Ärger mit der 1. Klasse im "Seehas"

 

Die Fahrscheinkontrollen in der Ersten Klasse der Seehaszüge zwischen Engen und Konstanz sind nach wie vor Grund zum Ärgernis. Nachdem der SÜDKURIER über eine Frau aus Mühlhausen-Ehingen berichtet hatte, wurde ein weiterer Fall bekannt, der Anlass zum Nachdenken gibt. 

 

Die Fahrscheinkontrollen in der Ersten Klasse der Seehaszüge zwischen Engen und Konstanz sind nach wie vor Grund zum Ärgernis.                        Foto: Tesche

Nachdem der SÜDKURIER zum Jahreswechsel über eine Frau aus Mühlhausen-Ehingen berichtet hatte, die 40 Euro für die kurze Strecke nach Singen (Landes- gartenschau) bezahlen musste, weil sie sich versehentlich mit ihrer abge-stempelten Punktekarte in ein Erste-Klasse-Abteil des Seehas' gesetzt hatte, wurde ein weiterer Fall bekannt, der Anlass zum Nachdenken gibt.

Der Konstanzer Rechtsanwalt Jürgen Wagner schildert, wie seine Mandantin in einem „rüden bis unverschämten Ton traktiert“ und vor anderen Fahrgästen zur Zahlung von 40 Euro Nachzahlung für eine Erste-Klasse-Fahrt genötigt werden sollte. Die ältere Dame hatte aufgrund der Vorgehensweise der Kontrolleurin zunächst den Verdacht, dass es sich um eine Trickbetrügerin handeln könnte. Doch der Schriftwechsel mit der SBB als Betreiberin der Seehaslinie bestätigt, dass die Kontrolle und die handelnde Person echt waren.

Wie im Fall der Mühlhauserin, begründet die SBB das Verhalten ihrer Kontrolleurin mit der Tatsache, dass „auch im Seehas die 1. Klasse ausschließlich mit einem dafür gültigen Fahrschein benutzt werden“ dürfe. Die Kundendienstleiterin Daniela Vietze schreibt, dass „der Hinweis unserer Fahrausweisprüfer, dass der betroffene Fahrgast keinen gültigen Fahrausweis hat, als unhöflich gedeutet“, werde. Sie räumt ein, dass das Formular für die Nacherhebung nicht richtig ausgefüllt war. Deshalb bietet sie der älteren Dame an, eine Nachzahlung von einem Euro für die 1. Klasse plus sieben Euro Bearbeitungsgebühr zu überweisen. Eine Entschuldigung für den ruppigen Umgangston gab es nicht.

Das veranlasst Anwalt Wagner zur Aussage: „Das ist eine Schweinerei.“ Hier werde vollkommen überzogen und maßlos gehandelt. Seine Mandantin sei durch den Vorfall so geschockt gewesen, dass sie als Herz-Kreislauf-Patientin einen Arzt habe aufsuchen müssen. Wagner fordert von den Kontrolleuren ein „normales menschliches Gebaren“. Das haben viele SÜDKURIER-Leser nach dem ersten Bericht so gesehen.

 

Die Kommentare dazu: 

von elisabethwaibel (21 Beiträge) 07.01.2009 10:03:45 

Es ist doch egal mit was die Leutchen noch fahren. Ob Busse, Bahn oder Seehas oder auch im eigenen Auto. Jeder ist darauf bedacht, ja nur niemandem höflich begegnen zu müssen. Aber die Krone sind und bleiben die Damen und Herren von Busse und Bahn. Wo lernen nur die ihr Benehmen? Kaum hat einer einer angebliche Uniform an sind sie der Meinung der verlängerte Arm des Gesetztes zu sein. Dabei habe ich gerade ein Urteil gelesen, dass bei vollbesetzten 2. Klasse Abteilen auch die 1. Klasse Abteile benutzt werden dürfen und müssen. Auch ohne Aufpreis.

 

 
Unglaublich...
von vielfahrer (8 Beiträge) 07.01.2009 10:29:00 


Ja,es ist schon unglaublich,mit was die Damen/Herren Kontrolleure tagtäglich konfrontiert werden.Ausreden,Entschuldigungen,absolut keine Einsicht.Mit dem Erwerb eines Fahrscheins meinen viele,nun alle Rechte auf ihrer Seite zu haben.Das gleiche wie auf der Strasse.Wird einer geblitzt,dann hat er 1000 Ausreden,aber NULL Einsicht.Abzockerei,Wegelagerer etc. hört man es dann schallend.Aber mal ganz ehrlich:Es geht nicht ohne Kontrollen,weder auf der Strasse noch im Zug.Wo bleibt das GUTE BENEHMEN der Fahrgäste,die in der 1.Klasse sitzen mit ner 2.Klasse-Fahrkarte? 
Die Diskussion hierüber ist eigentlich sinnlos.Es wird immer Leute geben,die die einfachsten Regeln nicht akzeptieren.Rennt man dann noch zum Anwalt..... 
 


Wieder Ärger im Seehas ....
v
on wolem (3 Beiträge) 07.01.2009 12:50:46 

Wieder Ärger im Seehas....mit den im UNRECHT befindlichen Fahrgästen.

 

 
über sinn...
von checker-one (136 Beiträge) 07.01.2009 15:28:31 


und unsinn einer 1. klasse in einem (ohnehin oft übervollen) NAHverkehrsmittel lässt sich streiten (weg damit!) - aber solange es sie noch gibt sollte doch klar sein dass man ohne den passenden fahrausweis dort nix zu suchen hat 
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Anwalt....elisab.....vielf.....
von ciara (26 Beiträge) 07.01.2009 17:57:35 


es ist wirklich das Letzte beim Seehas, eli... Sie haben schon recht. Aber auch Hr. Wagner, mann kann nicht alle Menschen über einen Kamm scheren vielfahrer das gilt auch für Sie haben Sie schon mal was von Unterscheidungsvermögen gehört. Es sind nicht alle schlecht und nur mit schädigenden Gedanken unterwegs. Auch Sie haben ein schlechtes Benehmen d.h. gleich alle verurteilen, am liebsten Sie allein im Zug. Ich fahre selber sehr häufig mit dem Seehas. An die SBB sei gesagt ihren Leuten etwas mehr Menschenkenntnis zu vermitteln, vor allem eine Entschuldigung ist nötig.Klar ohne gültigen Fahrschein, raus oder bezahlen aber mit Unterscheidungsvermögen und Achtung und Höflichkeit älteren Menschen gegenüber.

 

 
....
von gandalf (303 Beiträge) 07.01.2009 18:18:58 


Ja der Anwalt fordert nun ein menschliches Verhalten. Was wäre denn in seinen Augen ein menschliches Verhalten? Richtig, dass die Dame nichts zahlen müsste und man sie nur darauf hingewiesen hätte, dass sie nicht in der 1. Klasse sitzen darf. Wenn man das so handhaben würde, würde sich bald jeder einfach in die 1. Klasse setzten. Oder noch besser: Bald setzt man sich einfach ganz ohne Fahrschein in den Zug und verlangt dann ein "menschliches" Verhalten, dass man keine Strafe zahlen muss. 

Die 1. Klasse ist eindeutig gekennzeichnet und auch vom Rest getrennt. Der Anwalt versucht in meinen Augen jetzt nur mithilfe dem Druck der Öffentlichkeit diesen Fall für ihn erfolgreich zu beenden - Pfui.

 

 
zu ciara
von vielfahrer (8 Beiträge) 07.01.2009 18:29:29 


gandalf hat das schon sehr gut ausgedrückt.Einmal einen einzigen Tag mit einem Kontrolleur/Prüfdienst verbringen.Dann sieht man deutlich,wo die Probleme liegen.Der sehr nette/Freundliche Prüfer stösst schnell an sämtliche Grenzen.Gibt er einmal den kleinen Finger,dann wird ihm die Hand ausgerissen.Dies ist leider so.Und ganz im Ernst:Wie würden wir die Arbeit als Prüfer/Kontrolleur handhaben?Da gibt es nur einen einzigen Weg,und der muss gegangen werden,sonst läuft die Sache aus dem Ruder.

 

 
dumm gelaufen
von gerberplatz (7 Beiträge) 07.01.2009 19:28:53 


Es gibt für den Kontrolleur nur eine Linie, das musste ich auch schon erfahren. Mit meinen Kindern stieg ich in Singen in den Zug Richtung Ulm. Dummerweise bin ich in die zweite Klasse eingestiegen und rechts in die 1. Klasse gelaufen, und da haben wir uns hingesetzt. Noch nicht einmal die jacke unten kam der Schaffner....da hat alles lamentieren nichts gebracht, Geldbeutel auf und das Aufgeld begleichen. Und gute Fahrt! 
Hä 

 

 
Mir auch schon passiert
von leser1234 (2 Beiträge) 07.01.2009 19:41:44 


Genau das gleiche wie der älteren Dame ist mir auch schon passiert.Allerdings in der Schwarzwaldbahn von Konstanz Richtung Singen.Mann muß dazu sagen die Sitze haben die selbe Farbe und eine bessere Ausstagung war für mich,als wenig Zugfahrer nicht erkennbar.Nachdem der Schaffner in einem unmöglich und dazu noch lauten Ton mich als Schwarzfahrer und Betrüger bezeichnete(unüberhorbar im ganzen Abteil)fand ich das schon erniedrigend.Mußte aber nach Briefwechsel mit der Bahn auch nur die Bearbeitungsgebühr zahlen.

 

 
Ein gavierender Unterschied ist: eine Fahrkarte liegt vor!
von tillwollheim (94 Beiträge) 07.01.2009 20:07:01 


Was offenbar im Eifer des angemaßten obrigkeitlichen Verhaltens untergeht: es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen Fahrgästen ohne Fahrschein und solchen die sich nur in die falsche Klasse setzen: wer einen Fahrschein hat, hat ein Recht erworben in diesem Fahrzeug von A nach B transportiert zu werden. Er erschleicht sich mithin keine Beförderungsleistung! Sondern er nimmt nur Komfortleistungen ungerechtfertigt in Anspruch. Handelt es sich aber dabei um alte Herrschaften, so ist in diesen Fällen idR glaubhaft, daß sie dies irrtümlich getan haben. Damit kann in einem nichtdiktatorischen Gemeinwesen kein Raum sein für ein derartiges Verhalten der Schaffner! Ich saß auch schon in der ersten Klasse und selbst auf den Hinweis meiner Frau, konnte ich es ihr zunächst nicht glauben. Man kann das oft übersehen. Da liegen also die Hausaufgaben der Bahnen - neben Erziehung Ihrer Schaffner zu normal-menschlichen Manieren!

 

 
...
von blogotronic (338 Beiträge) 07.01.2009 20:47:01 


Die Diskussion hier erinnert an ein Kabarett. Es ist doch ganz einfach: Schwarzfahren ist definiert als Fahren ohne gültigen Fahrausweis. Wer in der 1. Klasse sitzt, ohne hierfür bezahlt zu haben, fährt dort ohne gültigen Fahrausweis und ist folgerichtig selbstverständlich ein Schwarzfahrer. Selbst wenn es sich bei besagtem Schwarzfahrer um eine hilflose Omi mit Herz-Kreislauf-Schwäche handelt.

 

 
der Ton macht die Musik !
von jares (52 Beiträge) 07.01.2009 21:39:13 


und der gute Ton fehlt einfach - leider - oft! 

Nicht nur bei der Bahn... 

Denke keiner der Passagiere (mit bezahltem Fahrschein)hätte ein Problem sich in die 2. Klasse zu begeben, so er nicht als potentieller "Leistungserschleicher" tw.lautstark defamiert wird... 

Die Artikel der letzten Monate sehen für mich nach Egoaufbau auf Kosten des Kunden aus... 

hat für mich etwas mit Manieren, Menschlichkeit und Respekt zu tun - schließlich finanziert jeder Fahrgast das Gehalt des jeweiligen "Kontrolleurs" mit. 

Aber... 

Ich fahre seit Jahrzehnten keine Bahn - meine Kinder beinahe jede Woche - seit Jahren. 
Tatsächlich hatten sie noch nie Probleme... 

hrmm...muss ich jetzt auf Holz klopfen??? 
oder einfach den anständigen Menschen danken die dort arbeiten ??? 

 

 
Die DB und SBB muss durchgreifen!
von mittendurch (149 Beiträge) 08.01.2009 10:29:22 


Was wir im letzten Jahr schon alles erlebt haben in der 1. Klasse. Die Leute setzen sich doch mit voller Absicht hinein. Die vielen dummen Sprüche dabei mussten wir uns oft genug anhören. Eine freche Mutter setzte auch mal nur ihre 3 Kinder in die 1. Klasse und blieb selber davor. Wohl, weil den kleinen ja keine Busse droht. Oder ansonsten würde ja alles gleich wieder im Südkurier stehen. Arme, kinderreiche Mutter.... blablabla. 

Wir selber haben von DB und SBB ein hartes Durchgreifen gefordert und bestehen auch weiterhin darauf, solange wir 1.-Klasse-Tickets bezahlen. 

Und im IRE kann man die 1.-Klasse sehr wohl von der 2. unterscheiden. 

Die Kontrolleure werden übrigens auch nur dann unfreundlicher, wenn die Fahrgäste eben nicht zahlen wollen. Die haben die 1000 Ausreden und Unverschämtheiten dieser Personen satt.

 

 

 

 

 

Weitere Beiträge zu diesem Thema im "suedkurier":

 

Der Ärger im Seehas über die harten Kontrollen in den Abteilen der 1. Klasse setzt sich fort. Es ist zwar schon ein paar Tage her, dass Anneliese Volkmann aus Mühlhausen-Ehingen im falschen Abteil erwischt wurde. Aber der Umgang der Kontrolleure mit den Fahrgästen ärgert die regelmäßige Seehasnutzerin immer noch. 

40 Euro und das entwertete Guthaben von der Punktekarte hat Anneliese Volkmann für die Strecke Mühlhausen-Singen, Landesgartenschau bezahlt. „Ein hoher Preis für so eine kurze Strecke“, findet die Rentnerin.

Ende November wollte sie ihren Mann im Singener Krankenhaus besuchen, wie jeden Tag nach der Operation. Wie gewöhnlich entwertete sie ihre Punktekarte und stieg in den Zug ein. Schon in Gedanken bei ihrem Mann, setzte sie sich auf den nächstliegenden freien Platz. Genau eine Station weiter musste sie ja schon wieder aussteigen.

Doch das Glück war ihr an diesem Tag nicht hold. Sie hatte sich gerade gesetzt, als auch schon ein Kontrolleur der SBB, der Betreiberin Seehaszüge, ihren Fahrschein sehen wollte. Anneliese Volkmann zeigte ihr abgestempeltes Ticket und dachte, die Sache sei erledigt.

Doch der Kontrolleur wollte mehr. Erst langsam wurde der Frau klar, dass sie sich in einem 1. Klasse-Wagen befand. Der Kontrolleur hatte auf die „1“ auf der Sitzlehne gezeigt. „Ich muss einräumen, dass ich beim Einsteigen darauf gar nicht geachtet hatte“, sagt Anneliese Volkmann. Sie sei sofort bereit gewesen, sich auf einen andern Platz zu setzen, doch dass ließ der Fahrausweisprüfer nicht gelten. Statt dessen bestand er auf einer „Nachgebühr“, obwohl die Frau nur bis zur nächsten Haltestelle fahren wollte. Als die Mühlhauserin dann erfuhr, dass sie 40 Euro nachzahlen sollte, traute sie ihren Ohren nicht. „Meine Fahrt war so kurz, dass er es kaum schaffte, die Fahrpreiserhöhung auszufüllen, die ich dann leider auch gleich noch bezahlte“, schildert Anneliese Volkmann. Der ganze Vorgang war ihr peinlich, weil er sich vor den anderen Fahrgästen abspielte. Einen sensibleren Umgang hätte sie sich gewünscht. Das teilte sie auch dem Seehas Kundencenter der SBB mit.

Die Antwort kam jetzt im Dezember und war ernüchternd für Anneliese Volkmann. Unwissenheit oder fehlende Sitzplätze in der 2. Klasse berechtigten die Fahrgäste nicht zur Nutzung der 1. Klasse. Es gebe eine eindeutige Vereinbarung im Verkehrsvertrag zwischen zwischen dem VHB (Verkehrsverbund Hegau-Bodensee) und dem Land Baden-Württemberg, in dem die Nutzung der 1. Klasse beschlossen und festgelegt wurde. (Darüber und über den wachsenden Ärger unter Fahrgästen hatte der SÜDKURIER bereits Anfang Dezember berichtet.) Angelika Kenke schreibt aus Sicht der SBB GmbH, dass sich die Kontrolleure im Sinne der Gleichbehandlung aller Fahrgäste vollkommen richtig verhalten hätten, und bei klarer Sachlage keine Ausnahmen gemacht werden könnten. Eine Möglichkeit, „die Fahrpreisnacherhebung zu stornieren“, gebe es daher nicht. Also wird Anneliese Volkmann auf den 40 Euro für die Kurzstrecke wohl sitzenbleiben.

In jüngster Vergangenheit waren auch mehrfach Zugbegleiter der Bahn-AG in Misskredit bei den Kunden geraten, noch dazu weil sie schlecht orientiert waren: Erst jüngst sollte eine sechsköpfige Familie, die mit dem Baden-Württemberg-Ticket unterwegs war, eine Fahrkarte für ein vierjähriges Kind bezahlen, obwohl dieses kostenlos reisen darf.

 

 

 

 

Verärgerte Fahrgäste im Seehas

 

Seehas- Fahrgäste sind zunehmend über den Platzmangel in den Zügen verärgert. Andererseits werde die erste Klasse stur freigehalten. 

 

Manchmal kommen sich die Pendler vor wie Ölsardinen. Günter Spiri, der im Hegau wohnt und sich täglich in den Zug nach Konstanz setzt: „Im Vorraum stehen bis zu 20 Leute und in der ersten Klasse sitzt niemand.“ Im Zug um 6.55 Uhr ab Engen sei es wegen der vielen Schüler besonders eng. Andreas Engesser aus Iznang sieht gar keinen Bedarf für eine erste Klasse auf der Strecke. „Deshalb sollte sie einfach in eine zweite Klasse umgewandelt werden.“ Schließlich betrachte der Landkreis den Seehas als S-Bahn und wolle die Pendler zum Umstieg bewegen.

Besonders verärgert sind die Fahrgäste über Kontrolleure, die das Verbot in jüngster Zeit überwachen. „Sie machen sonst überhaupt nichts. Das kostet doch nur Steuergelder“, beklagt Günter Spiri. Gerd Hoffmann, der morgens in Mühlhausen einsteigt, sieht ein Sicherheitsproblem: Bei einem Unfall seien Fahrgäste, die stehen, stärker gefährdet.

Günter Spiri hat sich bei Landrat Frank Hämmerle und beim VHB (Verkehrsverbund Hegau-Bodensee) beschwert. Schließlich gehe es um Zuschüsse des Landkreises und des Landes, die für die Kontrolleure verwendet werden. Das Landratsamt gab auf Anfrage des SÜDKURIER keine Stellungnahme ab. Natalia Wilczek, die Sprecherin des Landrats, verwies nur an die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW).

Die SBB GmbH, die deutsche Tochter der Schweizerischen Bundesbahnen, betreibt den Seehas. Sprecherin Daniela Vietze bestätigt den Einsatz von Kontrolleuren. Es seien aber keine Steuergelder im Spiel. Ihr Unternehmen setze auf eigene Kosten studentische Aushilfen ein, da es dauernd Ärger gebe. „Nach den Sommerferien haben wir vermehrt beobachtet, dass die erste Klasse missbraucht wird.“ Trotz Verwarnungen sei es nicht besser geworden. „Benutzer der ersten Klasse haben sich bei uns beschwert“, sagte sie. Der Seehas sei eben keine reine S-Bahn, sondern wichtig für Fernreisende. Touristen und Geschäftsreisende seien in der ersten Klasse unterwegs. Auch zwei Unternehmen der Region stellten Mitarbeitern ein Erste-Klasse-Abo zur Verfügung. Das Problem bestehe zudem meist nur zwischen Radolfzell und Singen, also müssten die meisten Fahrgäste allenfalls rund acht Minuten stehen.

Das Angebot der ersten Klasse sei wegen der Fernreisenden seitens des Landes gewünscht, argumentiert die NVBW in einem Brief an Andreas Engesser, der sich in Stuttgart beschwert hatte. Die erste Klasse stelle Mehrwert dar, „der auch den höheren Preis rechtfertigt“. Das Mehr an Reisekomfort bewege manche Fahrgäste erst dazu, den Zug zu nehmen.

 

 

 

Das Problem

 

Erste Klasse: In jeder Seehas-Zugeinheit sind 16 Plätze in der ersten klasse reserviert. Bei den in Stoßzeiten eingesetzten doppelten Triebwagen sind es also 32 Plätze.

Ausnahmen: Wenn ein doppelter Zug vorgesehen ist, gibt die SBB die erste Klasse für alle Fahrgäste frei.

Frage des Geldes: Fährgäste, die in der ersten Klasse reisen möchten, zahlen nach Angaben der Nahverkehrsgesellschaft einen Aufpreis von 50 Prozent. Der Grundsatz laute „Gute Leistung für gutes Geld“.

Stehplätze erlaubt: Es gebe keinen Anspruch auf einen Sitzplatz, sagen die Seehas-Betreiber. Längere Züge könne das Unternehmen nicht einsetzen, da das Land bestelle und damit bestimme.

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Kommentare: 1
  • #1

    wlp (Freitag, 03 Juli 2015 08:45)

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