Di

26

Aug

2008

Ab 2009 mit dem ÖBB-Railjet von Zürich nach Wien

 

Ab nächstem Jahr wird der Railjet der ÖBB den Grenzbahnhof Buchs frequentieren. Er steht für den Aufbruch in ein neues Eisenbahnzeitalter.
Der ÖBB-Railjet pendelt zwischen Wien und Zürich. Wie an einer Medienkonferenz offiziell mitgeteilt wurde, ist die Betriebsaufnahme auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2009 vorgesehen.

 

Bereits heute fahren Railjet-Testzüge in der Schweiz. Dieses Tempo überrascht selbst Insider, passt aber ausgezeichnet zum neuen Zug, der mit einer Spitzengeschwindigkeit von 230 km/h zwischen Wien und Zürich hin und her flitzt.
Der Railjet wird alle zwei Stunden mit nur einem Halt in Sargans die Region Werdenberg schlank mit der Schweizer Metropole Zürich verbinden. Da der internationale Reisezug die einspurige Fahrlage Buchs-Sargans besetzt, muss aber das heutige Shuttle-Angebot des Thurbo ab Ende des nächsten Jahres neu positioniert werden. Voraussichtlich fährt der Thurbo zukünftig zweistündlich mit Halt an allen Stationen, alternierend mit dem Railjet Zürich-Wien, der allerdings die Verbindung Buchs-Sargans sicherstellt.


Die Führung des Railjets über Buchs (SG) stärkt den Grenzbahnhof und bedeutet ein klares Zugeständnis an den Grenzbahnhof Buchs mit seiner langen und intensiven Eisenbahnertradition. Der Railjet ist eine komplett neu entwickeltes Premiumprodukt der ÖBB und somit ein exklusives Eisenbahnangebot in Europa. Er werde im europäischen Zugsverkehr neue Akzente setzen, sagen Kenner. «Der Railjet ist schneller, moderner und komfortabler als jeder andere Zug der zur Zeit in Österreich im Einsatz ist», sagen die österreichischen Bahnbetreiber. «Doch nicht nur die technischen Höchstleistungen der neuen Fernverkehrszüge werden neue Massstäbe setzen, sondern auch ein qualitativ neuartiges Reiseambiente», kündigen die ÖBB an. Erstmals wird es in Österreichs Fernverkehrsflotte deshalb wie im Flugverkehr drei verschiedene Klassen geben: Eine Economy Class, eine Business Class und eine Premium Class. Die Absicht dieser 244 Millionen Euro teuren Investition der ÖBB ist klar: «Wir wollen Wien als Drehscheibe für den hochwertigen Fernverkehr in Europa verankern», sagte Stefan Wehinger, Vorstandsdirektor der ÖBB-Personenverkehr AG, schon letztes Jahr.


Die ersten Messfahrten mit einer Testkomposition in der Schweiz haben im Juli 2008 begonnen. Für diese Messfahrten verkehrt der Railjet auch auf Strecken, die er im normalen fahrplanmässigen Einsatz nicht befahren wird. Zuerst muss der Railjet seine Bremsfähigkeit unter Beweis stellen. Mit Spannung werden die Hochgeschwindigkeitstests erwartet. Um den Regionalverkehr nicht zu behindern, finden die Testfahrten hauptsächlich an den Wochenenden statt. Eisenbahntechnisch gesehen besteht eine «Railjet»-Garnitur aus einem Steuerwagen und sechs Zwischenwagen. Die neue Zugskomposition der ÖBB erreicht eine Gesamtlänge von 185,5 m. Es ist jeglicher Komfort vorhanden. Der Abschlusswagen verfügt sogar über einen Familienbereich mit Kinderkino. «Der Railjet ist so durchdacht und für die Benutzer massgeschneidert, dass es darin sogar einen Platz für Blindenführhunde gibt», heisst es in der Ankündigung des neuen Zuges.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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