Neunutzung der nicht mehr benötigten SBB-Areale auf Zürcher Stadtgebiet

Über die neue Nutzung der nicht mehr benötigten SBB-Areale auf Zürcher Stadtgebiet soll ein Runder Tisch diskutieren. Das Stadtparlament überwies ein entsprechendes Postulat.

An einem Runden Tisch sollen Vertreterinnen und Vertreter von Stadt Zürich, SBB und Quartier- und Interessensverbänden zusammenkommen. Der Stadtrat zeigte sich bereit, die ursprünglich als Motion eingereichte Forderung in der weniger verpflichtenden Form eines Postulats entgegenzunehmen. Die Hochbauvorsteherin Kathrin Martelli drückte in der Debatte ihr Unbehagen gegen die momentane Politik von SBB-Immobilien aus, bei der es nur noch um finanzielle Rendite gehe.

Der Gemeinderat überwies das Postulat mit 77 Ja- zu 40 Nein-Stimmen. Dagegen waren FDP und SVP. Zuviele Köche verderben den Brei, war die Begründung der SVP. Mit einem weiteren Postulat, das mit 67 Ja- zu 50 Nein-Stimmen überwiesen wurde, soll der Stadtrat die SBB in die Pflicht nehmen, damit diese eine Offene Planung ermöglicht.

Allein zwischen Hauptbahnhof und Altstetten verfügen die SBB über rund 50 Hektaren Land, das in den nächsten Jahren nicht mehr für bahnbetriebliche Zwecke benötigt wird, wie es im Postulat der Alternativen Liste (AL) heisst. Bereits verplant sind die zentrumsnahen Stücke Stadtraum HB und Güterbahnhof.

Die AL fordert für die Planung der anderen Gelände mehr Partizipation und Transparenz. Es gehe darum, zu einem Zeitpunkt mitzudiskutieren, an dem es noch etwas mitzubestimmen gebe, hiess es von Seiten der SP. Die SBB solle dabei freundlich, aber bestimmt und sehr deutlich auf ihre Verantwortung hingewiesen werden, führte der Sprecher der Grünen aus.

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