Sa

07

Feb

2009

Die Schweizer Post überprüft die 500 kleinsten Poststellen

Das Netz der Schweizerischen Post soll erneut restrukturiert werden. In den kommenden drei Jahren wird der Betrieb der 500 kleinsten Poststellen überprüft. Je nach Ergebnis könnte ein Teil von ihnen geschlossen oder umgebaut werden.

Postsprecherin Nathalie Salamin bestätigte entsprechende Informationen auf der Internetseite des Westschweizer Fernsehens TSR. Die massive Abnahme der Post, die an den Schaltern erledigt werde, mache eine Restrukturierung unumgänglich.

Zwischen 2000 und 2008 habe insbesondere der Vormarsch der elektronischen Medien die Briefpost um 46 Prozent und die Anzahl der Pakete um 47 Prozent einbrechen lassen, führte die Sprecherin aus. Im Hinblick auf die 2012 vorgesehene totale Öffnung des Postmarktes müsse die Post über ein wettbewerbsfähiges Netz verfügen.

Wie die Überprüfung der kleinsten Poststellen ausgehen wird, ist noch offen. Laut Salamin ist ein Erhalt möglich, aber auch die Umwandlung von Filialen in eine "Post im Dorfladen". Denkbar wäre auch, dass Postboten einzelne Aufgaben wie den Verkauf von Briefmarken übernehmen könnten.

Die Verhandlungen mit den betroffenen Angestellten sowie mit den Sozialpartnern des Gelben Riesen würden in rund einem Monat aufgenommen, sagte Salamin. Es gehe darum, die Rahmenbedingungen für einen eventuellen Abbau von Schaltern oder von Stellen festzulegen und die Klassifizierung des Schalterpersonals zu überprüfen.

Das Postnetz hat schon mehrere Restrukturierungen hinter sich. So wurde die Anzahl Poststellen bereits von 3200 im Jahr 2001 auf heute 2400 gesenkt. Die letzte Etappe dieses Umbaus lief unter dem Namen "Ymago" und wurde im Februar 2005 gestartet.

Bis Ende 2008 wurden rund 200 kleine Poststellen in eine "Post im Dorfladen" umgewandelt. Mehrere hundert Stellen wurden gestrichen und ein Sozialplan für die betroffenen Angestellten ausgehandelt.

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