohner heute. Die ÖBB seien aber die erste Bahn in Europa mit dieser Art der Corporate Identity gewesen: eine Stimme für alles. "Dadurch wurde sogar die BBC auf uns aufmerksam und drehte in unserem Studio. Es war also eine Sensation."

Regelmäßig wird wegen des Fahrplanwechsels neu aufgenommen: Immer von September bis Dezember, im November laufen die Aufnahmen fast jeden Tag: "Länger als zwei Stunden kann ich aber eigentlich nicht aufnehmen, weil jeder Satz ganz frisch klingen muss." Hinzukommt, dass die ausländischen Städtenamen oft teuflisch schwierig auszusprechen sind: "Da ist sehr viel Konzentration notwendig."

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