Die ZSC-Lions sind Champions-Hockey-League-Sieger!

Z S C    L i o n s   -   Metallurg  Magnitogorsk      5:0   (1:0/1:0/3:0) 

 

Die Sensation ist perfekt: Die ZSC Lions haben das Final-Rückspiel gegen Magnitogorsk 5:0 gewonnen und sind damit Champions-League-Sieger! Was selbst die kühnsten Optimisten nicht für möglich gehalten haben, ist eingetroffen: Die ZSC Lions sicherten sich gegen die scheinbar übermächtigen Russen als erste Schweizer Mannschaft die höchste Trophäe im europäischen Klubeishockey. Und nicht nur das: Die Lions demontierten den «russischen Riesen» regelrecht und dürfen sich zurecht «Eishockey-Könige Europas» nennen.

 

Das Matchtelegramm:

 

Diners Club Arena in Rapperswil - 6'200 Zuschauer (ausverkauft)

SR Levonen, Laaksonen; Kekalainen, Terho (alle FIN) 

Tore: 1:0 17:17 Down (Pittis), 2:0 34:48 Sejna (Wichser / Ausschluss Marek) [PP], 3:0 48:57 Seger (Pittis / Ausschluss Chistov) [PP], 4:0 49:51 Alston (Monnet, Geering), 5:0 57:29 Trudel (Pittis, Down). 

Strafen: 3x2 (ZSC), 5x2 (MAG) 

ZSC Lions: Sulander; Blindenbacher, Suchy; Sejna, Gardner, Wichser; Seger, Schnyder; Pittis, Trudel, Down; Geering, Schelling; Monnet, Bastl, Alston; Gloor, Bühler; Grauwiler, Krutov, Kamber. 

Metallurg Magnitogorsk:
Proskuryakov; Atyushov, Varlamov, Marek, Kudrna, Rolinek; Malenkikh, Biryukov, Mirnov, Platonov, Kaigorodov; Ibragimov, Bulin; Zavaruhkin, Chistov, Khlystov; Pushkarev, Ermolayev, Fedorov. 

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Stoffel (rekonvaleszent). Metallurg ohne Khabarov (verletzt). Pfostenschuss Wichser 15', Lattenschuss Kudrna 20'. Varlamov scheidet verletzt aus (50').

ZSC-Trainer Sean Simpson ballt nach dem 5:0-Sieg Metallurg Magnitogorsk die Fäuste, während Ryan Gardner sich vor ihm über die Bande gleiten lässt und

Jean-Guy Trudel übers ganze Gesicht strahlt.                   Bild: KEYSTONE/AP 

 

Blaine Down und Peter Sejna brachten den Schweizer Meister bis zur 35. Minute 2:0 in Führung. Angetrieben von 6200 Fans in der ausverkauften Diners Club Arena verwalteten die Zürcher im Gegensatz zum Hinspiel (2:2), als sie ebenfalls 2:0 geführt hatten, den Vorsprung nicht nur, sondern legten noch einen drauf. Mathias Seger und Jan Alston mit einem Doppelschlag (49./50.) sorgten für die Entscheidung und verwandelten das Stadion endgültig in ein Tollhaus.

Selbst 3-gegen-5 hielt der ZSC dicht
Im Gegensatz zum Hinspiel vermochte Magnitogorsk auf den Zürcher Sturmlauf nicht zu reagieren. Champions-League-Topskorer Jean-Guy Trudel (13 Punkte) sorgte in der 58. Minute für den Schlusspunkt. In der 18. Minute verwertete Blaine Down, normalerweise der Teamleader der GCK Lions in der NLB, nach einer Unsicherheit von Metallurgs Keeper Ilja Prokurjakow einen Abpraller zur verdienten Führung. In einem lange Zeit offenen Spiel kamen beide Teams zu ihren Möglichkeiten. Bei einem Durcheinander vor dem Tor lenkte Peter Sejna einen Schuss von Adrian Wichser nicht unverdient zum 2:0 ab.

Magnitogorsk vermochte auch in doppelter Überzahl nicht zu reüssieren. Während 1:12 hielten die Lions vor und nach der zweiten Pause mit zwei Spielern weniger dagegen. Im Schlussabschnitt kamen die Zürcher nicht wie im Hinspiel ins Zittern, sondern luden zur Gala. Nach der grössten Sensation im europäischen Eishockey seit dem Euroliga-Triumph Feldkirchs vor elf Jahren - seither gewann stets ein russischer Klub den Titel - winkt den ZSC Lions im kommenden Herbst als Belohnung der Vergleich mit einem NHL-Klub um den Victoria Cup. Als Titelverteidiger sind die ZSC Lions in der kommenden Champions-League-Saison nicht gesetzt. Um erneut teilnehmen zu können, müssen die Zürcher Meister werden oder die NLA-Qualifikation gewinnen.

ZSC-Captain Mathias Seger gibt den Pokal sofort an den 40-jährigen

Torhüter Ari Sulander weiter.                           Bild: KEYSTONE/AP

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