Hafen Lübeck: Erste interkontinentale Verbindung

Der Hafen Lübeck verfügt jetzt auch über einen interkontinentalen Liniendienst. Ab sofort verbindet die schwedische Reederei Trans Atlantic Nordamerika – die USA und Kanada – mit dem größten deutschen Ostseehafen, dies teilte die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) heute mit. Für ihren neuen Linienverkehr, der im Abstand von zwei bis drei Wochen den Travehafen ansteuert, setzt die Reederei die drei modernen RoRo-Frachter „TransWood“, „TransPine“ und „TransFighter“ ein.

Die knapp 180 Meter langen Schiffe, die für die Seereise von Lübeck nach bis zum ersten US-Hafen (Philadelphia) elf Tage benötigen, können eine große Bandbreite unterschiedlicher Güter mitnehmen: von rollender Ladung, über Stahl bis hin zu Projektladung. Die Grundauslastung ist jedoch Papier. Davon können pro Fahrt in die USA bis zu 17.000 Tonnen mitgenommen werden.

Die am Nordlandkai in Lübeck jetzt erstmals abgefertigte „TransWood“ hatte große Mengen Papier des schwedisch-finnischen Herstellers Stora Enso an Bord genommen. Der LHG-Nordlandkai dient dabei als „Hub“ für die aus Schweden und Finnland eintreffenden Papiermengen. Die speditionelle Abwicklung der neuen Übersee-Linien-Verkehre obliegt der LHG-Tochterfirma ECL (European Cargo Logistics GmbH). Der Lübecker Schiffsmakler Manfred Schröder tritt als Abfertigungsagent in Erscheinung.

In der Hafenrotation in Übersee gilt Philadelphia (Jahresumschlag 2008: rund 40 Millionen Tonnen) als erster Anlaufhafen. Im weiteren Verlauf werden Häfen in Kanada, Großbritannien und weiteren nordeuropäische Häfen bedient.

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