57.000 Besucher kamen per Bahn nach Kitzbühel

Der bisherige Fahrgastrekord wurde eingestellt: 57.000 Personen reisten per Bahn zu den Hahnenkammrennen nach Kitzbühel. Das Mobilitätskonzept mit 400 Zügen hat sich bewährt, drei von vier Skifans kamen per Bahn! Herausgestrichen wird auch die gute Zusammenarbeit mit dem Veranstalter.

Zum 13ten mal sind die ÖBB der Mobilitätspartner für die An- und Rückreise der Zig-tausenden Skifans zu den 69. Hahnenkammrennen in Kitzbühel. Mit insgesamt 57.000 Fahrgästen am Rennwochenende wurde der Fahrgastrekord aus dem Vorjahr neuerlich erreicht. Mit dem rund um Kitzbühel wohl dichtesten Zugfahrplan des Jahres, in Summe waren rund 400 Züge an den drei Renntagen unterwegs, hat sich das Mobilitätskonzept wiederum bewährt. Drei von vier Skifans erreichten mit einem Zug die Bahnhöfe der Gamsstadt. Ein abgestimmter und sehr dichter Taktfahrplan verbunden mit dem Einsatz von modernsten Fahrzeugen, die eine enorme Platzkapazität aufweisen, sowie eine Einsatzleitung direkt in der Haltestelle sind dabei wichtige Faktoren. Der Grundstein für die erfolgreiche Abwicklung ist die harmonische Zusammenarbeit mit den Veranstaltern des K.S.C. Kitzbüheler Skiclub, die mit den kostenlosen Großparkplätzen an den Haltestellen der Shuttlezüge ideale Rahmenbedingungen schafften. Für die ÖBB verlief das Rennwochenende ideal - kurzfristig musste das Zugangebot am Samstag um mehrere zusätzliche Züge erweitert werden. Der große Fanansturm, insbesondere zum Abfahrtslauf am Samstag konnte sicher und ohne nennenswerte Verzögerungen abgewickelt werden.

Modernste Fahrzeuge im Einsatz - Sonderschichten beim ÖBB Personal
Die eingesetzten Doppelstockzüge, welche auf zwei Ebenen Sitzplätze anbieten und bis zu 1.000 Kunden aufnehmen können, sind gemeinsam mit den Nahverkehrsgarnituren "Talent" das Rückgrat des Mobilitätskonzepts. Durch die breiten und stufenlosen Einstiege kann ein sehr rascher Fahrgastwechsel an den Haltestellen erfolgen. Klimatisierung, elektronische Fahrgastinfo und die rasche
Beschleunigung der Züge bringen zudem ein komfortables und pünktliches Reisen. Entscheidend auch der sehr dichte Taktverkehr entlang der Bahnstrecke zwischen Kirchberg - Kitzbühel - St. Johann in Tirol. Zu den Spitzenzeiten wurde der Hahnenkammexpress im 15 Minuten Takt geführt. In Summe waren rund 80 ÖBB-Mitarbeiter am Rennwochenende im Kitzbühel Einsatz. Vor allem Lokführer, Fahrdienstleiter, Zugbegleiter, Ticketverkäufer sowie Sicherheits- und Reinigungspersonal waren in geplanten Sonderschichten für die Kunden unterwegs.

ÖBB: Österreichs grösster Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit rund 43.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,7 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2007 wurden von den ÖBB 448 Mio. Fahrgäste und 97 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Rückfragehinweis:
René Zumtobel
Pressesprecher Tirol/Vorarlberg
ÖBB-Holding AG
Tel.: +43 512 93000 2110
e-mail: rene.zumtobel@oebb.at

 

 

Die Rangliste der Herren-Abfahrt vom 24. Januar 2009

 

1. Didier Défago 01:56.09
2. Michael Walchhofer + 00.17
3. Klaus Kröll + 00.29
4. Didier Cuche + 00.50
Bode Miller + 00.50
6. Christof Innerhofer + 00.52
7. Andrej Jerman + 00.72
8. Stefan Johann Thanei + 00.76
9. David Poisson + 00.90
10. Hermann Maier + 01.03
11. Erik Fisher + 01.07
12. Benjamin Raich + 01.12
Marco Büchel + 01.12
14. Ambrosi Hoffmann + 01.17
15. Erik Guay + 01.24
16. Silvan Zurbriggen + 01.54
17. Patrik Järbyn + 01.57
18. Romed Baumann + 01.66
19. Aksel Svindal + 01.71
20. Carlo Janka + 01.73
21. John Kucera + 01.74
22. Andrew Weibrecht + 01.78
23. Natko Zrncic-Dim + 01.84
24. Marco Sullivan + 01.87
25. Andrej Sporn + 01.88
26. Manuel Osborne + 02.09
27. Patrick Staudacher + 02.35
28. Stephan Keppler + 02.42
29. Ivica Kostelic + 02.50
30. Tobias Grünenfelder + 02.72
31. Georg Streitberger + 02.74
32. Adrien Theaux + 02.80
33. Yannick Bertrand + 03.01
Kevin Francis + 03.01
35. Peter Struger + 03.07
36. Pierre-Emmanuel Dalcin + 03.14
37. Ted Ligety + 03.19
38. Peter Fill + 03.27
39. Joachim Puchner + 03.37
40. Guillermo Fayed + 03.40
41. Ales Gorza + 03.94
42. Aronne Pieruz + 04.00
43. Rok Perko + 04.03
44. Alek Glebov + 04.27
45. Bryon Friedman + 05.92
46. Alexander Horoschilow + 06.23
OUT Thomas Lanning
OUT Christoph Gruber
OUT Werner Heel
OUT Christoph Alster
OUT Matteo Marsaglia
OUT Massimo Penasa

Didier Defago ist der Abfahrer der Stunde: Der Lauberhorn-Sieger gewann mit Kitzbühel auch den zweiten grossen Klassiker innert einer Woche.

Letztmals war dies Stephan Eberharter 2002 gelungen. Michael Walchhofer und Klaus Kröll komplettierten das Podest. Knapp hinter dem Podest landeten zeitgleich die beiden Dominatoren des einzigen Trainings, Didier Cuche und Bode Miller. Vor der Traverse lag Vorjahressieger Cuche noch vor dem Teamkollegen, vergab den Sieg aber mit einer unsauberen Fahrt im untersten Streckenteil. Ambrosi Hoffmann fuhr auf den 13., Silvan Zurbriggen auf den 15. Rang.

Der Gesundheitszustand des schwer verunfallten Daniel Albrecht ist stabil.

Der Walliser habe eine ruhige Nacht verbracht, sagte Swiss-Ski-Mediensprecherin Diana Fäh unter Berufung auf Albrechts Familie. Gemäss den Ärzten gebe es keinen Grund zu übertriebener Sorge, sagte Fäh gegenüber SF weiter. "Im Gegenteil. Ein vorsichtiger Optimismus ist durchaus angebracht." Nach Klinik-Angaben wird der mit einem Schädel-Hirn-Trauma und einer leichten Lungenquetschung eingelieferte Albrecht weiter im künstlichen Koma gehalten. Wann er aufgeweckt wird, ist weiterhin unklar.

Zurbriggen gewinnt Hahnenkamm-Kombination

Julien Lizeroux und Jean-Baptiste Grange feierten im Hahnenkamm-Slalom einen französischen Doppelsieg. Und Silvan Zurbriggen (11. im Rennen) gewann als erster Schweizer seit Paul Accola die Hahnenkamm-Kombination.

Zurbriggen verwies Ivica Kostelic um 0,49 Sekunden auf den zweiten Platz. Die andern Anwärter auf den Kombinationssieg, Benjamin Raich und Bode Miller, hatten im ersten Slalom-Lauf eingefädelt, Ted Ligety stürzte im zweiten. Beinahe hätte es auch Carlo Janka aufs Podest geschafft. Der Bündner verpasste dieses als Vierter hinter Natka Zrncic-Dim um rund eine Sekunde. Immerhin liess er Aksel Lund Svindal noch um zwei Hundertstel hinter sich. Bisher haben erst drei Schweizer die Hahnenkamm-Kombination gewonnen, Walter Tresch 1976, Pirmin Zurbriggen dreimal (1986, 1987 und 1990) sowie Paul Accola 1992.

Erster Weltcupsieg für Silvan Zurbriggen

Für Silvan Zurbriggen bedeutete das den ersten Weltcupsieg in seiner Karriere, der mit einer Preissumme von 40´000 Euro (ca. 60´000 Franken) honoriert wird. Er bekam damit über einen Drittel mehr als Didier Défago für seinen Lauberhornsieg in der Abfahrt. Kitzbühel ist die einzige Station, wo die Kombination noch nach dem konventionellen Modus mit Addition aus Abfahrt und Spezialslalom ausgetragen wird.

Der Slalom vom Sonntag mit dem Schlussklassement:

1. Julien Lizeroux (Fr) 1:33,83. 2. Jean-Baptiste Grange (Fr) 0,08 zurück. 3. Patrick Thaler (It) 0,67. 4. Marcel Hirscher (Ö) 0,76. 5. Bernard Vajdic (Sln) 1,22. 6. Johan Brolenius (Sd) 1,42. 7. Ivica Kostelic (Kro) 1,45.

Österreicher als Verlierer

Die grossen Verlierer vor über 20´000 Zuschauern waren die Österreicher, die nach dem 1. Lauf drei Mann unter den ersten fünf hatten und mit Reinfried Herbst den Leader stellten. Alle drei, Doppelweltmeister Mario Matt, Lauberhorn-Sieger Manfred Pranger und Herbst, schieden aber aus. Dadurch wurde der Weg frei für die Franzosen, die nach Jean-Pierre Vidal, Jean-Baptiste Grange und nun Lizeroux zum dritten Mal in den letzten vier Jahren den Klassiker für sich entschieden. Für den als Albertville stammenden Lizeroux, der bald 30-jährig wird, stellte das den ersten Weltcupsieg dar. Vorher stand er noch nie auf dem Podest, klassierte sich aber 20 Mal in den Top Ten. Nach zahlreichen Verletzungen in der Anfangsphase seiner Karriere ging ihm erst im Alter von 26-jährigen den Knopf auf, als er in Alta Badia mit der Startnummer 45 auf den 6. Rang vorpreschte. Neben Zurbriggen, der als 11. auch bester Schweizer im Slalom war, holten auch Sandro Viletta (16. mit Nr. 50) und Markus Vogel (19. mit Nr. 51) Weltcuppunkte im Slalom, Vogel zum ersten Mal. Der 25-Jährige aus Beckenried hatte sich nach Wengen 2008 erst zum zweiten Mal für einen Finallauf qualifiziert. In Wengen war er im 2. Durchgang ausgeschieden. In diser Saison hatte er wegen einer Diskushernie eine mehrwöchige Pause einschalten müssen. Mit Urs Imboden bot ein weiterer Schweizer, der aber für Moldawien startet, eine starke Leistung. Als 14. war er so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Marc Gini verpasste dagegen den 2. Lauf um vier Zehntelsekunden.

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