Genève erhält ein Elektronisches Stellwerk SIMIS® W

Die SBB hat SIEMENS mit dem Bau eines Stellwerkes vom Typ Simis W in Genève-La Praille beauftragt. Das neue Simis W ersetzt das aus dem Jahr 1963 stammende Stellwerk vom Typ Siemens Dr S. Die Planung sieht vor, das bislang grösste Siemens W-Stellwerk der Schweiz im Jahr 2011 in Betrieb zu nehmen.

 

Entwicklung im Grossraum Genf
Der Ersatz des Stellwerkes beinhaltet unter anderem die Vorbereitungen für die Bahnverbindung Cornavin-Eaux-Vives-Annemasse (CEVA), die die Schweiz mit dem französischen Departement Haute-Savoie zusammenschliesst.

Die CEVA-Verbindung stellt heute die Antwort auf das Wachstum und die Entwicklung des Grossraumes Genf von morgen dar. Mit CEVA ist Genf ein für allemal kein Endbahnhof mehr und wird zu einer echten regionalen und grenzüberschreitenden Bahnbrücke. Das Bauwerk von 16 km Länge verläuft hauptsächlich unterirdisch und umfasst fünf neue Bahnhöfe im städtischen Raum.

Neue Sicherungsanlage von Siemens
Die Leistungen von SIEMENS beim Neubau gehen von der Projektleitung und Projektierung der Innen- und Aussenanlagen über die Montage bis hin zur Lieferung der Zugsicherung, Stromversorgungen und Gleisfreimeldekomponenten.
Zusätzlich werden verschiedene Zugsicherungssysteme der französischen SNCF in das Stellwerk integriert und ca. 60 Schalterantriebe zur Umschaltung der verschiedenen Fahrdrahtspannungen von der SBB (15kV) und SNCF (25kV) geliefert.
Das neue Stellwerk wird auch Schnittstellen zum bestehenden Güterbahnhof haben, welcher für die Versorgung der Agglomeration Genf notwendig ist.

 

Elektronisches Stellwerk SIMIS® W

Trackguard SIMIS W ist ein elektronisches Stellwerk für Kunden mit vielen Anlagen und standardisierten Betriebsabläufen, wie dies z.B. bei der SBB und weiteren Normalspurbahnen der Fall ist.
Trackguard SIMIS W bietet einen grossen Funktionsumfang und ermöglicht aufgrund hoher Standardisierung kostengünstige Lösungen. Üblicherweise wird es in Anlagen eingesetzt, die höchste Performance erfordern.

Charakteristik / Merkmale
Das elektronische Stellwerk Trackguard SIMIS W ( Sicheres Mikrocomputersystem von Siemens für den Weltmarkt) ist die Weiterentwicklung des bewährten eSTW SIMIS-C und bildet die aktuelle Generation elektronischer Stellwerke von Siemens Mobility.
Die Systemarchitektur von SIMIS W ermöglicht es, Stellwerkssysteme aus einzelnen, überschaubaren Elementen zu konfigurieren. So lassen sich kleine Stellwerke mit wenigen Stelleinheiten bis hin zu grossen Anlagen mit bis zu 1000 Stelleinheiten realisieren.
Die Rechner des elektronischen Stellwerks SIMIS W sind nach dem bewährten SIMIS-Prinzip in 2-von-3-Konfiguration aufgebaut.

- Basierend auf dem Spurplan-Prinzip
- Hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit
- Standardisierte Systemplattform
- Elektronisches Stellwerk mit signaltechnisch sicherer Informationsverarbeitung

   nach dem bewährten SIMIS-Prinzip in 2-von-3-Konfiguration
- Sicherheitslevel SIL 4
- Hohe Skalierbarkeit
- Geeignet für kleine Stellwerke mit wenigen Stelleinheiten bis hin zu grossen Anlagen

 

 

Grafik: Lageplan mit

verschiedenen Aussenelementen

 

 

Grafik: Elementverbindungsplan

von Stellwerkselementen

 

SIMIS W-Vorzüge auf einen Blick
- Höchste Sicherheit (SIL 4 nach CENELEC)
- Hohe Verfügbarkeit (2-von-3-Konfiguration)
- Prozessgerechtes Echtzeitverhalten
- Anwendung formalisierter Funktionsspezifikationen
- Hohe Wirtschaftlichkeit durch massgeschneiderte Lösungen
- Berücksichtigung der betriebs- und sicherungstechnischen Vorschriften der Bahnbetreiber
- Zentralisierte und dezentralisierte Architekturen realisierbar
- Integration vorhandener Subsysteme und Elemente der Aussenanlage
- Einsatz aktueller Technologien in allen Komponenten
- Wartungsfreie Rechnerkomponenten
- Kompakter Aufbau
- Online- und Ferndiagnose
- Standardisierte Systemschnittstellen ermöglichen zukünftige Modulinnovationen

Wirtschaftlichkeit
- Kostenreduzierung durch Einsatz der Systemplattform und darauf abgestimmter Entwicklungswerkzeuge
- Effizienter Betrieb
- Geringer Aufwand für Infrastrukturmassnahmen
- Geringer Prüfaufwand durch einmalig geprüfte Funktionsmodule 
(generische Zulassung der Betriebslogik und anlagenspezifische Projektierungsdaten)
- Niedrige Betriebs- und Instandhaltungskosten
- Geringe Ersatzteilhaltung durch Einsatz von Standard-Hardware
- Containeraufbau möglich (im Werk bestückt und vorgeprüft)
- Minimierte Hardware, u. a. durch Verwendung integrierter Stellteile

Sicherheit
- Erfüllung der CENELEC-Vorgaben für die Anwendung bei Eisenbahnen
- Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit
- Hohe Zuverlässigkeit der eingesetzten Hardware
- Hohe Verfügbarkeit durch 2-von-3-Konfiguration 

Flexible Konfiguration
- Dank Spurplanprinzip einfache Realisierung komplexer Gleisgeometrien
- Systemkonzept erlaubt die Realisierung von Knoten- und Streckenstellwerken
- Anschluss an vorhandene - auch kundeneigene - Systeme und Komponenten
- Standardisierte Systemschnittstellen gewährleisten Offenheit für Modulinnovationen 

Instandhaltung
- Auslegung des Systemdesigns auf Wartungsarmut (Entfall der elektromechanischen Komponenten durch Umstellung auf Rechnertechnik sowie Reduzierung der Hardware durch Höchstintegration)
- Reduzierter Instandhaltungsaufwand durch Einsatz hoch zuverlässiger Hardware
- Effiziente Instandhaltung durch Diagnose- und Instandhaltungssysteme für Online- und Ferndiagnose

 

Realisierte Projekte in der Schweiz:

 

Wattwil                                              Inbetriebnahme November 2008


Stein-Säckingen-Laufenburg                   Inbetriebnahme September 2007

Niederweningen                                    Inbetriebnahme September 2007

Vauderens                                           Inbetriebnahme Juni 2007

Buchs SG                                             Inbetriebnahme Juni 2007

Gilly-Bursinel                                         Inbetriebnahme Oktober 2006

Lausen-Sissach                                     Inbetriebnahme Oktober 2006

Walenstadt-Mühlehorn                            Inbetriebnahme November 2005

La Chaux-de-Fonds (Neuchâtel - Le Locle) Inbetriebnahme August 2004

 


Weitere geplante Inbetriebnahmen:

Lichtensteig                                          Inbetriebnahme Juni 2009

Suhr                                                    Inbetriebnahme Dezember 2009

Baden                                                  Inbetriebnahme Dezember 2009

Zürich Oerlikon                                      Inbetriebnahme September 2010

Genève-La Praille                                        Inbetriebnahme Dezember 2010

Basel RB I                                             Inbetriebnahme Juni 2011

Mendrisio                                              Inbetriebnahme Dezember 2011

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