Neue Thalys-Generation ist gestartet

Erster Zug der neuen Thalys-Generation ist auf der Schiene

                                       Das neue Zug-Design von Thalys

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Thalys

 

Nach dreijähriger Entwicklungszeit ist am 8. Januar 2009 der erste Zug der neuen Thalys-Generation gestartet. Dies teilte das Unternehmen bei der feierlichen Enthüllung des neuen Zug-Designs in Brüssel mit. Im Rahmen der Modernisierung werden alle 26 Thalys-Züge bis 2010 mit einem komplett neuen Interieur ausgestattet. Außen erhalten die renovierten Züge eine neue Lackierung im futuristischen Design. Der erste modernisierte Zug wird zwischen den Städten Paris, Brüssel und Amsterdam zirkulieren, nach Deutschland wird der neue Thalys voraussichtlich im Frühjahr dieses Jahres erstmals fahren. Im Rahmen der Modernisierung wird zudem ein neues gastronomisches Konzept in allen Thalys-Zügen eingeführt. Das Thalys-Personal trägt ab sofort die neuen Uniformen, die von der Kölner Mode-Designerin Eva Gronbach kreiert wurden.

Die Zug-Modernisierung stellt ein zentrales Element der sogenannten „Metamorphose des Thalys“ dar. So will sich der Hochgeschwindigkeitszug vor dem Hintergrund der Liberalisierung des europäischen Schienenverkehrsmarkts in 2010 künftig Wettbewerbsvorteile sichern. Ihren Anfang nahm diese Metamorphose in 2008 mit technischen Innovationen - zum Beispiel wurden alle Thalys-Züge mit Breitband-Internetzugang (WiFi) ausgestattet. Abgeschlossen ist die Metamorphose Ende 2009, wenn die neuen Hochgeschwindigkeitstrassen in Belgien und in den Niederlanden in Betrieb genommen werden. Thalys wird dann einen Zug auf die Schiene bringen, der nicht nur moderner und komfortabler, sondern auch deutlich schneller ist: Von Amsterdam und Köln nach Paris verkürzt sich die Fahrzeit auf ca. 3:15 Stunden, nach Brüssel auf ca. 1:45 Stunden.

 

Rot ist die Farbe des Thalys


Für die Modernisierung der Züge wurden zwei namhafte Designbüros beauftragt: Enthoven Associates Design Consultants aus Belgien und Avant-Première Design Graphique aus Frankreich. Dabei wurden zunächst die gegenwärtige Zufriedenheit der Thalys-Reisenden sowie die Wünsche und Erwartungen an die Reise von morgen ermittelt.

Als entscheidendes Wesensmerkmal von Thalys hat sich die Farbe Rot heraus kristallisiert. Sie diente fortan als Leitfaden der Modernisierung, insbesondere bei der Komposition der Farbpalette des neuen Interieurs. Die neue Farbwelt ist ebenso zeitlos wie zeitgenössisch und vermittelt Komfort, Wärme und Gastlichkeit. Zugleich symbolisiert sie Prestige, Eleganz und Exklusivität.

 

Eckpfeiler des neuen Thalys:


- Zeitgenössische Atmosphäre mit moderner Farbgebung in beiden Komfortklassen, in der Bar und im Eingangsbereich
- Hellere Beleuchtung durch den Einsatz energiesparender Leuchtdioden (LED) und von reflektierenden Lackfarben
- Neue ergonomische und bequeme Sitze mit 5 cm mehr Beinfreiheit pro Platz in beiden Komfortklassen
- Neue Funktionen: beleuchtete Sitzplatznummern zur einfachen Orientierung, individuelle Leselampen, Handyfach
- Verbesserter Zugang zu den 220 V-Stromanschlüssen, die nun überall in CF1 und CF2 zur Verfügung stehen (ein Anschluss pro Platz)
- Breitband-Internetzugang (Wi-Fi) in allen Thalys-Zügen und auf allen Strecken
- Einführung neuer Aufenthaltsbereiche: Business Lounge, drei unterschiedliche Bar-Konzepte (in zarten Altrosa-Tönen, im kräftigeren Bordeaux-Rot und in dunklen Aubergine-Tönen).
- Neue Orientierungshilfen, die moderner und klarer sind
- Erneuerte WCs
- Zwei Plätze für Rollstuhlfahrer (statt bisher einem)
-Umweltfreundliche Materialien (Teppich und Textilien aus 100 Prozent natürlichem Wollvelours, Sitze aus recyclebarem Aluminium)

 

Neues futuristisches Außendesign


Das Außendesign der Züge wurde von Enthoven Associates Design Consultants überarbeitet. Ohne einen Bruch im Erscheinungsbild verstärkt ein subtiles Spiel von Farben, Linien und Logos den Eindruck von Windschnittigkeit und Geschwindigkeit des Zugs. Mit den Farben Rot und Silbergrau bleiben die Wagen in der bekannten Farbwelt des Thalys. Hinzu kommt eine chromfarbene Linie, die entlang des gesamten Zugs verläuft. Der Effekt dieses Elements wird sichtbar, wenn der Zug Fahrt aufnimmt: Bei 300 km/h fliegt er vorbei wie ein Pfeil aus Chrom.

Die anderen Charakteristika des neuen Außendesigns sind im Wesentlichen auf den Zugmaschinen zu finden. Die typische rote Nase der Lokomotiven wird mit einem großen Logo versehen, das in die chromfarbene Linie übergeht.

 

Serienausstattung der Thalys-Flotte bis 2010


Anfang September 2008 wurde der erste Thalys, ein Thalys PBA (Paris-Brüssel-Amsterdam) aus dem Verkehr gezogen und im Technicentre der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF in Hellemmes (bei Lille, Frankreich) modernisiert. Anfang 2009 war die Renovierung abgeschlossen und der Zug konnte das Atelier wieder verlassen. Die Serienausstattung der gesamten Flotte startet ab sofort, dabei wird alle zehn Wochen ein Zug aus dem Verkehr gezogen und modernisiert – bis ins Jahr 2010 hinein.

Bei den Arbeiten wird ein Teil der Züge mit der europäischen Zugleit- und Sicherungstechnologie ERTMS (European Rail Traffic Management System) ausgestattet. ERTMS ist für den Schienenverkehr auf den neuen belgischen und niederländischen Hochgeschwindigkeitsstrecken unerlässlich. Die Kombination beider Arbeiten (ERTMS und neues Design) ermöglicht eine Minimierung der Standzeiten. Nach den Arbeiten am Zug sind jeweils zwei bis drei Wochen für Tests vorgesehen, bevor der überarbeitete Zug wieder in Betrieb geht.

 

High Speed, High Tech & High Comfort


Die Modernisierung der Thalys-Züge ist ein zentraler Bestandteil der Metamorphose, die insgesamt drei Bereiche umfasst:

High Speed:

Nach der Installation des Zugleit- und Sicherungssystems ERTMS sind die Thalys-Züge in der Lage, auf den neuen belgischen und niederländischen Hochgeschwindigkeitsstrecken zu fahren. Ende 2009 verkürzt sich die Fahrzeit von Amsterdam und Köln nach Paris auf ca. 3 Stunden und 15 Minuten, nach Brüssel auf ca. eine Stunde und 45 Minuten.

High Tech:

In 2008 wurde die gesamte Thalys-Flotte mit Breitband-Internet (WiFi) ausgerüstet; zudem können Reisende mit einer personalisierten Chipkarte „Ticketless“ ohne Papierfahrschein reisen. Beide Services wurden sehr positiv von den Thalys-Kunden angenommen. Weitere technische Innovationen werden folgen.

High Comfort:

Design- und Service-Neuheiten machen das Reisen künftig noch angenehmer:

- Einführung eines neuen Gastronomie-Konzepts (via Railrest)
- Neues Serviergeschirr (via deSter)
- Neues Innen- und Außendesign (via Enthoven Associates Design Consultants und Avant-Première Design Graphique)
- Neue Thalys-Uniformen (Design von Eva Gronbach, Fertigung und Zustellung via Armor Lux und Well Dress)

 

Am 6. November 2008 wurde Thalys im Rahmen der internationalen Messe Railway Interiors Expo für die beste Zug-Modernisierung in 2008 ausgezeichnet. Die renommierte Messe für Innengestaltung von Schienenfahrzeugen prämiert Jahr für Jahr die besten Interior Design-Projekte aus den Bereichen Einrichtung, Technologie und Dekoration.

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Kommentare: 1
  • #1

    Petr (Freitag, 20 Juli 2012 08:59)

    THX for info