Bauarbeiten in Wien: Südbahnhof - Hauptbahnhof

Der Südbahnhof ist bald Geschichte

Noch rollen die Züge, bald ist der Südbahnhof aber Geschichte: Nach dem Abriss im Dezember 2009 enden Fernzüge bereits in Meidling. Bis 2013 entsteht der neue Hauptbahnhof. Bereits heuer starten die ÖBB mehrere Bauprojekte.

Provisorium für Fahrgäste vorgesehen
Trotz Schließung der Station Südbahnhof mit Ende des Jahres steht der Zugsverkehr nicht komplett still: Im Bereich des heutigen Ostbahnhofs werden die Regionalzüge halten. Für die Fahrgäste wird ein Provisorium eingerichtet, ähnlich wie es derzeit auf dem Westbahnhof existiert.
Keinen Halt gibt es hingegen mehr für Fernzüge. Sowohl die aus dem Süden kommenden, die jetzt schon Meidlinig passieren, als auch jene aus dem Norden und Osten werden bis zum Bahnhof Meidling geführt. Letztere werden die Schnellbahn-Stammstrecke entlang bis zur neuen Endstation fahren. Der nötige Ausbau des Meidlinger Bahnhofs wird im kommenden Herbst abgeschlossen.

 

 

Zur Drehscheibe des Schienenverkehrs wird in der Folge der neue Wiener Hauptbahnhof werden. Die Teilinbetriebnahme ist für 2012 vorgesehen. 2013 soll die komplette Fertigstellung erfolgen.

Südbahnhof wird schrittweise Geschichte
Hinter der Halle des Südbahnhofs haben die Abbrucharbeiten begonnen, derzeit wird der ehemalige Postkomplex entfernt. Für die Reisenden bleibt aber noch ein Jahr lang alles beim Alten.

Material bleibt an Ort und Stelle
Es ist der derzeit umfangreichste Abbruch eines Gebäudes in Österreich: Auf dem Areal des Postkomplexes wird Platz geschaffen für den Bau der BahnhofsCity. Ein halbes Jahr lang werden die Abbrucharbeiten hier noch dauern, dann soll der Postkomplex verschwunden sein. Das Material soll im neuen Projekt wiederverwertet werden.

Meidling ist ab Dezember 2009 Endstation
Ab Dezember 2009 ist Wien-Meidling drei Jahre lang Endstation für Reisende aus dem Süden. Am Ostbahnhof werden während des Baus des Hauptbahnhofs die Bahnsteige verkürzt. Für die Reisenden wird ähnlich wie am Westbahnhof ein kleiner Ersatzbahnhof errichtet. Völlig neu gestaltet wird auch der Bereich rund um den Südtiroler Platz. Hier ist das zukünftige "Nervenzentrum" des neuen Hauptbahnhofs schon fast fertig: Der Bereich der Fahrdienstleitung. Mehr als 400 Weichen werden von dort aus gesteuert.

In sechs Jahren soll alles fertig sein
In etwas mehr als vier Jahren sollen im neuen Hauptbahnhof die ersten Züge halten. Komplett fertig sein soll er laut ÖBB dann Ende 2014 - wenn alles nach Plan läuft. Die ersten Züge rollen schon 2013 ein.

 

Südbahnhof wird im Dezember geschlossen

Ende des Jahres beginnt der Abriss des Südbahnhofes, unmittelbar danach der Bau des neuen Wiener Hauptbahnhofes. Dieser soll 2013 fertig sein. Fernzüge fahren ab Dezember nur noch bis Meidling.

Der Wiener Südbahnhof wird in etwas weniger als einem Jahr Geschichte sein: Mit dem Fahrplanwechsel, der am 12. Dezember 2009 über die Bühne gehen soll, wird die Station gesperrt. Unmittelbar danach beginnt der Abriss der Bahnhofshalle und die Errichtung des neuen Hauptbahnhofes.

Der Zugverkehr steht aber dort nicht völlig still: Im Bereich des heutigen Ostbahnhofs werden Regionalzüge halten. Für die Fahrgäste wird ein Provisorium - ähnlich wie es derzeit am Westbahnhof existiert - eingerichtet.

 

Fernzüge stoppen in Meidling
Keinen Halt gibt es hingegen mehr für Fernzüge. Sie werden bis zum Bahnhof Meidling geführt, und zwar sowohl jene aus dem Süden (die jetzt schon Meidling passieren, Anm.) als auch die aus dem Norden bzw. Osten. Letztere werden die sogenannte Schnellbahn-Stammstrecke entlang bis zu ihrer neuen Endstation fahren. Der nötige Ausbau des Meidlinger Bahnhofs wird im kommenden Herbst abgeschlossen, wie ÖBB-Vertreter am Freitag im Gespräch mit Journalisten betonten.
Die Teilinbetriebnahme des neuen Wiener Hauptbahnhofes ist für 2012 vorgesehen. 2013 soll die komplette Fertigstellung erfolgen.

 

Weitere Projekte in Wien
Auch abgesehen von den prominenten Großprojekten wird die ÖBB heuer in Wien viel bauen und investieren. Wobei die Maßnahmen soweit wie möglich "kundenverträglich" geschehen sollen, wie Hubert Haubner, der Leiter der Bau-Betriebsplanung in der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG, betonte. Angekündigt sind unter anderem ein eingleisiger S-Bahn-Betrieb zwischen Praterstern und Floridsdorf im Juli.
Weiters entsteht im Rahmen des U2-Ausbaus in Stadlau eine Gemeinschaftsstation Wiener Linien/ÖBB. Aus diesem Grund wird die bestehende Haltestelle umgebaut - und von 23. Februar bis 4. April nicht angefahren. Gleis- bzw. Weichenbauarbeiten samt möglicher Verspätungen wird es unter anderem auf der Westbahnstrecke bis Rekawinkel, auf der Franz-Josefs-Bahn und in Liesing geben.

 

Live  Cam   1   am   Tower   Kundratstrasse

Errichtung Betriebsanlagen Wien Matzleinsdorf

Live  Cam  2   am   Tower    Kundratstrasse

Errichtung Betriebsanlagen Wien Matzleinsdorf

Live   Cam  3   am   Südtiroler   Platz

Umbau Verkehrsstation Südtiroler Platz

 

Hauptbahnhof-Turm schrumpft

- Die Stadt Wien reagiert auf Kritik der Unesco
- Bahnhof-City-Turm auf unter 100 Meter
- Die neue ÖBB-Zentrale wird dafür höher

Beim geplanten neuen Hauptbahnhof in Wien überschlagen sich derzeit die Ereignisse. Nachdem die ÖBB am Freitag den Bericht der "Wiener Zeitung" über die vorläufige Nicht-Ausschreibung der Bahnhof-City bestätigten, gibt es nun die nächste Überraschung: Der bisher mit 100 Metern geplante Turm neben der Bahnhofshalle am Südtiroler Platz soll deutlich schrumpfen, um der Kritik der Unesco in Sachen Weltkulturerbe Rechnung zu tragen. Im Gegenzug wächst das vom Belvedere nicht sichtbare Hochhaus an der Sonnwendgasse, in dem die ÖBB ihre neue Zentrale einrichten werden.

ÖBB-Sprecherin Bettina Gusenbauer bestätigt diese Neuentwicklung gegenüber der "Wiener Zeitung": "Es stimmt, dass es diesen Abtausch geben wird. Die Stadt Wien ist an uns herangetreten. Das vordere Gebäude wird jetzt kleiner, dafür gibt es im hinteren Gebäude mehr Kubatur."

Wie hoch genau der vordere Turm der neuen Bahnhof-City ausfallen wird, sei noch offen, da die ÖBB – wie berichtet – zunächst einen Verkauf anstreben. Noch gebe es weder exakte Bebauungsbestimmungen noch Kriterien für einen Architekturwettbewerb. "Es werden aber weniger als 100 Meter sein", so die ÖBB-Sprecherin.

Fix ist hingegen bereits die Höhe der künftigen ÖBB-Zentrale, die nun auch offiziell ausgeschrieben ist (siehe Amtsblatt Seite 34): Statt der ursprünglich im Masterplan fixierten 60 Meter werden es jetzt exakt 88 Meter. "Man wird diesen Turm vom Belvedere aus nicht sehen können", erklärt Gusenbauer.

Damit muss die Stadt Wien erneut ein Bauprojekt wegen der Nähe zum Weltkulturerbe umplanen – nach Wien-Mitte im Jahr 2003 und dem Komet-Turm nahe Schönbrunn 2006. Gerade beim Hauptbahnhof hatte der Unesco-Denkmalrat Icomos zuletzt den Druck erhöht und vehement eine Überprüfung plus Korrektur der insgesamt zwölf Hochhäuser auf dem Areal eingefordert. "Die visuelle Intaktheit des Belvedere-Schlosses und -Parks würde zerstört", hieß es etwa im jüngsten Bericht der Icomos zu Wien.

Aus dem Büro von Planungsstadtrat Rudolf Schicker (SPÖ) gab es am Freitag dazu keinen Kommentar. Von der grünen Planungssprecherin Sabine Gretner kam die Aufforderung an Schicker, sich um die architektonische Qualität der Bahnhof-City zu kümmern, wenn diese an Private verkauft wird. Wie berichtet, muss ein privater Investor ja keinen EU-weiten Wettbewerb ausloben.

Georg Pendl, Präsident der Architektenkammer, der den geladenen Erstwettbewerb zur Bahnhof-City einst scharf kritisiert hatte, lobt nun die ÖBB, da sie zumindest ein Teil-Projekt öffentlich ausgeschrieben haben. "Das ist ein erster Schritt." Pendl geht davon aus, dass beide Gebäude letztlich gleich groß werden – also rund 88 Meter.

 

Verkauf Bahnhofcity ist geplatzt

Die ÖBB werden die "Bahnhofcity", das künftige Einkaufs- und Bürozentrum am neuen Wiener Hauptbahnhof, doch nicht bauen. Wie Konzern-Sprecherin Bettina Gusenbauer gegenüber wienweb.at/W24 bestätigte, soll bereits Mitte des Jahres ein neuer Interessent für das Grundstück an der Ecke Gürtel/Südtiroler Platz gefunden werden.
Der angepeilte Eröffnungstermin 2013 könnte dadurch wackeln. Die Bundesbahnen ziehen sich zurück - im wahrsten Sinne des Wortes. Ihre neue Konzernzentrale soll nun auf der Rückseite des Hauptbahnhof-Areals, an der Sonnwendstraße, entstehen. Seit Freitag läuft der EU-weite Architektur-Wettbewerb.
Das Bundesvergabeamt hatte im Vorjahr den von den ÖBB geladenen Wettbewerb zu Fall gebracht. Mit der Begründung: Auch die ÖBB-Immobilien wären als ÖBB-Tochter ausschreibungspflichtig. Der Bau des neuen Hauptbahnhofes ist hingegen auf Schiene. Für das Bahnhofsgebäude hat es einen konformen Wettbewerb gegeben.

 

Stadtteil zu verkaufen:

ÖBB suchen nach Interessenten für "BahnhofCity"

Die neue ÖBB-Zentrale wird aus Kostengründen außerhalb der neuen "BahnhofCity" gebaut. Statt am nördlichen Vorplatz des Hauptbahnhofs soll sie am südlichen Randgebiet das Geländes entstehen. "Diese Fläche ist für uns genauso gut, wäre aber für eine wirtschaftliche Vermarktung weniger wert gewesen", sagt ÖBB-Sprecherin Bettina Gusenbauer. "Deshalb wäre es unvernünftig, an den ursprünglichen Überlegungen festzuhalten."
Für das Areal "BahnhofCity" sucht man nun einen Käufer. Laut ÖBB bedeute das aber keineswegs, dass nun doch kein EU-weiter Wettbewerb für den neuen Stadtteil stattfinde. Vielmehr wolle man mit dem neuen Partner einen gemeinsamen Gestaltungswettbewerb ausrufen.
Ursprünglich hatten die Bundesbahnen ausgewählte Architekten um ihre Entwürfe für die "BahnhofCity" gebeten. Das Bundesvergabeamt kippte den geladenen Wettbewerb dann allerdings mit der Begründung, die ÖBB-Immobilienmanagement-GmbH sei ein öffentlicher Auftraggeber und sei daher verpflichtet, einen offenen Wettbewerb zu starten. Der EU-weite, zweistufige Wettbewerb für das Gelände, auf dem die neue ÖBB-Zentrale gebaut wird, läuft bis Juli.

 

Bauboom sorgt bei S-Bahn für Verspätungen

Zahlreiche Sanierungen in der Ostregion werden heuer für Verspätungen sorgen.

„Ich lerne es täglich, lerne es unter Schmerzen, denen ich dankbar bin: Geduld ist alles.“ An diese Worte des Lyrikers Rainer Maria Rilke werden ÖBB-Passagiere 2009 öfters denken. In der Ostregion stehen dringende Bauarbeiten an, die für massive Verspätungen im Zugsverkehr sorgen werden; daneben gab es am Freitag Neuigkeiten zur Bahnhofscity, dem neuen Stadtteil beim künftigen Hauptbahnhof.

 

Die Details:


• Südbahnhof wird gesperrt. Die größte Änderung, die allerdings erst am 12. Dezember 2009 eintritt: Der Südbahnhof wird gesperrt, weil auf dem Areal die Arbeiten für den Hauptbahnhof beginnen. Mit der Sperre wird der Bahnhof Wien-Meidling die Aufgaben des Südbahnhofs im Bereich der Fernverkehrszüge übernehmen; auf der Höhe der Schweizergartenstraße wird beim Südbahnhof ein provisorischer Ostbahnhof errichtet. Von dort aus werden die Züge über die S-Bahn-Stammstrecke nach Wien-Meidling geleitet.

 

• Wien-Meidling. Bevor der Bahnhof Wien-Meidling die Funktion des Südbahnhofs übernimmt, soll die laufende Sanierung abgeschlossen (Bahnsteige und Gleise) sowie eine 1300 m2 große Aufenthaltshalle errichtet sein. Dabei kommt es zu Bahnsteigssperren an Wochenenden, die in Kürze beginnen. Insgesamt sollen die Arbeiten Ende 2009 abgeschlossen sein.

• Massive Verspätungen bei S-Bahn. Der Juli bringt einen 15-Minuten-Takt zwischen Praterstern und Floridsdorf, weil die Strecke wegen Bauarbeiten nur eingleisig befahrbar ist. Mit Verspätungen von mehr als zehn Minuten ist auch auf folgenden Strecken zu rechnen: Praterkai-Lobau (April), Liesing (zweite Jahreshälfte); Penzing (Oktober), Hütteldorf-St. Veit (Oktober); Bahnhof Rekawinkel (Mai); Nußdorf-Klosterneuburg Weidling (Juli bis August).
 
Wettbewerb für ÖBB-Zentrale
Mit Freitag startete der Architektur-Wettbewerb für die neue ÖBB-Konzernzentrale, die vom nördlichen auf den südlichen Vorplatz des künftigen Hauptbahnhofs verlegt wurde. Die Änderung hätte ökonomische Gründe gehabt, weil die nördliche Fläche beim Verkauf mehr Geld bringe, dementierten die ÖBB Gerüchte, dass mit der Änderung die EU-weite Ausschreibung für die ursprünglich geplante Bahnhofscity umgangen werden soll. Für die Vermarktung des nördlichen Areals wird nun ein Partner gesucht.

 

Härtetest für Bahnfahrer

Milliardeninvestitionen und Konjunkturpaket machen das ÖBB-Bahnnetz heuer zu einer riesigen Baustelle.

Schienenersatzverkehr, Verspätung und Gleisbauarbeiten werden heuer wohl zu häufig verwendeten Vokabeln in Österreichs Bahnverkehr. Das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben, denn mit Rekordinvestitionen im Volumen von mehr als 1,8 Milliarden Euro heuer wird das Schienennetz der ÖBB in eine gigantische Großbaustelle verwandelt.

Hinzu kommt das Konjunkturpaket, das bis 2012 weitere 700 Millionen Euro an Investitionen in Bahninfrastruktur vorsieht. Davon dürfte heuer zwar nicht viel mehr als ein niedriger dreistelliger Millionen Euro fließen - weil die Vorziehprojekte ja erst im Planungsstadium sind -, es sorgt aber dafür, dass der Strom an Baustellen nicht abreißt. Das Mega-Bauprogramm enthält Großprojekte wie die Bahnhöfe Wien-Mitte, Salzburg und Hauptbahnhof Wien ebenso wie dringend notwendige Erhaltungsarbeiten an Gleisen und Tunnels.

"Schlaglochstrecke" Tauernklappe
Für Letztere wendet die ÖBB-Infrastruktur-Betrieb-AG heuer 500 Millionen Euro auf, das Milliarden-Bauprogramm hingegen geht auf Rechnung der ÖBB-Infrastruktur-Bau-AG. Aus welchem Titel auch immer gezahlt wird: Die Nerven der Bahnkundschaft werden ob massiver Verkehrseinschränkungen mit Sicherheit arg strapaziert: In Wien-Liesing sind es Weichenarbeiten, in Wien-Penzing wird der Personenverkehr-Tunnel eingleisig geführt, weil er bei laufendem Betrieb nicht sanierbar ist, und in Tulln wird die Donaubrücke ab März komplett gesperrt.

Zu den massivsten der insgesamt 1500 pro Jahr anstehenden Sanierungsmaßnahmen gehören zweifellos die Ennstalsperre im Mai und Juni (zwischen Bischofshofen und Schladming müssen sechs Brücken, Gleiskörper und Oberleitungen modernisiert werden) und die Tauernklappe. Letztere ist laut ÖBB-Infra-Bau-Vorstandsdirektor Andreas Matthä "eine Schlaglochstrecke" , die nur im Schneckentempo befahrbar sei.

ÖBB-Personenverkehr-Chefin Gabriele Lutter wirbt um Verständnis: "Wir investieren so viel wie noch nie, und wir wissen, dass die nächsten drei Jahre der Härtetest werden. Aber dann wird es besser und wir haben mehr Schienenkapazitäten für den Nahverkehr. Ende 2012 wird auch der neue Zug Railjet die versprochenen 230 km/h fahren können. Auf der Westbahn werden jährlich 30 Millionen Passagiere transportiert.

"Keine Verstimmung"
"Nicht einmal den Funken einer Verstimmung" zwischen ÖBB-Güterverkehr RCA und ihrer Ungarn-Tochter Máv-Cargo kann hingegen RCA-Chef Friedrich Macher erkennen. Den Standard-Bericht, wonach Máv-Cargo mit einem RCA-Darlehen bei der ÖBB-Tocher Industriewaggon 20 Loks und 50 Waggons kauft und sie umgehend an die ÖBB zurückverleast, widersprach Macher dem Grunde nach nicht. Er betont aber, dass die Ungarn über das Material disponieren könnten und wirtschaftlicher Eigentümer seien, was die Máv-Cargo gegenüber ihrer ehemaligen Mutter Máv vergrößere.

 

Link: oebb.at

 

 

Station Meidling: Vom David zum Goliath

In zehn Monaten ersetzt Meidling den Südbahnhof. Das Provisorium für den Hauptbahnhof kostet satte 63 Millionen. 

In genau zehn Monaten, am 13. Dezember stellt der Südbahnhof seinen Betrieb ein. Über den Meidlinger-Bahnhof wird dann (neben dem Ostbahnhof) der Zugverkehr abgewickelt. Diese Regelung gilt bis 2013. Dann soll der neue Hauptbahnhof fertig gestellt sein.
Schon 2000 starteten – bei laufendem Betrieb – die Ausbauarbeiten in Wien-Meidling. Jetzt im Finale, nach acht Jahren Bauzeit, wird die Zeit knapp.
ÖBB- und Wiener-Linien-Passagiere profitieren bereits von den Neuerungen. So sind seit Wochenbeginn acht Aufzüge zu den Bahnsteigen fertig. Auch Blindenleit- und Audiosysteme sind eingerichtet.

Im Untergrund des Bahnhofs-Provisoriums wird jedoch mit Hochdruck gearbeitet. Zurzeit entsteht eine 1300 Quadratmeter große Halle. Sie wird ein ÖBB-Reisezentrum, eine Lounge und Geschäfte beheimaten. Halten die Baufirmen den Zeitplan ein, soll die Halle Anfang März von einer Seite für den Betrieb geöffnet werden. Denn das Problem beim Südbahnhof-Ersatz ist es, Fahrgastströme von den Zügen zu den Öffis möglichst schnell zu kanalisieren.
Aktuell steigen in Meidling täglich 44.000 Bahn-Kunden in die Wiener-Öffis um. Ab dem 13. Dezember werden es etwa 55.000 ÖBB-Passagiere pro Tag sein. Diese Kapazitätssteigerung verlangte auch nach einem massiven Gleisumbau in Meidling. Denn neben den Fernverkehrs-Zügen (etwa Villach– Meidling–Prag) bleiben auch die ICE-Garnituren (Wien–Graz, Wien–Salzburg) stündlich in Meidling stehen. Die Gesamtkosten für den Umbau in Meidling belaufen sich
laut ÖBB auf 63 Millionen Euro.
Straßensperre Der Bau des Hauptbahnhofes macht sich jetzt auch in den Anrainer-Bezirken bemerkbar. Ab Montag, dem 16. Februar wird die Sonnwendgasse – sie verbindet den Südtiroler Platz mit der Gudrunstraße – stadtauswärts gesperrt. Diese Sperre wird mindestens bis Juni dauern.

 

 

Station Meidling ist barrierefrei

Die Station Meidling, einer der frequenzstärksten Bahnhöfe Österreichs, kann damit von mobilitätseingeschränkten Personen ohne fremde Hilfe genützt werden. 

Im Rahmen des Bahnhofsumbaus wurden zu den bestehenden fünf Aufzügen drei weitere Lifte in Betrieb genommen, die den Kunden seit Anfang Februar zur Verfügung stehen.
Damit ist der Bahnhof Meidling sowohl von der Passage Kerschensteinergasse aus als auch von der westseitigen ÖBB-Passage aus ein barrierefreier Zugang zu allen Bahnsteigen möglich. Zusätzlich ist die Station mit Blindenleitsystemen und Audiosystemen ausgestattet.

Bis 2015 praktisch alle Bahnhöfe barrierefrei
In Wien sind außerdem die Verkehrsstationen Praterstern, Heiligenstadt, Liesing, Rennweg, Leopoldau und Simmering zur Gänze barrierefrei. In vielen weiteren frequenzstarken Stationen - wie etwa Floridsdorf, Handelskai oder Hernals - sind Aufzüge vorhanden. Die ÖBB wollen bis spätestens 2015 alle Bahnhöfe mit einer Frequenz von über 2.000 Reisenden pro Tag barrierefrei machen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Best Juicer (Sonntag, 14 April 2013 02:12)

    This is a great article! Thank you for sharing!